Wirgeser wollen wieder die Kurve kriegen
Oberliga - Klar, sie fühlten sich wie die Sieger, die Oberliga-Fußballer der Spvgg EGC Wirges, als sie gegen Elversberg II in den Schlussminuten noch das 1:3 mit toller Moral zum 3:3 umgebogen hatten. Von daher gesehen reisen sie am heutigen Samstag zum TuS nach Mechtersheim mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen, wo die vorletzte Partie dieses Jahres um 14.30 angepfiffen wird.
Und sie haben auch allen Grund stolz zu sein - dürfen aber dabei nicht aus den Augen verlieren, dass sie sich vorher selbst in die 1:3-Zwangsjacke gesteckt hatten. "Denn, was wir an Chancen ausgelassen haben, ging ebenso kaum auf die berühmte Kuhhaut wie die Hilfestellung der Defensivabteilung bei den Elversberger Toren", schwankte Spvgg-Trainer Stefan Ruthenbeck ein wenig zwischen Freude und Leid.
Letztlich entschied er sich für "Freud", denn "schließlich haben wir mit dem Unentschieden einen Abwärtstrend in letzter Sekunde gestoppt. Allerdings zählt das alles nur, wenn wir jetzt wieder die Kurve nach oben kriegen. Und das geht nur über einen Punktgewinn in der Nordpfalz." Geht es nach dem Gesetz der Serie, dann müsste es bei den Westerwäldern jetzt eigentlich wieder aufwärts gehen, denn die ganze Saison kommt - unabhängig davon, ob eine Spitzenmannschaft auf dem Programm stand oder die Reise zum Tabellenletzten führte - einer fußballerischen Achterbahnfahrt gleich. Und gibt Ruthebeck recht, der nicht müde wird, die Ausgeglichenheit der Liga herauszustellen. Und gleichzeitig vor Mechtersheim zu warnen, das nach enormen Starschwierigkeiten nun wieder Fahrt in Richtung Mittelfeld aufgenommen hat. Ruthenbeck: "Wenn man den bisherigen Saisonverlauf durchleuchtet, ist die einzige Konstante bei uns eine Unkonstante. TuS-Trainer Ralf Gimmy hatte mit seiner Mannschaft zu Saisonbeginn mit den gleichen Probleben zu kämpfen wie wir im Vorjahr. Aber jetzt scheint sich sein Team gefunden zu haben, was auch eng verbunden mit der Spielerpersönlichkeit von Eduard Fahrad ist, nach dessen Rückkehr die Defensivabteilung des TuS wieder zur alten Stärke zurückgefunden hat."
Bei allem Respekt vor seinem Trainerkollegen und dessen Mannschaft ist für Ruthenbeck jedoch nach dem "gefühlten Sieg gegen Elversberg" nun am Samstag weitere Konstanz angesagt. Und daher ist es "ganz, ganz wichtig, in einem enorm wichtigen Spiel zu punkten. Sonst stoßen wir Mechtersheim selbst das Tor auf, wieder direkten Anschluss ans Mittelfeld zu finden."
Um das zu verhindern fordert er äußerste Konzentration, denn die Gastgeber bevorzugen die gleiche Spielweise wie die Westerwälder: "Ihre Stärke liegt im Konterspiel. Das gilt auch für uns. Beide Mannschaften suchen den schnellsten Weg zum Erfolg. Da müssen wir höllisch aufpassen, dass wir in Defensive und Offensive einen Tick schneller sind."










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