Dem VfL Simmertal fehlen die Führungsspieler
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Der Fehlstart war so praktisch unausweichlich. Zuletzt hat sich die Mannschaft aber gefangen.
Statistik: Zum Saisonauftakt setzte es fünf Niederlagen in Serie mit 19 Gegentreffern. Danach fing sich die Mannschaft und landete einige Überraschungserfolge. Die Offensivmaschinerie streikt aber trotz des Aufwärtstrends. 30 Tore gehören zu den schwächeren Werten der Liga. Die Abwehr präsentiert sich dafür seit der Auftaktphase stabiler. In den übrigen 13 Partien kassierte sie nur noch 25 Gegentreffer.
Das lief gut: Unter dem schwachen Start hat die Kameradschaft im Team nicht gelitten. "Das sehe ich vor allem an der Trainingsbeteiligung", sagt Geschäftsführer Timo Holländer. "Die war durchweg gut." Die absoluten Zahlen waren natürlich relativ niedrig, was schlicht am riesigen Lazarett des VfL lag. "Wer fit war, kam aber auch ins Training", sagt Holländer, der auch das sonstige Engagement der Mannschaft lobte. "Auch wenn es im Verein etwas zu helfen gibt, sind sie immer da."
Das muss besser werden: "Die Punkteausbeute", sagt Holländer und lacht. "Schließlich wollen wir die Klasse halten. Das hat absolute Priorität." Wenn alle Mann an Bord waren, wirkte der VfL auch konkurrenzfähig. "Selbst gegen die Spitzenteams war das so", sagt Holländer. "Deshalb müssen wir hoffen, dass alle fit werden und bleiben." In der Vorbereitung hat das bisher auch funktioniert.
Der Gewinner der Saison: Mit Tobias Marx spielte sich ein Eigengewächs des VfL in seiner ersten Spielzeit in den Fokus. Der offensive Mittelfeldspieler nutzte die Lücken im dünnen Kader und ergatterte einen Stammplatz. "Er besticht vor allem durch seine Schnelligkeit", sagt Holländer. Die kommt nicht von ungefähr: Marx trainierte in seiner Juniorenzeit neben dem Fußballplatz auch auf der Laufbahn. "Die Anlagen aus Sprint- und Sprungdisziplinen merkt man", attestiert Holländer.
Der Pechvogel der Saison: Kapitän Thilo Pöhlmann verletzte sich gleich zum Auftakt schwer. "Im Knie war fast alles kaputt", berichtet Holländer. Die Runde ist für den Spielführer damit beendet. Er steigt zwar langsam wieder ins Lauftraining ein, wird aber kaum noch aktiv ins Geschehen eingreifen können.
Personalien: In der Winterpause verließ Marc Müller, der erst im Sommer vom SV Oberkirn nach Simmertal gekommen war, den Verein wieder. Mit Mario Jung (zuletzt SV Oberhausen) verstärkt nun ein dritter Torwart den Kader. Das Trainerduo Speh/Dörr ist auch in der kommenden Runde verantwortlich. Ob dann noch alle Spieler mit von der Partie sind, ist dagegen fraglich. "Einige der Älteren spielen mit dem Gedanken, die Karriere zu beenden", sagt Holländer. Nicht nur deshalb sucht der VfL nach Verstärkungen - speziell im mittleren Alterssegment. "Die Mittzwanziger, die ein Team führen können, fehlen uns", sagt Holländer.
Von unserem Mitarbeiter
Carsten Zillmann










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