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    FrankfurtWieder Diskussion um Elfmeter bei der Eintracht - Sorgen um Trapp

    Dieses Mal hatte die Eintracht Glück mit dem Schiedsrichter. Doch freuen wollte sich darüber niemand, der Ärger über die Fehlpfiffe in den Spielen zuvor sitzt noch tief. Immerhin rettete die Eintracht gegen den Nachbarn aus Mainz mit viel Moral noch einen Punkt.

    Platt
    Der Frankfurter Alexander Meier (l.) und der Mainzer Torwart Loris Karius liegen am Boden.
    Foto: Arne Dedert - DPA

    Von Lars Reinefeld und Detlef Rehling

    Ausgleichende Gerechtigkeit? Daran glaubt Thomas Schaaf schon lange nicht mehr. Schließlich ist der Frankfurter Coach schon mehr als 35 Jahre als Spieler oder Trainer in der Fußball-Bundesliga aktiv. Und so konnte Schaaf der Tatsache, dass seine Eintracht am Dienstagabend beim 2:2 (1:2) im Derby gegen den FSV Mainz 05 dieses Mal von einer umstrittenen Entscheidung des Schiedsrichters profitiert hatte, wenig Positives abgewinnen. „Sie können nichts ausgleichen. Die Punkte sind weg. Das ist Fakt“, sagte Schaaf mit Blick auf die zurückliegenden Partien, in denen die Hessen klar benachteiligt worden waren.

    Dieses Mal hatten die Gastgeber Glück in der Szene in der 72. Minute, die das unruhige und vor allem nach der Pause phasenweise chaotische Nachbarschaftsduell wohl entschieden hätte. WM-Referee Felix Brych hatte nach einem Foul von Frankfurts Keeper Kevin Trapp am Mainzer Shinji Okazaki bereits auf Strafstoß für die Gäste entschieden, als sein Assistent Stefan Lupp in den Blickpunkt rückte. Lupp meinte, ein Foul des Mainzers Daniel Brosinski an Frankfurts Bastian Oczipka gesehen zu haben, woraufhin Brych den Elfmeter wieder zurücknahm.

    Keine Chance ausgelassen, Brych zu belagern

    „Ich würde mal sagen: Gut gebrüllt, Löwe“, meinte der Mainzer Manager Christian Heidel. „Die Frankfurter haben mächtig auf die Schiedsrichter eingeredet. Ich hoffe, dass da nicht die Meckerei den Ausschlag gegeben hat.“ In der Tat hatten die Hausherren während der Partie keine Chance ausgelassen, Brych zu belagern und auf den Unparteiischen einzureden.

    Auch das trug dazu bei, dass sich Schaaf und sein Mainzer Kollege Kasper Hjulmand nach der Partie vor 44 100 Zuschauern in ihrer Analyse einig waren. „Es war ein sehr unruhiges Spiel ohne klare Linien“, gaben die beiden Trainer zu Protokoll und sahen darin den größten Ansatzpunkt für Korrekturen mit Blick auf die folgenden Spiele. „Wir geben den Ball noch zu schnell her“, monierte Schaaf, der dennoch nach wie vor mit erstaunlicher Begeisterung von seiner neuen Mannschaft redet. „Das Gute an den Jungs ist, dass sie nicht nachlassen und eine riesige Einsatzbereitschaft an den Tag legen.“

    Auch gegen die spielerisch reiferen Mainzer steckte die Eintracht nie auf. Selbst, als sie nach eigentlich überlegen geführtem Spiel kurz vor der Pause plötzlich durch die Treffer von Jonas Hofmann (41. Minute) und Okazaki (44.) mit 0:2 hinten lag, steckte sie nicht auf. Der Anschlusstreffer durch Alexander Meier in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gab neuen Schwung, den Haris Seferovic allerdings erst acht Minuten vor dem Ende zum verdienten Ausgleich nutzen konnte.

    Insgesamt konnten die in der Liga weiter ungeschlagenen Mainzer mit dem Resultat besser leben als die nun seit dem Auftakterfolg gegen Freiburg sieglosen Frankfurter. „Wir haben jetzt neun Punkte und das mit drei Auswärtsspielen. Damit bin ich sehr zufrieden“, sagte Heidel. Die Eintracht beklagte in Torhüter Trapp (Knöchel) und Mittelfeldspieler Aleksandar Ignjovski (Wade) hingegen zwei weitere Verletzte. Auch deshalb hatte Schaaf seine Stirn in Falten gelegt, als er das Stadion verließ.

    Mainz 05
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