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    LondonBericht: Angeblich auch WM-Qualifikation manipuliert

    Der Fußball-Wettskandal in England könnte doch weitere Kreise ziehen als bislang bekannt. Einem Bericht des «Daily Telegraph» zufolge habe einer der festgenommenen Verdächtigen behauptet, auch WM-Qualifikationsspiele manipuliert zu haben.

    Wettskandal
    Die Premier League soll nicht in den Wettskandal verwickelt sein.
    Foto: Friso Gentsch - DPA

    Angeblich kontrolliere er ein komplettes Nationalteam aus Afrika, habe der mutmaßliche Wettbetrüger einem verdeckten Ermittler versichert. Zudem soll er geprahlt haben, auch Einfluss auf Mannschaften aus europäischen Ligen nehmen zu können, darunter Belgien und Frankreich. In Deutschland seien die Profis allerdings wegen des hohen Gehaltsniveaus nicht empfänglich für Manipulationsversuche, hieß es in dem Bericht.

    Britische Behörden hatten sechs Verdächtige im Zuge von Ermittlungen gegen ein internationales Wettsyndikat verhaftet. Bei der Aufdeckung des Skandals hat der englische Fußball-Verband (FA) nach eigenen Angaben eng mit den Behörden kooperiert. Weitere Angaben zu dem Fall machte der Verband wegen der laufenden Untersuchungen nicht. Nach einer Mitteilung der Premier League und der Football League ist keine Partie der obersten vier Spielklassen von der Manipulationsaffäre betroffen.

    Allerdings erklärte einer der Verdächtigen, der aus Singapur stammen soll, er könne mit Hilfe eines vom Weltverband FIFA lizenzierten Spielerberaters Partien in aller Welt beeinflussen. Darunter seien möglicherweise auch Spiele in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft gewesen. Zudem habe er Freundschafts-Länderspiele zum Zwecke des Wettbetrugs organisiert. Durch Geldzahlungen könne er Schiedsrichter und Profis zur Spielmanipulation bewegen.

    Bislang war bekanntgeworden, dass die nun verhafteten Männer unter dem Verdacht stehen, Spiele im britischen Fußball manipuliert zu haben. Unter den Verhafteten seien mindestens drei Spieler. Welche Mannschaften betroffen sind, war zunächst unklar. Die Zeitung verwies auf laufende Ermittlungen. Laut «Telegraph» ist es das erste Mal seit Jahrzehnten, dass Beweise für das Verschieben von Spielen für Festnahmen in Großbritannien ausreichten. Wettskandale hatten zuletzt bereits mehrere europäische Ligen erschüttert.

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