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    MainzKleine Bühne Kasachstan: Özil zu Großem bereit

    Mesut Özil ist nach seinem Wechsel zu Real Madrid auf dem Weg zum gefeierten Weltstar. Mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft muss er nun aber gegen Kasachstan in Kaiserslautern ein eher tristes Pflichtprogramm erledigen.

    Überzeugt
    Mesut Özil will nach tollen spielen für Real Madrid auch in der Nationalmannschaft glänzen.
    Foto: DPA

    Im ruhmreichen Estadio Santiago Bernabeu wird Mesut Özil von den «königlichen» Fans gefeiert. Vor den nächsten Gala-Terminen mit Real Madrid in der Champions League und dem spanischen Pokalfinale muss der Ballzauberer aber mit der deutschen Nationalmannschaft auf der kleinen Fußball-Bühne gegen Kasachstan drei fest eingeplante Punkte in der EM-Qualifikation einfahren.

    Das Länderspiel in Kaiserslautern ist für Özil und Kollegen nicht mehr als ein Pflichttermin auf dem Weg zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. «Ziel ist es einfach, das Spiel zu gewinnen», sagte Özil am Mittwoch in Mainz nach der zweiten Trainingseinheit mit den DFB-Kollegen.

    Bundestrainer Joachim Löw forderte unmissverständlich, die leidenschaftlichen Fans auf dem Betzenberg mit «Spielfreude» zu begeistern und als Tabellenführer der Gruppe A den fünften Sieg im fünften Spiel perfekt zu machen. «Wir müssen nicht darüber reden, dass wir drei Punkte wollen oder Favorit sind. Wir wollen die Qualifikation weiter so erfolgreich beschreiten, so souverän», sagte Teammanager Oliver Bierhoff.

    Für den derzeit in Spanien wie Deutschland ob seiner brillanten Technik gefeierten Özil ist das ungleiche EURO-Duell gegen die Kasachen dennoch nicht mehr als eine Zwischenstation zu viel größeren Fußball-Ehren. Und derzeit gibt es niemanden, der dem Ballvirtuosen die ganz große Karriere nicht zutrauen würde.

    Für Löw ist Özil ein Stützpfeiler seiner langfristigen Titelziele. «Die ganze Welt schaut auf einen Verein wie Real als Weltmarke, und Mesut Özil zeigt dort seine außergewöhnlichen Fähigkeiten», sagte der Bundestrainer über den 22-Jährigen.

    Das schüchterne, fast scheue Auftreten ist noch nicht vollends gewichen, seit Özil im Herbst 2009 erstmals im DFB-Tross Spuren hinterließ. 22 Länderspiele, eine erfolgreiche WM in Südafrika und vor allem neun Monate in Madrid haben den gebürtigen Gelsenkirchener und ehemaligen Bremer aber schon reifen lassen - davon zeugen nicht nur die im kurfürstlichen Mainzer Schloss-Ballsaal glitzernden Brillanten in beiden Ohren.

    «Ziel ist es, einer der Besten der Welt zu werden und ich bin auf einem guten Weg», sagte Özil - für seine Verhältnisse fast schon forsch. Für die Wahl zum Weltfußballer des Jahres soll er sich eine Prämie von einer Million Euro in den Vertrag notiert haben lassen. Messi und Ronaldo sind seine Messlatte. «Ich bin ruhiger geworden, auch vor dem Tor.» Seine Stärke, die auch die sonst durchaus kritischen Real-Fans im Bernabeu verzückt, ist seine Spielästhetik. «Er hat eine Eleganz, die fast einmalig ist», lobte Bierhoff.

    Im Doppelpack mit Club-Kollege Sami Khedira taucht Özil auch beim DFB-Team gerne auf. Beim Training im Wiesbadener Drittligastadion drehen sie diese Tage stets gemeinsam ihre Runden und halten dabei gern ein Schwätzchen. «Es ist eindrucksvoll, wie sie sich bei diesem Topteam in Madrid beweisen. Das zeigt ihre Reife, ihre Klasse und die Qualität des deutschen Fußballs», sagte Bierhoff. Trainer José Mourinho sieht die rund 15 Millionen Euro Ablöse, die Real im Sommer an Werder Bremen zahlte, gut investiert, wie sich Löw in der Vorwoche bei seiner Stippvisite in Madrid direkt bestätigen lassen konnte.

    Im vergangenen Oktober vor dem Türkei-Länderspiel musste Özil wegen der Herkunft seiner Vorfahren noch spürbar ungewollt als Integrations-Musterknabe herhalten. Nun ist Fußball-Deutschland brennend interessiert, wie sich der scheue Mesut in der Madrider Glitzerwelt eingelebt hat. «Gut», ist die einfache Antwort. Nicht nur mit Khedira verbringe er viel Zeit, auch Cristiano Ronaldo oder Sergio Ramos sind neue Kumpel. «Ich bin nie allein», berichtete Özil.

    Mit der Kommunikation klappt es auch auf Spanisch mittlerweile leidlich, sagte Özil. Dass ihm im Fußball-Haifischbecken von Madrid wegen seiner großen Augen neckisch, freundlich der Spitzname «Nemo» (nach der Fischfigur aus dem Animationsfilm «Findet Nemo») verpasst wurde, habe er aber nur aus den Medien erfahren.

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