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    Japanischer Kettenhund für Torjäger Zidan?

    Der FC Augsburg, der an diesem 26. Spieltag der Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr) den FSV Mainz 05 empfängt, wird es wohl wie schon vor einer Woche beim 0:0 gegen Borussia Dortmund mit der Manndeckung versuchen.

    05-Coach Thomas Tuchel (rechts) war einst Jugendspieler und Chefausbilder beim FC Augsburg. Sami Allagui könnte den gesperrten Adam Szalai ersetzen. 
Foto: Eßling
    05-Coach Thomas Tuchel (rechts) war einst Jugendspieler und Chefausbilder beim FC Augsburg. Sami Allagui könnte den gesperrten Adam Szalai ersetzen.
    Foto: Eßling

    Der FC Augsburg, der an diesem 26. Spieltag der Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr) den FSV Mainz 05 empfängt, wird es wohl wie schon vor einer Woche beim 0:0 gegen Borussia Dortmund mit der Manndeckung versuchen.

    Das Vorrundenspiel gegen den FC Augsburg verloren die 05er in der Coface-Arena ausgesprochen unglücklich mit 0:1. Auch, weil dieser Mainzer Treffer von Außenstürmer Nicolai Müller gegen Keeper Simon Jentzsch wegen vermeintlicher Abseitsstellung vom Schiedsrichter nicht anerkannt wurde.
Foto: dpa
    Das Vorrundenspiel gegen den FC Augsburg verloren die 05er in der Coface-Arena ausgesprochen unglücklich mit 0:1. Auch, weil dieser Mainzer Treffer von Außenstürmer Nicolai Müller gegen Keeper Simon Jentzsch wegen vermeintlicher Abseitsstellung vom Schiedsrichter nicht anerkannt wurde.
    Foto: dpa - picture alliance / dpa

    Noch rangiert der FSV Mainz 05 in der Auswärtstabelle der Fußball-Bundesliga "nur" auf Rang 14. Mit zehn Punkten aus 12 Auftritten in fremden Stadien. Diese zehn Zähler resultieren aus einem Sieg und sieben Remis. Bei vier Niederlagen. Was zeigt, dass die Mannschaft von Thomas Tuchel auch auswärts zumindest schwer bezwingbar ist. "wir haben für unsere guten Leistungen zu wenige Siege bekommen", sagt der 05-Coach vor dem Auftritt beim FC Augsburg an diesem Samstag (15.30 Uhr). "Aber die Siege werden kommen. Wir gehen unseren Weg weiter."

    Die Aufgabe in Augsburg ist interessant und spannend. Weil die Gastgeber am vergangenen Wochenende dem Deutschen Meister Borussia Dortmund mit einer eindrucksvollen Lauf- und Kampfleistung ein 0:0 abgerungen haben. Dennoch, künstlich überhöhen muss man das Team von Trainer Jos Luhukay nicht.

    FCA: Erst drei Heimsiege

    Der FCA ist in den vergangenen drei Heimspielen ohne Gegentor geblieben. Doch in acht Rückrundenspielen hat es bei fünf Unentschieden nur zu einem einzigen Drei-Punkte-Erfolg gereicht. In der kompletten Saison haben die Augsburger erst drei Heimsiege eingefahren (bei drei Remis und sechs Niederlagen). Also, ein Auftritt vor 80 000 Zuschauern in Dortmund gegen die Pressingmaschinerie der Borussia ist sicher noch unangenehmer als die 90 Minuten in Augsburg. Und beim Meister waren die Mainzer kürzlich beim 1:2 auch nicht meilenweit entfernt von einem Punktgewinn.

    "Die Heimmannschaft will ihren Stempel aufdrücken", sagt Tuchel. "Damit müssen wir klarkommen in einem Stadion, in dem es sehr laut werden kann." Wie die Augsburger gegen die Dortmunder ihren Stempel aufgedrückt haben, das ist bekannt. Mühte sich die Borussia im Aufbau und im Angriff, dann brachten die Augsburger ihre komplette Mannschaft hinter den Ball. Und dann lief der FCA die Dortmunder auf dieser holprigen Wiese in der SGL-Arena an wie eine wild gewordene Büffelherde, die eine riesige Staubwolke hinter sich herzieht. Und das in einer taktischen Variante aus dem Fußballmuseum. "Sie spielen eine kombinierte Mann-/Raumdeckung", erklärt Tuchel. "Das ist legitim."

