Großes Lob für die Strecke und Manuel Hoffmann
Radsport - Das Radrennen "Rund in Betzdorf-Bruche" garantierte bei seiner dritten Auflage wieder Radsport auf höchstem Niveau: Zwar verpassten im Elite-Rennen der Männer Tobias Schütz und Tobias Lautwein vom Veranstalter RSC Betzdorf mit Platz sechs und sieben den Sprung aufs Siegertreppchen, doch Manuel Hoffmann holte sich Platz eins in der Altersklasse U 17 in eindrucksvoller Manier mit einem Start-Ziel-Sieg.
Hoffmanns Sieg als Sonntagsspaziergang zu bezeichnen, wäre sicherlich eine Ohrfeige an die gutklassige Konkurrenz, aber das 16-jährige RSC-Eigengewächs dominierte das Feld bei seinen 18 Runden auf der insgesamt 30,6 Kilometer langen Strecke nach Belieben und überfuhr mit einem Vorsprung von 1:35 Minuten die Ziellinie. Hoffmann fuhr das Rennen von der Startlinie sehr schnell an; schon in der ersten Abfahrt klaffte eine Lücke zwischen ihm und dem Hauptfeld - nur Jan Tschernoster (RSC 79 Werne) konnte Hoffmann acht Runden lang folgen. "Ich wollte nicht von Beginn an alleine vorneweg fahren" sagte Hoffmann, der in besagter Runde acht am steilen Start/Ziel-Berg aber so stark anzog, dass ihm auch Tschernoster nicht mehr folgen konnte. "Danach konnte ich das Rennen mit viel Vollgas zu Ende fahren, um auf den letzten drei, vier Runden wieder ein wenig Tempo rauszunehmen." Klar, dass der Fünftplatzierte der deutschlandweiten Rangliste der U17-Fahrer, der sich mit dem Sieg in Betzdorf auch souverän den Rheinlandpokal sowie die Bezirksmeisterschaft sicherte, begeistertes Lob vom 1. Vorsitzenden des RSC Betzdorf, Thomas Kohl, und Jugendwart Markus Grigat erntete: "Er hat das Potenzial, sich nächstes Jahr auch bei den Junioren U19 in der Bundesliga zu etablieren."
Etabliert im Feld der Elite-Klasse Männer A/B/C, dem Höhepunkt des Renntags in Betzdorf, sind die Lokalmatadore Lautwein und Schütz bereits; während Lautwein aber beruflich bedingt zuletzt kürzer treten musste - "Rund in Betzdorf-Bruche" war erst sein viertes Rennen in diesem Jahr - konnte Schütz sein Potenzial zuletzt voll ausschöpfen und schaffte binnen eines Jahres den Durchmarsch von der C- in die A-Klasse. Im Rennen wurden beide dennoch schnell zu Verfolgern, weil das Spitzenquartett um den späteren Sieger Andreas Fließgarten (RV Schwalbe Trier 1932 e.V.) das Rennen vom Start weg schwer machte und bereits nach der dritten Runde davonzog. "Mir liegt die harte Strecke hier ungemein, und die Taktik, uns früh abzusetzen, ist optimal aufgegangen", sagte Fließgarten.
Sie ging sogar so gut auf, dass die vier besten Fahrer auf den 36 Runden des 61,2 Kilometer langen Kurses 15 Runden vor Schluss zunächst das Hauptfeld und weitere sechs Runden später sogar die Verfolgergruppe mit Schütz und Lautwein überrundeten. Sechs Runden vor dem Zieleinlauf verschärfte dann wiederum Fließgarten das Tempo so sehr, dass sowohl Fabian Holzmeier (VfR Herpersdorf) auf Rang zwei als auch der Trierer Karsten Keunecke als Dritter abreißen lassen mussten. Lautwein und Schütz sicherten sich Platz eins und zwei im Rheinlandpokal.










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