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    MainzMainz 05: Weiter stur an der Qualitätsschraube drehen

    Den Waggon zurück aufs Erfolgsgleis zu setzen, das ist im Fußball zuweilen hartes Brot. Das ist eine Mischung aus unabdingbarer Qualität und manchmal sehr banalen Zufälligkeiten. Qualität hat der FSV Mainz 05 beim 0:0 im Berliner Olympiastadion in vielen wichtigen Teilbereichen aufs Feld gebracht.

    Die Mainzer Abwehr um Kapitän Nikolce Noveski (links) gestattete dem Berliner Stoßstürmer Ramos nicht einen einzigen Torschuss. Marco Caligiuri (rechts) war im Mittelfeld ein laufstarker und aggressiver Pressingarbeiter und Antreiber. 
Foto: dpa
    Die Mainzer Abwehr um Kapitän Nikolce Noveski (links) gestattete dem Berliner Stoßstürmer Ramos nicht einen einzigen Torschuss. Marco Caligiuri (rechts) war im Mittelfeld ein laufstarker und aggressiver Pressingarbeiter und Antreiber.
    Foto: dpa

    Das Siegtor wollte (noch) nicht fallen.Am morgigen Mittwoch (19 Uhr) ergibt sich in einem ultimativen Entscheidungsspiel die nächste Gelegenheit, dem guten Spiel auch das positive Ergebnis hinzuzufügen: DFB-Pokal, zweite Runde, beim Bayern-Bezwinger und Bundesligavierten Hannover 96. Da mag es nach 120 Minuten ein Remis geben, am Ende wird eine Mannschaft den Rasen als Gewinner verlassen.

    Sinne schärfen für Entscheidung

    Zufälligkeiten lassen sich bekanntlich nicht trainieren. Von daher sagte Thomas Tuchel nach dem 0:0 bei Hertha BSC, nach dem achten Spiel hintereinander ohne Sieg: "Ich kenne keinen anderen Weg als eine gute Leistung." Gut möglich, dass diese Ko-Partie in Hannover auch die Sinne dafür schärft, noch mehr Willenskraft in die entscheidenden Momente zu investieren - und das ist der letzte Kontakt vor dem gegnerischen Kasten, der Torabschluss.

    Fast alle anderen Teilbereiche bearbeiteten die 05-Profis in Berlin auf einem sehr guten Niveau. "Wir waren sehr achtsam im eigenen Ballbesitz, wir waren dominant in den Zweikämpfen, im Raum und im Passspiel", erklärte der Mainzer Chefcoach. "Und wir haben die Konter früh unterbunden."

    Eine Aufgabe, die auch gegen den Umschalt- und Effektivitätsexpress aus Hannover auf dem Programm stehen wird. Die Elf von Mirko Slomka bezwang am Sonntagabend den Spitzenreiter FC Bayern mit einer kümmerlichen Ballbesitzzeit von 37 Prozent. 2:1 hieß es am Ende.

    96: Viele glückliche Momente

    Auch so gewinnt man zuweilen Spiele: Ein merkwürdiger Strafstoß zum 1:0, ein harmloser, dann aber utopisch abgefälschter Schuss zum 2:0, Überzahl ab der 28. Minute wegen einer Roten Karte gegen Bayern-Innenverteidiger Jerome Boateng nach einem Bruststupser inmitten eines Rudels, Glück bei einem Lattenschuss von Toni Kroos und einem Pfostenschuss von Bastian Schweinsteiger, dazu eine glänzende Torhüterleistung vom 96er Ron-Robert Zieler. Kann man sich eine derartige Ansammlung von günstigen, glücklichen Momenten erarbeiten, verdienen? Darauf gibt es keine seriöse Antwort.

    Ein Trainer hat mal gesagt: Es gibt im Fußball nur einen Moment, in dem Arroganz hilfreich ist - und das ist eine längere Misserfolgsphase. Wobei Arroganz in diesem Fall zu interpretieren ist als eine ausgeprägte mentale Sturheit, die die Überzeugung hochhält, dass die von Trainer und Spieler beeinflussbare fußballerische Qualität irgendwann wieder Siege bringt.

    Gute Leistungen seit Wochen

    "Wir spielen seit vier Wochen einen guten bis sehr guten Ball", sagte Tuchel in Berlin. "Dass so eine Leistung wie in Berlin möglich ist, dafür gebührt der Mannschaft ein dickes Kompliment. Wir haben die Präsenz und die Mentalität, das zu erzwingen." Der Trainer sieht eine gute Entwicklung. "Es wird von Woche zu Woche besser. Wir sind noch einen Schritt weiter zusammengerückt, auch im Training sind wir nach vorne gekommen."

    Thomas Tuchel wird mit seinem Kader weiter an der Qualitätsschraube drehen. "Wir waren dominant und haben dem Gegner nicht die Nähe zu unserem Tor gestattet", analysierte der 05-Vordenker in Berlin. "Und wir sind auch nach vorne durchgekommen." Zwei Riesenchancen für Elkin Soto und Andreas Ivanschitz, "und eine Chance hat uns der Schiedsrichter weggepfiffen". Das war jene Szene, als Nikolai Müller frei hätte davonsprinten können, der Linienrichter aber irrtümlich die Fahne hochriss.

    "Ich werde nicht müde, den Spielern zu vertrauen und in den positiven Dingen zu halten", betont Tuchel. Nicht alles sei erklärbar und trainierbar. Einem im Abschluss erfolglosen Stürmer helfe letztlich nur das Torerlebnis. Das gilt im Mainzer Kader für: Sami Allagui, Maxim Choupo-Moting, Nikolai Müller, Marcel Risse, Anthony Ujah, Zoltan Stieber - und vor allem auch für Spielmacher Andreas Ivanschitz, der lässig fünf, sechs Saisontore stehen haben könnte nach seinen vielen vergebenen Großchancen.

    Siegeswillen im DFB-Pokal

    Natürlich könnten auch die seitlichen Flanken besser kommen. "Die Jungs machen das nach bestem Wissen und Gewissen", sagt der Übungsleiter. Das steht am Bruchweg außer Frage. Tuchels Vorschau: "Wir haben den absoluten Willen, am Mittwoch in Hannover zu gewinnen." Reinhard Rehberg

    Kommentar: 16 Spiele ohne Sieg sind 05-NegativrekordBallbesitz will Thomas Tuchel niemals aufgeben
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