Rhein-Main-Derby: Finanziell liegen Welten zwischen 05 und Eintracht
Mainz - Der Derbytag rückt näher. Der FSV Mainz 05 empfängt am Samstag (15.30 Uhr) am Bruchweg im mit Spannung erwarteten Prestigeduell die Frankfurter Eintracht. Ein Blick auf den Gesamtetat beider Klubs zeigt, dass die Nachbarn mehr trennt als der eine Punkt in der Tabelle. "Wir wollen trotzdem gewinnen", sagt 05-Manager Christian Heidel.
MAINZ. Die deutsche Fußball Liga (DFL) hat in dieser Woche bekanntlich den Bundesligavereinen die Lizenzen für die kommende Saison erteilt. Sowohl der FSV Mainz 05 als auch Eintracht Frankfurt, die Gegner am Samstag (15.30 Uhr) am Bruchweg, haben die Berechtigung für die nächste Runde ohne wirtschaftliche Auflagen und Bedingungen erhalten. Interessant vor diesem mit Spannung erwarteten Prestigeduell der beiden Rivalen sind dabei die Zahlen, auf denen die Wirtschaftlichkeit der Klubs basiert.
Die Eintracht plant die neue Spielzeit mit einem Gesamtetat von 64 Millionen Euro. Die 05er veranschlagen weniger als die Hälfte - alles in allem 31 Millionen Euro. Fast annährend soviel kostet die Hessen alleine ihr Lizenzspielerbereich. Das zeigt, die beiden Klubs gehen in dieses Rhein-Main-Derby zwar als Tabellennachbarn. Doch nur sportlich gehen der Neunte und der Zehnte der Liga am 32. Spieltag im Gleichschritt.
"Ich habe immer gesagt, zwischen der Eintracht und uns liegen wirtschaftlich Welten", sagt Christian Heidel. Das betreffe die Stadt und deren wirtschaftliche Potenz ebenso wie die Fußballer. "Das ist einfach eine völlig andere Welt. Die haben in allen Bereichen das Doppelte von uns", fügt der 05-Manager hinzu. "Die Eintracht redet das zwar gerne klein, aber sie sind im Stande, an den ganz großen Fußball anzuklopfen. Da ist noch wesentlich mehr drin. Sie sind auf einem guten Weg."
Ein Etat von 64 Millionen sei jedenfalls eine ganz andere Dimension als dies in Mainz vorstellbar wäre. "Sportlich denke ich, sind wir allerdings auf Augenhöhe. Egal, wie die letzten drei Bundesligaspiele enden", erklärt Heidel.
Er höre die Begeisterung bei der Eintracht über das Abschneiden der Adlermannschaft in dieser Saison gerne, die Freude über die beste Platzierung seit 16 Jahren. "Das ist für uns das größte Kompliment", so Heidel. Die 05er haben es in 31 Begegnungen auf eine ähnliche Bilanz gebracht, stehen vor dem Derby einen Zähler hinter den Gästen. "An uns ist es zu beweisen, dass dies alles keine Eintagsfliege war", sagt der 05-Manager. Ihm sei es egal, ob der Aufsteiger am Ende dieser Saison Zehnter, Neunter oder Achter werde. "Wir haben in jedem Fall ein überragendes Ergebnis erzielt mit unseren wirtschaftlichen Möglichkeiten. Ich will die Frankfurter Erfolge ganz bestimmt nicht klein reden, aber wir müssen mit der Begeisterung für unser eigenes Ergebnis als Aufsteiger nicht hinter dem Zaun halten."








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