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    Heidels Appell: Gemeinsam durch die Krise

    Der Manager des FSV Mainz 05 bittet die Anhänger nicht alles in Frage zu stellen und den eingeschlagenen Weg mit zu gehen - Gegen den FC Augsburg soll es am Samstag (15.30 Uhr) mit erstem Sieg in dieser Bundesligasaison klappen.

    Gemeinsam zum Sieg im Heimspiel gegen den FC Augsburg? Die 05-Profis hatten bisher wenig Anlass, mit ihren Anhängern zu feiern. Das soll sich im zweiten Heimspiel der Saison grundlegend ändern. 
Foto: Jan Hübner
    Gemeinsam zum Sieg im Heimspiel gegen den FC Augsburg? Die 05-Profis hatten bisher wenig Anlass, mit ihren Anhängern zu feiern. Das soll sich im zweiten Heimspiel der Saison grundlegend ändern.
    Foto: Jan Hübner - Huebner/Severing

    Das erste Heimspiel dieser Bundesligasaison in der Coface-Arena lieferte gleich einen Negativrekord: Noch nie zuvor füllten derart wenige Zuschauer die Tribünen des neuen Stadions wie gegen die SpVgg Greuther Fürth. 28 237 Besucher sahen die 0:1-Niederlage gegen den Aufsteiger. Ein ähnliches Szenario droht erneut, wenn am heutigen Samstag (15.30 Uhr) der FC Augsburg vor der Tür des FSV Mainz 05 steht. Es gebe noch Karten hieß es gestern lapidar bei den 05ern. Und zwar ähnlich viele wie zum gleichen Zeitpunkt vor dem Fürth-Spiel.

    Für die Verantwortlichen hat der Zuschauerrückgang zu Beginn dieser Spielzeit nicht unbedingt alleine damit zu tun, dass die Mannschaft von Thomas Tuchel mit nur einem Punkt aus drei absolvierten Begegnungen nicht sonderlich gut da steht. Für Christian Heidel hat das Ganze viel mit der Spielplangestaltung zu tun.

    2000 Zuschauer zu wenig

    "Unser Problem ist doch, dass wird in der Vorrunde bis auf Borussia Dortmund keine der Topmannschaften zu Hause haben, sagt der 05-Manager. "Das hat schon damit zu tun. Hätten wir am Anfang Dortmund, Schalke, Bremen oder das Derby gegen die Eintracht gehabt, wäre die Bude jedes Mal voll gewesen." Doch Heidel will das Ganze gar nicht schön reden: "Fakt ist, dass uns derzeit rund 2000 Zuschauer fehlen."

    In der vergangenen Runde gehört die Partie zu Hause gegen den damaligen Aufsteiger FC Augsburg ebenfalls zu den am schlechtesten besuchten Begegnungen in der Arena. 30 195 Zuschauer erlebten seinerzeit die 0:1-Niederlage. Den Minusrekord der vergangenen Runde lieferte jedoch das Heimspiel am 21. Spieltag. Gegen Hannover 96 (1:1) kamen noch 22 Zuschauer weniger als gegen die Schwaben. Unter die 30 000-Marke rutschte die Besucherzahl nie ab.

    Heidel und die 05er hoffen nun darauf, dass die Mainzer ihr Team in der aktuellen Situation kräftig unterstützen und kurz entschlossen das richtungsweisende Duell mit dem Tabellennachbarn aus Augsburg, der ebenfalls nur einen dünnen Zähler bisher hat einfahren können, ins Programm nehmen. "Es wäre schon schön, wenn wir trotz allem doch eine drei vorne stehen hätten."

    Heidel: Profis brennen aufs Spiel

    Dass der Klub mit seiner Mannschaft aktuell in einer schwierigen Situation steckt, ist dem 48-Jährigen natürlich bewusst. "Ich erlebe das Ganze aber momentan nicht so dramatisch wie andere", sagt er. Ein Pünktchen nach drei Spielen - "das ist nicht gut für die allgemeine Stimmung. So viel ist klar. Ich sehe aber die Gesamtsituation nicht so angespannt." Der 05-Manager betrachtet die Einschätzung der Lage vor allem als "emotionale Geschichte. Ich weiß, dass es der Mannschaft genauso geht und sie im Moment darauf brennt, loszulegen wie die Feuerwehr."

    Heidel appelliert deshalb an die 05-Anhänger, unabhängig von allen Schwierigkeiten, im Stadion wieder ein stärkeres Gefühl für das Team zu entwickeln("wir sind und bleiben ein Team, das nicht jedem die Kiste voll schießen kann) und Flagge zu zeigen. "Ich hoffe auf die schweigende Mehrheit. Dass diese Fans richtig laut werden und zeigen: Wir haben hier eine schwierige Situation zu bewältigen, marschieren da gemeinsam durch und fangen nicht bereits nach dem dritten Spieltag an, alles in hier in Frage zu stellen."

    Heidels Wunsch für die Partie gegen den FCA: "Lasst uns alle gemeinsam zur Mannschaft, zu Mainz 05 und den Weg, den wir gehen wollen, stehen." Dann, so der 05-Manager gebe es eine Riesenchance, den FC Augsburg im Heimspiel zu schlagen, auch wenn das nicht selbstverständlich sei.

    Der 05-Trainer hat das Rezept für den geforderten Heimsieg bereits genannt. Ein Rezept, das zu Hause immer gleich ist: Hohe Laufbereitschaft, frühes Pressing, Leidenschaft und schnelles Umschaltspiel. So schnell wie möglich versuchen, das eigene Publikum für sich zu gewinnen und nach Möglichkeit zu begeistern.

    Geduldsaufgabe ist möglich

    Dass dies auch eine Geduldsaufgabe werden kann, ist dem 05-Coach schon klar. Tuchel schätzt die Gäste als gefährlicher ein als in der vergangenen Spielzeit. "Die Augsburger haben den Klassenverbleib durch einen tollen Teamgeist und mit einer starken Mannschaftsleistung errungen. Diese Stärken hat das Team weiterhin. Addiert man dazu die guten Neuzugänge und die Erfahrungswerte aus einem Jahr Bundesliga, macht das die Mannschaft stärker."

    Das Team von jüngerem Trainerkollegen Markus Weinzierl sei eine unangenehm zu bespielende Einheit. Das merkten die Wolfsburger beim 0:0 in Augsburg und der FC Schalke 04 eine Woche zuvor trotz seines 3:1-Erfolges.

    "Die Schalker haben sich unheimlich schwer getan", so Tuchel, "klar haben sie am Ende gewonnen, aber es war kein Sieg mit Glanz und Gloria." Eine Rolle spielen darf diese ganze Theorie am Samstag nicht. "Bekannte Dinge abrufen", sagt Tuchel. "Dinge, die uns schell Sicherheit geben können. Und den Gegner mit permanentem Unterdrucksetzen in die Knie zwingen. Das ist die Aufgabe, der wir uns stellen."

    Jörg Schneider

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