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Schach-Bundesliga: Remagen spielt zu Hause schon um alles oder nichts

Schach-Bundesliga - Alles andere als gut verlief die Saison bislang für den SC Remagen, so kommt es jetzt schon zum Schicksalsspiel: Am Heimspieltag in der Schach-Bundesliga trifft man am Samstag auf den Tabellenzweiten Werder Bremen, einen Tag später geht's gegen Turm Emsdetten. Und während Werder wohl eine Nummer zu groß sein dürfte für die Remagener, "muss das Spiel gegen Emsdetten gewonnen werden", fordert Mannschaftsführer Peter Noras: "Sonst ist alles aus."

Volle Konzentration: Der SC Remagen, hier mit Mircea Parligras, steht in seinen beiden Heimspielen in der Gesamtschule gegen Bremen und besonders gegen Emsdetten unter erheblichem Druck. Foto: Vollrath
Hans-Juergen Vollrath

In der Tat wäre es eine Untertreibung, beim Blick auf die Tabelle die Situation des SC Remagen als schwierig zubezeichnen. "Wir haben bislang unglücklich agiert", beschreibt Noras den Saisonverlauf. Gerade einmal zwei Brettpunkte stehen auf dem Konto, zum Klassenverbleib werden nach Noras' Einschätzung zehn bis elf Zähler benötigt.

Noch vier Siege aus sechs Spielen

Was bedeutet, dass von den sechs Begegnungen, die noch ausstehen, vier (mindestens) gewonnen werden müssen: Am Sonntag gegen Emsdetten, am vorletzten Doppelspieltag in Dresden gegen das Überraschungsteam SK König Tegel sowie gegen die Gastgeber, in der Schlussrunde gegen Katernberg - so jedenfalls die Remagener Rechnung.

"Gegen Wattenscheid ein Unentschieden und ein Erfolg gegen Aufsteiger Dortmund - damit wären wir im Soll gewesen", blickt der Mannschaftsführer der als einziges Bundesligateam noch sieglosen Remagener auf vergebene Chancen zurück.

In der Aula der Gesamtschule Remagen (Goethestraße 43) geht es am Samstag (14 Uhr) zunächst gegen Vizemeister Bremen. Noras: "Da haben wir keine große Chance." Am Sonntag (10 Uhr) gegen Emsdetten geht es dann "um alles oder nichts". Die SC-Riege wird ohne große Veränderung an den Brettern sitzen. "Die sich das eingebrockt haben, müssen das jetzt auslöffeln" sagt der Mannschaftsführer. Das macht die Lage für die einzelnen Spieler nicht einfacher.

Wie angespannt die Nerven sind, lässt ein Blick auf die Homepage der Schach-Bundesliga erahnen, auf der Turm-Endspiele untersucht werden: Zwei der fünf Beispiele zeigen Remagener Aktive beim vergeblichen Versuch, aus einer Gewinnstellung einen vollen Punkt zu machen. "Der Erfolgsdruck lastet schwer, das führt dann zu fehlerhaften Zügen", sagt Noras.

Hoffnung auf viele Zuschauer

Mut macht ihm ein Blick in die Vergangenheit. "Gegen Emsdetten haben wir in der Bundesliga bislang immer gewonnen", stellt der Mannschaftsführer fest, "und gegen Bremen haben wir vergangene Saison mit sieben Spielern nur 3,5:4,5 verloren." Die zahlreichen Zuschauer, auf die man beim SC Remagen hofft - eigentlich gibt es ja beim Schach keinen Heimvorteil - dürfen also spannende Partien erwarten. Und wenn es wunschgemäß läuft, läutet Schlusslicht SC Remagen mit dem ersten Saisonsieg am Sonntag eine gewaltige Aufholjagd ein. Thomas Wächtler

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