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    Offensive nicht gerade üppig ausgestattet

    Die personelle Situation des FSV Mainz 05 nach dem letzten von insgesamt zehn Testspielen in der Saisonvorbereitung: Anthony Ujah fehlen die Belege - Neuzugänge müssen sich noch an Startelf heranarbeiten.

    Neuzugang Junior Diaz (rechts, im Duell mit Sandhausens Stürmer Regis Dorn) offenbarte in der letzten Testpartie des FSV Mainz 05 in dieser Vorbereitung noch viele Mängel in seinem Spiel.
Foto:  rscp
    Neuzugang Junior Diaz (rechts, im Duell mit Sandhausens Stürmer Regis Dorn) offenbarte in der letzten Testpartie des FSV Mainz 05 in dieser Vorbereitung noch viele Mängel in seinem Spiel.
    Foto: rscp

    Insgesamt neun Wochen Saisonvorbereitung nähren sich ihrem Ende. In drei Tagen steht für den FSV Mainz 05 das erste Pflichtspiel der neuen Spielzeit auf dem Programm. Am Sonntag (20.30 Uhr) trifft die Mannschaft von Thomas Tuchel in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den Oberligisten SG Roßbach/Verscheid. Am Samstag drauf wird's dann richtig ernst: Bundesligastart beim SC Freiburg.

    Die Zufriedenheit, die der 05-Trainer und dessen Umfeld in den vergangenen Wochen an den Tag legten, hat ausgerechnet zum Abschluss der Testspielserie einen Knacks erlitten. Die erste Niederlage im zehnten und letzten Freundschaftsspiel des Sommers hat den Verantwortlichen gar nicht gefallen. Denn das 0:1 beim Zweitliganeuling SV Sandhausen deckte auf, dass der wenig veränderte Kader sich zwar nicht erst finden muss wie im vergangenen Jahr. Tuchel scheint ähnlich wie vor zwölf Monaten noch weit davon entfernt, aus einem Fundus von 20, 22 Profis schöpfen zu können, die taktisch, physisch und mental auf einem vergleichbaren Level liegen.

    Einschätzung fällt schwer

    In Sandhausen sollten jene Profis, die zuletzt aus diversen Gründen selten zu den Startern gehörten, Belege liefern, sich anbieten, dem Trainer aufdrängen. Das funktionierte nicht. Nun ist dies ein Phänomen, das oft auftritt. Fehlen die Leistungsträger, gelingt es in solchen Testspielen zwar bisweilen Einzelnen, positiv auf sich aufmerksam zu machen. In der Breite geschieht dies jedoch selten. Das war in der Partie beim Zweitligisten nicht anders. Einschätzungen des wahren Leistungsvermögens der 05er gut eine Woche vor dem Bundesligastart fallen derzeit schwer. Das wird auch nach dem Pokalspiel in Koblenz noch so sein.

    Aber was fällt auf? Eric-Maxim Choupo-Moting und Nicolai Müller bestätigten erneut ihre Kandidatur für die Startelf. Marcel Risse ist nach neun Monaten Fußballpause ein Mann für Kurzeinsätze. Das dürfte auch für Neuzugang Chinedu Ede gelten, dessen Leistungskurve zuletzt ebenso nach oben wie nach unten ausschlug. Auf welcher Position der Ex-Berliner eine Verstärkung fürs Team sein kann, muss Ede erst zeigen.

    Ujah fehlen die Belege

    Aktuell ist Adam Szalai der einzige Zentrumsstürmer mit Bundesliganiveau. Zwar bescheinigen die Trainer Anthony Ujah erhebliche Fortschritte in Taktik und Physis, doch der Nigerianer bleibt Torerfolge gegen höherklassige Gegner schuldig. Ein Treffer in Koblenz, vier Tore beim 13:0 gegen eine Nahe-Kreisauswahl, eins beim FSV Frankfurt dienen nicht gerade als Empfehlung. Zumal Ujah in zu vielen Testspielen zu wenig zeigte.

    Tuchel muss sich also darauf verlassen, dass Szalai fit und in Form bleibt und muss auf seine stark auftretende Offensivreihe dahinter bauen. Choupo-Moting, Andreas Ivanschitz, Nicolai Müller, eventuell Risse, eventuell Ede. Alle können Tore schießen. Dennoch: üppig ist diese Auswahl nicht. Petar Sliskovic wurde gewogen und für zu leicht befunden, wird wohl noch wechseln. Mohamed Zidan, der Türjäger der Rückrunde, der diesen Offensivkreis aufwertete, ist weg. Genauso wie Sami Allagui, der den Nachweis seiner Torgefährlichkeit in der Bundesliga nachgewiesen hat.

    Noch ist Zeit bis zum Ablauf der Transferperiode (31. August). Vielleicht denken Tuchel und Christian Heidel nach dem Einstieg in die Saison noch um und schnappen sich doch noch einen zusätzlichen Angreifer.

    Im zentralen Mittelfeld und der Abwehrreihe hat der 05-Trainer keine Besetzungsnöte: Julian Baumgartlinger war bislang der Profi, der sich am weitesten präsentierte. Eugen Polanski und Elkin Soto hatten wegen ihres verspäteten Einstiegs ins Training etwas Rückstand. Beide Spieler sind jedoch gewiefte Routiniers, die sich die Form über Einsatzzeiten in der Bundesliga holen.

    Noveski und Kirchhoff gesetzt

    Marco Caligiuri hat einen sehr starken Eindruck in der Vorbereitung hinterlassen. Der 26-Jährige, in Sandhausen als Notnagel auf der Sechs eher weniger überzeugend, strotzt jedoch vor Kraft und Spielfreude. Caligiuris Vielseitigkeit könnte ihm einen Startplatz sichern. Wahrscheinlich als linker Verteidiger. Denn Radoslav Zabavnik fehlt wegen eines Muskelfaserrisses. Neuzugang Junior Diaz wird sich erst herankämpfen müssen. Die Vorstellung des Costa-Ricaners in Sandhausen war alles andere als bundesligareif. Diaz deutet Stärken an, sein Spiel ist jedoch Mängel behaftet. Im Abschlusstest überlief der kleine Marcel Busch den erfahrenen 05-Verteidiger gleich mehrfach problemlos. Diaz hat noch Probleme mit dem taktischen Positionsspiel und neigt häufig zum Foul als Stilmittel.

    Nikolce Noveski und Jan Kirchhoff dürften als Innenverteidiger gesetzt sein, Niko Bungert scheint derzeit einen leichten Vorteil als Rechtsverteidiger vor Zdenek Pospech zu haben. Bo Svensson steht nach langer Verletzungspause als Ersatz in der Abwehrzentrale jederzeit zur Verfügung. Heinz Müller soll heute wieder ins Training einsteigen. Christian Wetklo wird die Mainzer deshalb wohl als Torhüter in die Pokalrunde und die Bundesliga führen.

    Jörg Schneider

    Mainz 05
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