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    MainzIm Vorfeld des Bayern-Spiels: Spezieller Ansatz für einzige Partie

    Seine rauschende Talfahrt hat der FSV Mainz 05 mit dem Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim am Wochenende vorläufig gestoppt. Der Bundesliga-Spielplan will es jedoch so, dass es für die Mannschaft von Thomas Tuchel zunächst einmal weiter nach unten gehen sollte, bevor realistische Möglichkeiten bestehen, mit einem Erfolgserlebnis so etwas wie die Wende einzuleiten.

    Mit viel eigenem Ballbesitz dürfen Nicolai Müller (links, gegen Bastian Schweinsteiger) und seine Kollegen nicht rechnen bei ihrem Gastspiel in München. Der 05-Trainer bastelt an einem Ansatz für diese Partie.
    Mit viel eigenem Ballbesitz dürfen Nicolai Müller (links, gegen Bastian Schweinsteiger) und seine Kollegen nicht rechnen bei ihrem Gastspiel in München. Der 05-Trainer bastelt an einem Ansatz für diese Partie.
    Foto: Eßling

    Von Jörg Schneider

    Der 05-Coach wollte eigentlich in dieser Woche, in der ihm zehn Nationalspieler im Training fehlen, noch gar keinen Gedanken an das nächste Bundesligaspiel verschwenden. "Wir nehmen uns die Freiheit, im Moment nicht an diesen Gegner zu denken und komplett an unseren eigenen Dingen zu schrauben", sagte der 40-Jährige. Doch die Partie beim FC Bayern München am Samstag in acht Tagen in der Allianz Arena schwebt doch bereits gedanklich über der täglichen Arbeit. Also thematisierte Tuchel die Aufgabe schon einmal prophylaktisch, ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen. "Ich überlege mir noch ein paar launische Sprüche bis nächste Woche."

    Zu Saisonbeginn etwas gnädiger?

    Es habe sicherlich schon angenehmere Phasen gegeben, um sich mit diesen Bayern auseinanderzusetzen, sagte Tuchel. Eventuell zu beginn der Saison. "Da wäre das Ganze vielleicht ein bisschen gnädiger ausgefallen." Mittlerweile greifen beim Triple-Sieger Verhaltensmuster, Prinzipien und eine grenzenlos erscheinende Überzeugung. Die vergangenen Bayern-Auftritte, besonders in der Champions Legaue bei Manchester City, können einem kriselnden Team wie den 05ern schon den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Die Gefahr, dort richtig unterzugehen, erscheint im Moment groß. "Wir können ja mal im Training 16 gegen zehn spielen. Das könnte sich dann so anfühlen wie in diesem Spiel", sagte Tuchel.

    Natürlich hat sich Tuchel allein schon als interessierter Fußball-Fachmann mit Pep Guardiolas neuem Bayern-Stil beschäftigt. Dieser erinnere in jedem Fall krass an die Dominanz des FC Barcelona unter Guardiola. Bayern sei dennoch kein Abbild der Katalanen. Die Grundidee sei gleich, der FC Bayern sei aktuell jedoch noch flexibler als Barcelona es war.

    Guardiolas Grundidee lautet, immer den Ball zu haben. Dominanz, ohne, dass es zu statisch und monoton wird, analysierte Tuchel. "Gepaart mit der Bereitschaft sofort nach dem Ballverlust die Kugel zurückzuerobern. Eine große Verteidigungsleistung Sekunden nach dem Ballverlust. Der Bayern-Pep besteht auch nach Ansicht Tuchels darin, dass die ganze Geschichte auf die individuellen Möglichkeiten der Spieler zugeschnitten ist, die der neue Trainer in München angetroffen hat. "Das muss sich dann zwangsläufig von Barcelona unterscheiden, weil die Spieler andere sind. Er stellt das ganz natürlich auf andere Füße, weil seine Spieler andere Stärken haben", so der 05-Trainer.

    Gelebte Gesamtidee

    Auch die beiden Außenverteidiger stehen nicht mehr so breit und hoch wie Guardiola sie in Spanien aufstellte, eher im Halbfeld und näher dran am Geschehen. Auffallend für den 05-Coach auch die Qualität der Spielverlagerung mit Diagonalpässen, die in ihrer Qualität nahe an die Perfektion heranreichen. "Da wird eine Gesamtidee gelebt und umzusetzen versucht, in der die individuelle Qualität der Spieler eingebunden ist", lautet Tuchels Eindruck. "Dann sieht das so aus, wie es aussieht."

    Die 05er sind weit davon entfernt, die Partie bereits abzuschenken. "Was aber nicht funktioniert, und das hat nichts mit Kapitulation zu tun", sagt Tuchel, "ist der Glaube, wir fahren dahin und versuchen alles das durchzukriegen, was wir eine Woche später gegen Eintracht Braunschweig machen wollen." Sein Ansatz: "Wir trainieren unsere Dinge, unsere Prinzipien ganz intensiv und werden alles für das eine Spiel wieder auf den Kopf stellen und diesen Ansatz allerdings danach sofort wieder in die Schublade packen."

    Mainz 05 werde sich etwas überlegen für diese Partie. "Ganz einfach wollen wir es ihnen ja nicht machen", betonte der 05-Trainer. "Sie haben uns beobachtet und uns nur verlieren gesehen. Also, was soll'? Wir wollen einen Ansatz probieren, dafür die Birne frei machen, das Ganze durchziehen und dabei auf alles Glück dieser Welt hoffen."

    Mainz 05
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