    Sechser Hajime Hosogai (ausgeliehen von Bayer Leverkusen) etwa saß dem Dortmunder Zehner Shinji Kagawa über 90 Minuten in der Unterhose. Manndeckung über das gesamte Gelände. Der Augsburger Kampfjapaner nahm den technisch brillanten Dortmunder Japaner konsequent aus dem Spiel. Das hatte Trainer Jos Luhukay zuletzt auch schon angeordnet gegen den Berliner Spielmache Raffael und gegen den Hannoveraner Tempodribbler Jan Schlaudraff. Dass der Augsburger Trainer für die nicht mehr ganz moderne Manndeckungsoption an diesem Samstag das Mainzer Sechs-Spiele-sechs-Tore-Monster Mohamed Zidan auf dem Zettel hat, davon darf man ausgehen.

    Das bietet Tuchel nun Möglichkeiten für taktische Überraschungszüge.

    Stellt der 05-Coach den Ägypter auf die Zehnerposition, dann wird sich Hosogei mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut einer Manndeckungsmission widmen. Was auf der anderen Seite bedeutet, dass ein Augsburger Mittelfeldsechser schon mal fest gebunden wäre. Tuchel könnte Zidan aber auch als Stürmer aufbieten, dann würde Luhukay womöglich auch einen möglichen Spielmacher Andreas Ivanschitz seinen extrem bissigen Kettenhund in die Kniekehlen setzen.

    Tuchel könnte aber auch in einem flachen 4-4-2 oder in einem 4-3-3 (defensiv 4-1-4-1) auch komplett auf einen Zehner verzichten. Womöglich würde Luhukay auch einen Zidan als Angreifer in Manndeckung nehmen. Was dann die Verschiebearbeit der gesamten Augsburger Viererabwehrkette verändern würde. Spannend zu beobachten, welchem Trainer da der bessere Griff in die taktische Trickkiste gelingt.

    "Was sie gegen uns vorhaben, das wissen wir nicht, für Spekulationen sollten wir nicht zu viel Energie verschwenden", sagt Tuchel. "Wir haben klare Prinzipien, wie wir ein Auswärtsspiel bestreiten wollen. Und wir wissen, das wir in Augsburg sehr viel Qualität auf den Platz bringen müssen." Gegen den Ball und mit Ball.

    Tuchels Rückkehr zum Jugendklub

    Für den 05-Chefcoach bedeutet Augsburg eine Rückkehr. Als hoch talentierter A-Jugend-Libero gewann der aus dem nahen Krumbach stammende Thomas Tuchel mit dem FC Augsburg 1991 (3:2 im Finale gegen den 1. FC Köln) und 1992 (6:5 n.E. im Finale gegen Eintracht Braunschweig) den DFB-Juniorenpokal; einer seiner Mitspieler war Dieter Frey, der später für den FC Bayern in der Champions League auflief. Trainer dieser Teams war der große Talententdecker Heiner Schuhmann, den sich später der FC Bayern München schnappte für die Nachwuchsabteilung.

    Später Ausbildungschef beim FCA

    Bevor Tuchel 2008 als A-Juniorentrainer am Bruchweg anheuerte, leitete er beim FCA ab 2005 das Nachwuchsleistungszentrum. Als späterer Trainer der U23-Mannschaft war er beteiligt an der Entwicklung des heutigen Augsburger Mittelstürmers Stephan Hain (23). Der nach seiner läuferisch aufopferungsvollen Leistung beim 0:0 gegen die Dortmunder (da saß Jan Mölders nur auf der Bank) wohl auch an diesem Samstag gegen die 05er auflaufen dürfte.

    Tuchels Schwester sitzt an diesem Samstag in der SGL-Arena. Und im Hotel erwartete der 05-Coach gestern Abend Besuch von alten Freunden.

    Reinhard Rehberg

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