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  • Münchens Bürgermeister Ude: «Sieg, nicht Platz»

    Vancouver (dpa). Münchens Oberbürgermeister Christian Ude setzt bei der Bewerbung seiner Stadt für die Olympischen Winterspiele 2018 auf Alles oder Nichts.

    «Wir setzen auf Sieg, und nicht auf Platz, weil wir wissen dass man eine gute Konstellation braucht», sagte der 62-jährige SPD-Politiker in einem Interview der Deutschen Presse- Agentur dpa in Vancouver. «Und wir halten die Konstellation 2011 für ideal. Wir wollen den Sieg und nicht den Platz als Plattform für eine spätere Bewerbung.» Die Entscheidung wird das Internationale Olympische Komitee (IOC) am 6. Juli 2011 in Durban treffen. Münchens Mitbewerber sind Annecy (Frankreich) und Pyeongchang (Südkorea).

    Bei der Lobbyarbeit zusammen mit Willy Bogner, dem Vorsitzender der Münchner Bewerbungsgesellschaft, und «Botschafterin» Kati Witt am Rande der Vancouver-Spiele hat er eine «unglaublich positive Einstellung» zu München festgestellt. «Beruhigend ist für mich, dass kein IOC-Mitglied den schrecklichen Anschlag von 1972 der Stadt München anlastet, sondern dem internationalen Terrorismus», sagte Ude.

    Von den 114 IOC-Mitgliedern habe man mit einem Drittel gesprochen. «Willy Bogners ehrgeiziges Ziel ist, über die Hälfte zu sprechen», sagte Ude. Dabei sei die nachhaltige Nutzung der Olympia-Bauten ein wichtiges Thema: «Ein Stadion und ein Olympiapark mit sieben Einrichtungen kann über 40 Jahre später noch einmal eine olympische Nutzung erleben. Soviel Nachhaltigkeit ist selten im Angebot.»

    Die Charmeoffensive der Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Kati Witt für München empfindet der Politiker als Glücksfall. «Sie ist unglaublich gut geeignet als Botschafterin der Spiele und macht in ihrer Person deutlich, dass es kein bayerisches Sonderinteresse, sondern eine gesamtdeutsches ist», sagte Ude. «Da nutzt sogar ein sächsischer Akzent.» Im Gespräch mit IOC-Mitgliedern habe er erlebt, «wie ehrlich und klug sie auf politische Fragen eingeht und wie atmosphärisch sie Menschen mitreißen kann» Ude: «Ich bin von ihr als Olympia- Botschafter noch mehr als bei ihrer Wahl überzeugt.»

    Nicht nur positiv sind Umfragen zur Unterstützung der Bevölkerung für Münchens Bewerbung und die Kritik von Umweltverbänden an den Olympia-Plänen. «Ich sehe ein ernstzunehmendes Problem darin, dass unserer Umwelt-Qualitäten, die ich als überragend empfinde, von einigen Umweltverbänden infrage gestellt werden und die olympische Plattform nutzen», meinte Ude. «Von einigen Verbänden würde man nichts hören, wenn sie das olympische Thema nicht hätten.» Dass die Zustimmung zur Kandidatur in Deutschland fehle, sieht er nicht. «Ich teile die Stimmung nicht», so Ude, «wir haben im Münchener Stadtrat eine Zustimmung von 95 Prozent: Im Gemeindeparlament einer Millionenstadt halte ich das für sensationell.»

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