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    Frankfurt/MainVorfälle im Fußball: Bis hin zu Morddrohungen

    Auch in dieser Fußball-Saison gab es schon einige Ausschreitungen und sicherheitsrelevante Vorfälle. Diese betreffen vor allem die Spielklassen unterhalb der Bundesliga. Die Nachrichtenagentur dpa hat die auffälligsten zusammengefasst:

    Gefahr
    In deutschen Fußballstadien gibt es auch unschöne Szenen zu sehen.
    Foto: Fredrik von Erichsen - DPA

    30. Juli: Beim DFB-Pokalspiel BFC Dynamo Berlin - 1. FC Kaiserslautern stürmen 250 bis 300 BFC-Hooligans den FCK-Block und prügeln auf gegnerische Anhänger und Polizisten ein. 18 Polizisten werden verletzt, 50 Ermittlungsverfahren eingeleitet. BFC-Kapitän Amadeus Wollschläger wird beim Versuch zu schlichten, selbst bedroht und sagt: «Die sollen sich doch im Wald kloppen. Solche Idioten wollen wir hier nicht haben.» Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilt Berlin zu zwei «Geisterspielen» in der Oberliga.

    27. August: Beim Drittliga-Spiel Rot-Weiß Erfurt - SV Darmstadt 98 werden 55 Personen verletzt. Die meisten nach Angaben von Erfurts Präsident Rolf Rombach durch Reizgas. Der Fanverein aus Darmstadt kritisiert den «unverhältnismäßigen» Einsatz der Polizei mit Reizgas und Schlagstöcken.

    9. September: Bei Ausschreitungen beim Drittliga-Derby VfL Osnabrück - Preußen Münster gibt es 28 Verletzte und 35 Festnahmen. Die Partie war als Risikospiel eingestuft und von entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen begleitet worden. Fünf Polizisten werden schwer verletzt, VfL-Anhänger hatten sie mit Feuerwerkskörpern angegriffen. Beide Clubs müssen Geldstrafen bezahlen. Das DFB-Sportgericht verfügt zudem, dass Münster in zwei Auswärtsspielen auf seine Fans verzichten muss.

    16. September: In der Zweitliga-Begegnung Eintracht Frankfurt - Hansa Rostock muss die zweite Halbzeit wegen Feuerwerkskörpern im Gästeblock verspätet angepfiffen werden. Bei Ausschreitungen nach dem Spiel nimmt die Polizei 24 Fans in Gewahrsam. Rostock muss zwei Auswärtsspiele unter Ausschluss seiner Anhänger austragen und beiden Gegnern jeweils 25 000 Euro für ausgefallene Zuschauereinnahmen bezahlen.

    18 September: In der Berliner Senioren-Landesliga zwischen Medizin Friedrichshain und dem TSV Helgoland wird Schiedsrichter Gerald Bothe schwer verletzt. Nach einem Faustschlag eines Spielers, der Gelb-Rot gesehen hatte, verschluckt er seine Zunge. Ein anderer Spieler, der Sanitäter ist, rettet ihn. Bothe hat zwei Blutgerinnsel im Kopf.

    26. September: In der Zweitliga-Partie Dynamo Dresden - Frankfurt entrollen Eintracht-Anhänger ein großes Banner mit der Aufschrift «Bomben auf Dynamo». Die Fans spielten damit auf die Zerstörung Dresdens bei den Bombenangriffen im Februar 1945 mit rund 25 000 Toten an. «Das ist unfassbar und kopflos. Eine Verunglimpfung all derer, die die Wirren des Krieges erlebt haben», sagt Dresdens Sportbürgermeister Winfried Lehmann. Der DFB ermittelt.

    30. September: Christian Hock, Trainer des Regionalligisten Hessen Kassel, berichtet über Morddrohungen via Internet. «So etwas habe ich mir nie vorstellen können. Wir machen das hier, weil wir Fußball lieben, weil wir Fußball spielen wollen und weil wir Fußball leben», sagt der 41-Jährige. «Ich als Familienvater kann so etwas absolut nicht tolerieren und nur auf das Schärfste verurteilen.» Im Training ist ein Sicherheitsbeamter vor Ort, die Polizei ermittelt.

    2. Oktober: Beim A-Jugend-Spiel TuS Dotzheim - VfR Wiesbaden wird dem 17 Jahre alten Schiedsrichter Daniel Neugebauer mit der Faust ein Zahn ausgeschlagen. Übeltäter ist ein VfR-Spieler, der die Rote Karte erhalten hatte. Der Referee rettet sich in die Kabine, dabei versucht ihn ein weiterer Spieler zu treten.

    9. Oktober: Bei zwei Kreisliga-Spielen in Dortmund kommt es zu Schlägereien. Ein aus Guinea stammender 19-jähriger Spieler des TSC Eintracht Dortmund wird mit fremdenfeindlichen Sprüchen und nach dem Abpfiff von gegnerischen Spielern mit Tritten und Faustschlägen attackiert. Auf dem Fußballplatz des TuS Eichlinghofen prügeln sich Spieler, Trainer und Betreuer - nach Polizeiangaben bis zu 25 Personen.

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