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    LondonMourinho über Chelsea: Wir sind, wie andere gerne wären

    Diesmal trat José Mourinho mit Vergnügen vor die TV-Kameras - keine Nörgelei und keine Provokation gegen imaginäre oder tatsächliche Feinde. «Wir sind fast am Ziel. Meine Spieler waren fantastisch», frohlockte der Coach des FC Chelsea nach dem 3:1 bei Leicester City.

    Beherrscher
    José Mourinho beherrscht mit Chelsea die Premier League.
    Foto: Will Oliver - dpa

    Dem unangefochtenen Tabellenführer der Premier League und seinem gerne selbstverliebten Trainer fehlt noch ein Sieg, um die englische Fußball-Meisterschaft für sich zu entscheiden. Diese letzten fehlenden drei Punkte wollen die Blues bereits am Sonntag im Londoner Derby gegen Crystal Palace einfahren. Danach soll an der Stamford Bridge eine große Party steigen.

    Vor dem letzten großen Schritt zum fünften Meistertitel des Clubs platzte der erfolgssüchtige Mourinho beinahe vor Stolz. «Alle haben gehofft, dass wir im April Federn lassen. Aber wir haben unsere Gegner zerstört. Bis auf das Remis gegen Arsenal haben wir alles gewonnen. Wir waren taktisch phänomenal. Eiskalt vor dem Tor und stilvoll in der Verteidigung. Wir sind so, wie jede andere Mannschaft gerne wäre». Seit 14 Partien sind die Blues in der Liga ungeschlagen. Für Mourinho wäre es nach 2005 und 2006 der dritte Meistertitel mit Chelsea. Nach seiner Rückkehr zu seinem Herzensclub vor der vergangenen Saison hat er in dieser bereits den Liga-Pokal gewonnen. Nur in der Champions League kam das Aus mal wieder zu früh - im Achtelfinale gegen Paris St. Germain.

    In Leicester war es überraschend die alte Garde der West-Londoner, die für den 24. Saisonsieg sorgte. Routinier Petr Cech bewahrte Chelsea mit einer famosen Parade vor einem früheren Rückstand. Didier Drogba (48.) und John Terry (79.) drehten das zwischenzeitliche 0:1 durch Marc Albrighton (45.+2) nach dem Wechsel mit ihren Toren zum 2:1 für den Favoriten. Ramires sorgte später für den Endstand (83.). Der in dieser Spielzeit überragende Eden Hazard hatte den Ausgleichstreffer von Drogba mit einem seiner Geniestreiche eingeleitet. 

    Dass Chelsea zum ersten Mal 2010 wieder die Meisterschaft gewinnt, bestreitet niemand mehr. Ganz im Gegenteil: Die Experten sind sich einig: Der Triumph wäre verdient. Nur nach zwei Spieltagen stand der Club von Besitzer Roman Abramowitsch in dieser Serie nicht auf dem ersten Platz. «Chelsea ist die beste Mannschaft im ganzen Land, denn sie gibt niemals auf», schrieb der «Daily Telegraph» und meinte, in der zweiten Halbzeit in Leicester habe der Club gespielt wie «echte Champions». Den letzten Schritt dazu wollen die Blues nun am Sonntag machen.

    Bericht Daily Telegraph

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