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  • Kurz vor Olympia: Sieg-Premiere im Skicross

    München (dpa). Premierensieg für die deutschen Skicrosser: Fünf Wochen vor den Winterspielen hat Simon Stickl dem Deutschen Skiverband (DSV) völlig überraschend den ersten Weltcup-Sieg überhaupt in der neuen Olympia-Sportart beschert.

    Der 22-Jährige vom SC Bad Wiessee gewann in Österreich vor dem ehemaligen Alpin-Weltmeister Daron Rahlves (USA) und löste im ersten Rennen des neuen Jahres das Vancouver-Ticket. «Das ist mir noch wichtiger als der Sieg, denn Olympia war in diesem Jahr das große Ziel», sagte Stickl nach seiner zweiten Top-Ten-Platzierung im Weltcup. Das DSV- Glück perfekt machte die 20-jährige Anna Wörner. Als Vierte erreichte sie beim Sieg der ehemaligen Weltmeisterin Ophelie David (Frankreich) ihre mit Abstand beste Karriere- Platzierung und darf sich wie ihre Teamkollegin Heidi Zacher (Rang 14) auch auf Vancouver freuen.

    Seit 2007 fahren die Skicrosser, die beim Kampf um den Sieg zu viert einen mit Sprüngen, Wellen und Kurven auf Schnee gebauten Kurs mit zum Teil waghalsigen Manövern hinabrasen, im DSV. Nach vielen zähen Wintern, in denen es aber auch eine WM-Medaille von Alexandra Grauvogl gab, kam der Erfolg nun gerade recht. «Das ist ein wirklich wichtiges Lebenszeichen, dass man mit der Sportart in der Spitze präsent sein kann», sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier.

    Die Lebenszeichen in der Olympia-Saison, die schon bei zwei Weltcups vor dem Jahreswechsel ordentlich begonnen hatte, sorgte bei den Skicrossern für Erleichterung. Denn vor nicht allzu langer Zeit drohte ihnen im DSV noch das Aus. «Der Sieg ist wichtig um Akzente zu setzen, um die Leute mehr zu begeistern», sagte Heli Herdt, sportlicher Leiter und rühmte die Rennen von Stickl und dessen Kontrahenten. «Das war wie bei den Gladiatoren in der Arena in Rom.»

    Spektakulär ist die Sportart, in der dem DSV bislang drei Podeste im Weltcup glückten, allemal. Auch beim Nachtrennen in Oberndorf/St. Johann in Tirol gab es Überholmanöver, Stürze und jede Menge Sprünge. «Aber es ist so, dass die Sportart sich eigentlich wesentlich mehr versprochen hatte, als sich ergeben hat. Letztendlich gibt es bisher weltweit kaum Medieninteresse», sagte Maier.

    Das wollen Stickl & Co. ändern. Und was ein Sieg so alles ausmacht, merkte der 22-Jährige schon auf der Fahrt nach dem Erfolg. «Ich glaube, so oft hat mein Telefon noch nie geklingelt», sagte Stickl, der mit dem Erfolg «überhaupt nicht» gerechnet hatte. Und dass er Rahlves als Alpin-Größe hinter sich ließ, erfreute den Sportler aus Bad Wiessee noch ein klein bisschen mehr. Rahlves ist einer von mehreren ehemaligen Skirennfahrern. Die frühere Abfahrt- Weltcupsiegerin Katharina Gutensohn (Deutschland/Österreich) und der ehemalige DSV-Mann Martin Fiala hegen auch Olympia-Hoffnungen.

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