TV Bad Ems will gegen Schlusslicht SV Urmitz sein "Heimgesicht" zeigen
Handball - Gäbe es nur Heimspiele dann wären die Handballer des Turnvereins Bad Ems in der Rheinlandliga eine ganz große Nummer. Von sechs Saisonpartien auf der Insel Silberau gewannen die Schützlinge von Trainer Andreas Klute stattliche fünf. Selbst der langjährige Regionalligist HSG Irmenach-Kleinich-Horbruch war chancenlos und musste unlängst bei der 23:30 Pleite in der Kurstadt erkennen, dass die Schwarz-Weißen vor eigenem Publikum bärenstark sind und sich in dieser Klasse vor keinem Kontrahenten verstecken müssen. Doch wehe, es geht auf Reisen. Dann zeigen die Bad Emser viel zu häufig ihr Alltagsgesicht und liefern brav die Punkte ab. Mit den beiden jüngsten Niederlagen in Schweich (29:34) und Biewer/Pfalzel (21:26) ist der Zug nach ganz oben abgefahren, jetzt muss der TVBE zusehen, dass er im sehr ausgeglichenen Feld am Ende nicht auf Rang neun landet. Daher soll am Samstagabend ab 19.30 Uhr im Heimspiel gegen den Tabellenletzten SV Urmitz unbedingt wieder Heimstärke bewiesen werden. Alexander Ulges und Co. haben dabei etwas gutzumachen, denn zwei ihrer bisher kümmerlichen vier Zähler ergatterten die Urmitzer im Herbst gegen den TVBE, den sie mit 30:23 an die Lahn zurückschickten.
"Wir spielen daheim eine Klasse besser als auswärts. Das ist kaum zu erklären", ist auch TVBE-Macher Klaus Ohnhäuser ziemlich ratlos, was die extremen Leistungsschwankungen der Mannschaft angeht. "Das ist reine Kopfsache." Trotzdem warnt der Routinier davor, das Schlusslicht auf die leichte Schulter zu nehmen und ausschließlich an dessen dürftigen Tabellenstand zu messen. Ohnhäuser erwartet eine schwierige Aufgabe, weil der auswärts punktlose SV im Kampf gegen den Abstieg unter dem unbedingten Druck des Gewinnen-Müssens steht und die Zähler nicht kampflos abliefern wird. "Das wird alles andere als ein Selbstläufer." Auch wenn die starke Heimbilanz der Bad Emser fast gegen diese Auffassung spricht...
Von unserem Redakteur
Stefan Nink










Diesen Artikel versenden