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    MarburgHoffnungsvolles Debüt von Anthony Ujah

    Das Ergebnis war zweitrangig. Aber der FSV Mainz 05 hat im zweiten Testspiel dieser Sommervorbereitung den ersten Sieg gefeiert. Beim 1:0 gegen Eintracht Braunschweig feierte Anthony Ujah ein hoffnungsvolles Debüt.

    Mainz 05-Neuzugang Anthony Ujah zeigte beim Test gegen Braunschweig schöne Momente, auch wenn der nigerianische Torjäger in der 54. Sekunde haarscharf am Braunschweiger Pfosten vorbei zielte. 
Foto: Rene Schulz
    Mainz 05-Neuzugang Anthony Ujah zeigte beim Test gegen Braunschweig schöne Momente, auch wenn der nigerianische Torjäger in der 54. Sekunde haarscharf am Braunschweiger Pfosten vorbei zielte.
    Foto: Rene Schulz

    Marburg - Das Ergebnis war zweitrangig. Aber der FSV Mainz 05 hat im zweiten Testspiel dieser Sommervorbereitung den ersten Sieg gefeiert: Der Fußball-Bundesligist schlug am Freitagabend in Marburg den Zweitligaaufsteiger Eintracht Braunschweig mit 1:0 (0:0). Millionenzugang Anthony Ujah feierte ein hoffnungsvolles Debüt.

    Natürlich stand an diesem Freitagabend Anthony Ujah im Mittelpunkt. 2,5 Millionen Euro Ablöse hat der FSV Mainz 05 noch selten überwiesen für einen Zugang. Der Mittelstürmer, der am Vormittag am Bruchweg ins Training eingestiegen war nach seinem Transfer aus Norwegen, durfte sein Debüt feiern beim Testspiel in Marburg. Und es waren gerade mal 54 Sekunden von der Spieluhr runter, da hätte der nigerianische Torjäger einen außergewöhnlichen Einstand feiern können: Klassepass durchs Zentrum von Spielmacher Andreas Ivanschitz, Ujah war im richtigen Moment gestartet, machte noch zwei, drei schnelle Schritte - und dann zielte der 20-Jährige mit der rechten Innenseite frei vor dem Braunschweiger Keeper nur um wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Das war genau jene Aktion, die man auf im Internetportal Youtube schon im Dutzend bestaunen konnte: sprinten, schauen, überlegt schieben.

    "Schade, dass er da nicht getroffen hat", erklärte Kotrainer Arno Michels, der in Marburg seinen noch immer mit Grippe im Bett liegenden Chef Thomas Tuchel vertrat. "Das wäre für Anthony natürlich ein Einstand nach Maß gewesen." Ingesamt habe sich Ujah "gut und geschmeidig bewegt", er habe auch einige Bälle gehalten. Aber, so Michels: "Er hat auch ein paar Fehlpässe gespielt. Aber dieser Test war ja dafür da, dass er Spielverständnis erlangt."

    Im Anschluss an diese Blitzaktion hatte der technisch starke, sehr bewegliche und flinke Ujah eine feine Viertelstunde. Die Mainzer fanden besser ins Spiel als Eintracht Braunschweig. Der Ball lief schnell und präzise durchs Mittelfeld. Ivanschitz trat im 4-2-3-1 spielfreudig auf, der Österreicher machte Druck auf der Zehnerposition.

    In der fünften Minute nahm Ujah einen langen Ball von Ivanschitz technisch gekonnt aus der Luft an, schnelle Drehung, Abschluss mit dem linken Fuß aus 18 Metern Entfernung, aber exakt in die Torwartarme. In der 18. Minute stieg Ujah in eine Flanke von Rechtsaußen Marcel Risse, doch der Kopfball des neuen 05-Mittelstürmers hatte zu wenig Wucht. Insgesamt stimmte die Ordnung im Gefüge. Neuzugang Nico Müller kombinierte gut mit an der linken Offensivseite, der neue Außenverteidiger Fabian Schönheim stand mutig hoch und rückte immer wieder klug nach. Und im defensiven Mittelfeld fraß Neuzugang Julian Baumgartlinger auf Anhieb die Bälle neben dem spritzigen Eugen Polanski. Auch die Umschaltaktionen sahen gut aus im Zentrum, da demonstrierte Baumgartlinger seine Ballsicherheit, seine kurze Übersetzung, seinen Überblick.

    Nach etwa 25 Minuten ging den 05-Profis dann nach der knackigen Trainingseinheit am Vormittag die Luft aus. Die Schritte wurden schwerer. Und jetzt erarbeiteten sich die Braunschweiger, die bereits ihr sechstes Testspiel bestritten und die schon in 14 Tagen ihren Saisonstart haben, ein Übergewicht. Die 05er rannten sich mit müder werdenden Beinen fest am extrem eng stehenden 4-1-4-1-System des Zweitligaaufsteigers. Diese Ballgewinne nutzte das Team von Trainer Thorsten Lieberknecht zu schnellen Konterzügen. Ex-Profi Dennis Kruppke (30., 33.) scheiterte mit zwei guten Schüssen an Torwart Christian Wetklo, der insbesondere den zweiten Ball mit einer prächtigen Flugaktion im kurzen Eck hervorragend parierte. Vorausgegangen waren Stock- und Stellungsfehler der insgesamt zuverlässigen Innenverteidiger Niko Bungert und Jan Kirchhoff. Nach 35 Minuten vergab Torjäger Domi Kumbela frei vor Wetklo - musste 90 Minuten durchspielen, weil Heinz Müller wegen muskulärer Probleme nicht einsatzfähig war - die beste Torchance für den Zweitligisten. Bei dem im Mittelfeldzentrum Ex-05-Profi Damir Vrancic taktisch sehr diszipliniert auftrat.

    Die zweiten 45 Minuten durfte man aus Mainzer Sicht dann vernachlässigen. Arno Michels, wechselte eine komplett neue Elf ein. Die Abwehrreihe bestand aus jungen Amateuren plus Jungprofi Eugen Gopko als Linksverteidiger. In der Mittelfeldraute hatte Neuzugang Yunus Malli auf der Zehnerposition einige nette Aktionen. Der aus Gladbach gekommene Techniker vergab in der 71. und 77. Minute die einzigen beiden Mainzer Torchancen nach der Pause. Die Sturmspitzen Florian Heller und Deniz Yilmaz bekamen keine tauglichen Anspiele. Bis zur 83. Minute. Dann schickte Malli einen Klassepass in die Tiefe, Heller lief durch und drosch die Kugel zum 1:0-Siegtor ins kurze Eck. Die physisch deutlich fitteren Braunschweiger vergaben nach schneller Umschaltung ein halbes Dutzend tauglicher Einschussmöglichkeiten. Reinhard Rehberg

    FSV Mainz 05 (1. Halbzeit): Wetklo - Zabavnik, Bungert. Kirchhoff, Schönheim - Baumgartlinger, Polanski - Risse, Ivanschitz, N. Müller - Ujah.

    Mainz 05 (2. Halbzeit): Wetklo - Wiedmann, Meißner, Schneider, Gopko - Caligiuri - Stieber, Jeffrey - Malli - Heller. Yilmaz.

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    Mainz 05
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