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    Tel AvivSchalke bangt nach 0:0 in Tel Aviv um Achtelfinale

    Die Bundesliga-Fehlstarter vom FC Schalke 04 sind auch in der Champions League vom Erfolgsweg abgekommen und müssen um den Achtelfinal-Einzug bangen. Mit einer trostlosen Nullnummer bei Hapoel Tel Aviv verpassten die «Königsblauen» einen großen Schritt Richtung K.o.-Runde.

    Kopfzerbrechen
    Schalke mit Benedikt Höwedes (l) verpasst den großen Schritt Richtung K.o.-Runde.

    Nur dank eines starken Torwarts Manuel Neuer sicherte das lustlose und uninspirierte Team von Trainer Felix Magath den glücklichen Punktgewinn und hat mit sieben Zählern zumindest die Qualifikation zur Endrunde in der Europa League sicher.

    Unzufrieden
    Klaas-Jan Huntelaar wird in der ersten Halbzeit nicht in Szene gesetzt.

    «Die Mannschaft von Tel Aviv war überraschend stark und wir haben uns in der zweiten Halbzeit kaum noch lösen können», sagte Magath, «im Strafraum sind wir gar nicht zum Zuge gekommen. Es war insgesamt zu wenig.» Da Benfica Lissabon (6 Punkte) gleichzeitig mit 4:3 gegen Olympique Lyon (9) gewann, muss der Revierclub in den verbleibenden Partien unbedingt auf Sieg spielen. «Wir brauchen mindestens noch drei Punkte», forderte der Schalke-Coach.

    Kontrolle
    Schalkes Sergio Escudero (r) behält den Ball gegen Shay Abutbul unter Kontrolle.

    Eine lästige Pflichterfüllung wie vor 12 132 Zuschauern in Israel wird jedoch nicht reichen. Für Hapoel (1) ist der Traum vom Achtelfinale bereits beendet. «Wir haben es leider verpasst, ein Tor zu schießen», sagte Neuer, «es ist nicht so einfach zur Zeit. Wir haben einen schwierigen Weg vor uns.»

    Einsatz
    Schalkes Peer Kluge (l) versucht den Ball an Valeed Badeer vorbeizupassen.

    Bei mediterranen 20 Grad setzte Schalke gleich auf drei spanische Profis in der Startformation - als erstes Bundesliga-Team überhaupt. Neben Torjäger Raúl und Spielmacher José Manuel Jurado kam Neuzugang Sergio Escudero zu seinem erst zweiten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison. Anstelle des verletzten Lukas Schmitz zeigte der 21-Jährige auf der linken Abwehrseite eine anfangs nervöse Vorstellung auf großer Bühne.

    Eng
    Klaas-Jan Huntelaar (l) hat gegen Valeed Badeer (M) kaum Freiräume.

    In «optimistischer Stimmung» sei er nach Israel gereist, verkündete Magath kurz vor dem Anpfiff. Und ähnlich zuversichtlich startete auch sein Team die geplante Wiedergutmachung für die zuletzt mauen Auftritte in der Liga. Der Tabellen-17. setzte die Israelis, die in dem angeschlagenen Itay Shechter auf ihren Torschützen zum 1:3 im Hinspiel verzichten mussten, früh unter Druck.

    Glücklos
    Jefferson Farfan kann gegen Gil Vermouth (r) von Tel Aviv nur selten Druck erzeugen.

    Doch trotz ihrer anfänglichen Überlegenheit verpassten es die Gäste, sich klare Tormöglichkeiten herauszuspielen. Stattdessen prüfte Toto Tamuz Nationalkeeper Manuel Neuer das erste Mal mit einem Schuss aus 20 Metern (18.). Mit dem Schwung der ersten zwingenden Aktion übernahm Hapoel das Kommando und leitete seine Konter immer wieder über die rechte Schalker Seite ein, auf der Atsuto Uchida große Probleme mit den schnellen Angreifern der «Roten Teufel» hatte.

    Schmerzhaft
    Jose Manuel Jurado bekommt im Spiel gegen Tel Aviv internationale Härte zu spüren.

    Der Japaner verlor auch das entscheidende Kopfballduell gegen Ben Sahar vor der größten Chance der ersten Halbzeit. Neuer rettete jedoch aus kurzer Distanz mit einer starken Parade gegen Eran Zahavi (29.), der vollkommen frei vor ihm auftauchte. Auf der anderen Seite konnte sich Vincent Enyeama mit einer schönen Flugeinlage bei einem Freistoß von Escudero (34.) auszeichnen.

    Auch nach der Pause zeigte der israelische Meister, warum er vergangenes Jahr in der Europa League vor heimischer Kulisse den Hamburger SV, Celtic Glasgow und Rapid Wien bezwungen hatte. Nach einem Hackentrick von Shay Abutbul stürzte sich Neuer in letzter Sekunde im Fünf-Meter-Raum auf den Ball (55.). Nur vier Minuten später war der beste Schalker vor Salim Toama erneut auf dem Posten. Seine Vorderleute taten hingegen auch weiter nur das Nötigste. Während der fleißige Raúl zumindest bis in die eigene Hälfte ackerte, blieb sein Angriffspartner Klaas-Jan Huntelaar komplett unsichtbar.

    Auch in der Schlussphase stand Neuer im Mittelpunkt. Nach 70 Minuten hielt der 24-Jährige einen Kopfball von Yossi Shivon, wenig später strich ein Schuss des Israelis nur knapp am Tor vorbei. «Zu Null ist natürlich etwas Erfreuliches», kommentierte Magath.

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