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Heimspiel der TuS abgesagt

Fußball-Regionalliga - Blauer Himmel, Sonnenschein, saftig grüner Rasen - der Schein trügt rund ums Stadion Oberwerth. Es ist nämlich saukalt, der Stadionrasen gefroren und glatt, an Fußballspielen ist nicht zu denken. Und so fällt die für Samstag geplante Partie der Regionalliga West zwischen TuS Koblenz und Borussia Mönchengladbach II aus.

Der Koblenzer Jung-Hun Kim (am Ball) lieferte mit der TuS eine solide Leistung beim Regionalligaauswärtsspiel in Verl ab. Der ordentliche Rückrundenstart (0:0) wurde nun erst einmal gestoppt: Das Heimspiel der TuS gegen Borussia Mönchengladbach II wurde abgesagt. Foto: Wolfgang Wotke
Wolle

"Das wäre für die Spieler gesundheitsgefährdend", erklärt TuS-Geschäftsführer Thomas Theisen die Absage, außerdem würde der Rasen zerstört, und "ganz ehrlich gesagt", ergänzt Theisen, "für die Zuschauer ist das bei diesen Temperaturen auch nicht schön."

Schön ist der Spielausfall allerdings auch nicht. Besonders nicht für den Koblenzer Trainer Michael Dämgen. "Wir haben in Verl eine ganz ordentliche Leistung gezeigt und wir hätten im Heimspiel, so glaube ich, eine gute Chance auf einen Erfolg gehabt", sagt Dämgen.

Diese Chance ist nun erstmal eingefroren, und so muss der Trainer mit seinem Team am 12. Februar bei Rot-Weiss Essen antreten. "Zweimal in Folge auswärts spielen, das ist nicht gerade optimal für uns", weiß Dämgen. Auch Theisen ist es ein wenig mulmig, wenn er ans Auswärtsspiel in Essen denkt, was keine sportlichen Gründe hat. Es sind die eigenen Fans, oder auch nicht. "Das sind keine TuS-Fans", redet Theisen Klartext zu den Ausschreitungen einiger Koblenzer rund um die Regionalligapartie in Verl (die RZ berichtete).

Sondern? "Das sind Jugendliche, die den Fußball als Plattform nutzen und am Wochenende ihre Aggressionen abbauen." Deshalb fordert der Geschäftsführer alle TuS-Fans dazu auf, "diese Leute, diese wenigen Verrückten, auszuschließen, denn diese Leute wollen wir hier nicht sehen".

Sehen und gesehen werden - letzteres traf für Stefan Haben in der Regionalliga im Trikot des SC Fortuna Köln immer seltener zu. "Am Anfang habe ich regelmäßig gespielt und war auch zufrieden, aber zuletzt war die sportliche Situation für mich unbefriedigend." Das ist aber nicht der einzige Grund, warum Haben nun zur TuS zurückgekehrt ist. Der 24-Jährige ist eng verbunden mit seiner Koblenzer Heimat und wohnte auch zu seiner Fortuna-Zeit in der Rhein-Mosel-Stadt.

"Ich bin froh, endlich wieder in meinem familiären Umfeld zu sein, hier habe ich meine Freunde", sagt Haben, der auch seinen Heimatverein, den SV Niederwerth, nicht unerwähnt lässt. Aus Sicht der TuS-Verantwortlichen ist dem Verein mit der Haben-Rückkehr ein echter Coup gelungen.

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