TuS Koblenz zieht ins Achtelfinale ein
Fußball, Rheinlandpokal - Die TuS Koblenz hat nichts anbrennen lassen und die Partie der vierten Pokalrunde im Fußballverband Rheinland gegen die zwei Klassen tiefer spielende SG Mülheim-Kärlich mit 4:0 (3:0) für sich entschieden. Der Regionalligist spielte von Beginn an hoch konzentriert und hoch motiviert - die Mülheimer waren chancenlos.
Auf allen Positionen einen Schritt schneller - so präsentierte sich die TuS von Anfang an. Vor allem von außen wirbelten die Koblenzer die Mülheimer Defensive gehörig durcheinander. Jung Hun Kim auf der linken Seite und Jura Gros über rechts setzten dabei die Akzente. Und so fielen auch die ersten beiden Tore, die die Pokalpartie frühzeitig entschieden. In der 21. Minute kam die Flanke von links: Abnehmer in der Mitte war Tokio Nakai, der mit links eiskalt zum 1:0 abschloss.
Auch beim zweiten Tor der TuS waren die SG-Spieler zum Zuschauen verurteilt - und zum Staunen: Tobias Bauer spielte schön auf Jura Gros, der von rechts flach nach innen passte auf Michael Stahl, der nur noch seinen Fuß hinhalten musste und zum 2:0 (24.) einschoss. Jetzt sah es bitter aus für die Mülheimer, die auf ihr Heimrecht verzichtet hatten und nun ziemlich den Kopf hängen ließen. Und kurz spielte die TuS wie im Rausch und kam direkt nach dem 2:0 durch Tobias Bauer, dessen Schuss Mülheims Torhüter Michael Wall gerade noch so über die Latte lenkte, und Thomas Gentner, der nur wenige Zentimeter übers Tor köpfte, zu weiteren Großchancen. Auf der anderen Seite musste Torhüter Kadir Yalcin zum ersten Mal nach einer halben Stunde eingreifen: ein harmloser Distanzschuss des Mülheimers Marko Sasic. Nun ließ es auch die TuS etwas langsamer angehen, und die SG schien wenigstens das 0:2 in die Pause zu retten. Dann legten die Koblenzer aber doch noch einmal los, blitzschnell ging es: Johannes Göderz legte von rechts vor und erneut war Nakai zur Stelle und markierte das 3:0 (45.).
"Ich bin hochzufrieden", sagte der Koblenzer Trainer Michael Dämgen, "wir haben unsere Pflichtaufgabe gut erfüllt und souverän gewonnen. Der Sieg ist für uns auch Motivation für die Meisterschaft." Allerdings war es mit der zweiten Halbzeit so eine Sache mit der Motivation, die nun, und das war verständlich, nicht mehr so groß war. Schließlich war der Sieg für die TuS schon lange in der Tasche, zumal Gentner kurz nach Wiederanpfiff das 4:0 (49.) besorgt hatte. "Beim Stand von 4:0 haben wir natürlich nicht mehr so viel gemacht", sagte Dämgen. Die Mülheimer waren derweil froh, als die Partie zu Ende war. Das Pokalspiel kam für die SG, die in der Rheinlandliga erst am kommenden Sonntag mit einem Heimspiel gegen die SG Stadtkyll ins Geschehen eingreift, eindeutig zu früh. Der Mannschaft fehlte der nötige Pep, die TuS war einfach immer einen Schritt schneller.










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