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Ferrari mit hässlichem Nasenhöcker freut sich auf "rote Saison"

Maranello - Die neue «Rote Göttin» trägt einen mächtigen Nasenhöcker. Auch Ferrari hat sich beim Design seines neuen Formel-1-Autos für die gewöhnungsbedürftige Optik mit einem Knick auf Höhe der Vorderachse entschieden.

Gewöhnungsbedarf
Von der Seite ist der Höcke deutlich zu erkennen. Foto: Epa/Ferrari
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Auf Ahs und Ohs vom Publikum musste die Scuderia bei der Internet-Enthüllung verzichten, nachdem die feierliche Zeremonie 24 Stunden zuvor wegen anhaltender Schneefälle und eisiger Temperaturen in Maranello abgesagt worden war. Dafür schickte Präsident Luca di Montezemolo per Videobotschaft kämpferische Worte an die Konkurrenz: «Das wird eine rote Saison.»

Kein anderes Team hat sich bislang für eine derart drastische Nasenvariante entschieden. Das Team selbst gab zu, dass der Höcker nicht gerade «ästhetisch» sei. «Er sieht sehr anders aus als in den vergangenen beiden Jahren», meinte der spanische Pilot Fernando Alonso. Stallkollege Felipe Massa fand den Wagen insgesamt «aggressiv». Beim Sozialnetzwerk Facebook reichte die Palette der Kommentare von «großartig» bis «hässlich». «Ich hoffe, er ist schnell, denn schön ist er mit Sicherheit nicht», meinte ein User.

Optik ist ja nicht alles, aber wenn es danach ginge, hätte McLaren wohl die (schönere) Nase vorne ...

Schönheit liegt aber auch in der Formel 1 im Auge des Betrachters. «Für mich ist ein hässliches Auto letztlich eines, das nicht gewinnt und ein schönes ist eines, das gewinnt», betonte Ferrari-Chefdesigner Nicolas Tombazis. Ebenso wie Caterham und auch Force India mit dem deutschen Rennrückkehrer Nico Hülkenberg wählte die Scuderia den markanten Nasenknick.

Mit-Herausforderer McLaren glich den reglementierten Höhenunterschied zwischen Chassis und Nasenspitze hingegen mit einem geschwungenen Übergang aus, der auf den ersten Blick deutlich eleganter wirkt. Welchen Weg Design-Guru Adrian Newey für den neuen Red Bull von Doppelweltmeister Sebastian Vettel wählte, wird am kommenden Montag feststehen, wenn der RB8 um 13 Uhr ebenfalls via Internet präsentiert wird.

Ausgebremst
Der Winter verhindert eine ordentliche Ausfahrt von Fernando Alonso (r) und Felipe Massa. Foto: Epa/Ferrari
DPA

Am Dienstag fahren die Top-Autos dann erstmals gemeinsam auf die Strecke - mit Ausnahme des neuen MercedesAMG. Das Team um Rekordweltmeister Michael Schumacher wird den neuen Silberpfeil erst zum zweiten Test vom 21. bis 24. Februar auf dem Circuit de Catalunya vorstellen.

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