Mountainbiker David Simon: Mit neuem Team zur WM
Mountainbike - "Ich habe mir für dieses Jahr sportlich sehr viel vorgenommen. Ich werde richtig angreifen und mein oberstes Ziel ist die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im September im österreichischen Saalfelden/Leogang", sagt der Bücheler U23-Mountainbiker David Simon und macht seinen nationalen Mitstreitern eine eindeutige Kampfansage für die neue Saison. Und die Voraussetzungen, in Saalfelden wirklich am Start zu stehen, sind nicht schlecht. Der junge Eifeler kann nämlich eine Neuerung verkünden, die ihn diese mutige Aussage machen lässt, wo er doch in der abgelaufenen Saison weit weg von einer WM-Nominierung war: "Ich fahre ab sofort für das Hamburger Team Bergamont und nicht mehr für Firebike Drössiger. Und das ist gut so", sagt der 20-jährige Polizeianwärter der Spitzensportfördergruppe Rheinland-Pfalz. "Für mich ist es enorm wichtig, ein so gut strukturiertes Team gefunden zu haben. Bergamont wird mit Teamleiter Lukas Schmitz bei allen Weltcup- und Bundesligarennen vor Ort sein und mich nicht nur technisch betreuen. Das hat zuletzt einfach gefehlt. Ich war meist allein unterwegs und helfen konnte mir nur mein Vater."
Jetzt ist er stolz, Teil eines erstklassigen Teams zu sein, dem mit dem 23-jährigen Andy Eyring immerhin ein ehemaliger Deutscher U23-Meister und Bundesliga-Gesamtsieger angehört. Schmitz, sein zukünftiger "Chef" und selbst ein erfahrener Weltcup-Starter, erklärt, weshalb man auf Simon setzt: "Er hat sich bei uns beworben und da hat vieles gepasst. Natürlich erwarten wir, dass er passable Ergebnisse einfährt, wir setzen aber niemanden unter Druck. Neben dem Sport ist uns auch das Auftreten der Fahrer wichtig, und da glaube ich, mit David die richtige Wahl getroffen zu haben." Davon ist auch der Sportler selbst überzeugt: "Der Teamwechsel ist für mein sportliches Vorankommen ganz wichtig. Ich werde alles versuchen, dem Team zu danken."
Neben der WM-Teilnahme definierte er weitere Ziele für seine dritte U23-Saison. "Bei der DM will ich unter die besten fünf und im Weltcup sollten Platzierungen unter den Top 25 möglich sein" Damit das auch klappt und Bundestrainer Frank Brückner, der auch seine Trainingspläne schreibt, an ihm nicht vorbeikommt, hat Simon sein Training umgestellt: "Ich weiß jetzt, was ich in der Vergangenheit falsch gemacht habe. Im Winter habe ich viel Grundlagenausdauer trainiert, aber danach die Intensitäten vernachlässigt. Deshalb fehlte mir in den Rennen oft die Explosivität beim Start, und ich musste mich im Feld weit hinten einordnen. Neben dem neuen Team motiviert mich auch diese Erkenntnis enorm. Irgendwie bin ich jetzt schon viel besser drauf als in den Jahren zuvor zu diesem Zeitpunkt." Derzeit absolviert der MTB-Nachwuchsfahrer ein 14-tägiges Grundlagen-Trainingslager mit hohen Umfängen auf Mallorca, um dann am 5. Februar pünktlich an seinem Heimatort Büchel beim ersten Rennen des Rothaus Poisonbike-Cups am Start zu stehen. Zum Aufgalopp für eine erfolgreiche Saison vielleicht. Alfons Benz










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