40.000
  • Startseite
  • » Sport
  • » Fußball
  • » Ganz simpler Lösungsansatz: Tore schießen
  • Aus unserem Archiv

    MainzGanz simpler Lösungsansatz: Tore schießen

    Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen. Was muss der FSV Mainz 05 tun, um seine schlappe Heimbilanz aufzubessern? "Tore schießen", sagt Thomas Tuchel lapidar.

    Die Bremer kommen.
    Die Bremer kommen.
    Foto: DPA

    Mainz - Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen. Was muss der FSV Mainz 05 tun, um seine schlappe Heimbilanz aufzubessern? "Tore schießen", sagt Thomas Tuchel lapidar.

    Ein simpler, aber richtiger Lösungsansatz. Denn da liegt eindeutig der Hund begraben. Der Tabellenvierte der Bundesliga geht am heimischen Bruchweg extrem sparsam damit um, den Ball im gegnerischen Tor zu versenken. Fünf der vergangenen sechs Heimspiele hat Tuchels Mannschaft im eigenen Stadion zu Null verloren. Nur beim Sieg gegen den 1. FC Nürnberg Ende November brachten die 05-Profis Zählbares zustande.

    Jetzt steht der 21. Spieltag vor der Tür. Am Samstag (15.30 Uhr) gastiert der SV Werder Bremen am Bruchweg. Die nächste Chance also, etwas gegen diese Heimmisere zu tun. Eine Misere, die alleine aus dem Erarbeiten und Verwerten von Torchancen resultiert. Denn fußballerisch besser, kämpferisch stärker war zumindest keines jener Teams, denen ein selbst erzieltes Tor ausreichte, um drei Punkte aus Mainz mitzunehmen.

    Rein tabellarisch betrachtet müsste die Partie gegen die Bremer eine klare Angelegenheit für den FSV sein. 14 Punkte trennen Tuchels Elf vom inzwischen in den Abstiegskampf geratenen 15. "Ich kann aber nur davor warnen, den Ausschnitt der Tabelle zu nehmen, um Ergebnisse vorherzusagen. So läuft das nicht", sagt der 05-Trainer. Tuchel hat natürlich die reichlich vorhandenen Schwierigkeiten den kommenden Gegners genauestens analysiert, ist jedoch weit davon entfernt, dies auf mangelnde Qualität im Team von Thomas Schaaf zurückzuführen. "Im vergangenen Jahr habe ich gesagt, aus meiner Sicht gehört Werder zu den Top vier der Liga", erklärt Tuchel. "Ich denke, dass eine unglücklich verlaufene Saison diesen Status nicht sofort kippt. Bremen gehört vom individuellen und spielerischen Potenzial, vom Erarbeiten der Torchancen, vom Kombinationsspiel immer noch zu den Topmannschaften." Und wenn man einen solchen Gegner dieses Potenzial in einem Spiel ausschöpfen lasse, dann komme jede Bundesligaelf in Bedrängnis. "Deshalb sind die Bremer immer gefährlich."

    Doch die 05er wollen sich im Vorfeld dieser Partie weniger mit dem Gegner als mit sich selbst beschäftigen. Der 1:0-Erfolg zuletzt im Derby beim 1. FC Kaiserslautren soll als Grundlage dienen, um sich auch zu Hause wieder erfolgreicher präsentieren zu können. "Wir sind gefordert, alles in die Waagschale zu werfen. Unsere Rolle wir die sein, wie Mainz 05 Bundesliga-Heimspiele bestreitet. Egal, wer auf der anderen Seite steht", sagt Tuchel. Der Sieg am Betzenberg sei deshalb so eminent wichtig gewesen, weil eine Mannschaft, die gute Spiele abliefere, ohne sich ein positives Ergebnis abzuholen, auf lange Sicht Gefahr laufe, weniger gut zu spielen. In Lautern war der Mainzer Auftritt fußballerisch nicht so gut, aber die Ausbeute stimmte. Nach einem solchen Erlebnis spiele eine Mannschaft dann häufig auch wieder richtig gut, glaubt Tuchel.

    "Die Spieler müssen das Erlebnis wieder kriegen, zu Hause in Führung zu gehen, Tore zu schießen", so der 05-Trainer. Das lässt sich jedoch nicht einfach herbei reden, dafür muss viel getan werden. Der Trainer und dessen Profis sind überzeugt davon, dass ihnen das gelingt. Die Mainzer wollen wieder mehr aus dem eigenen Handeln kommen in diesem Heimspiel, mit viel Initiative den Gegner bearbeiten, unter Druck setzen, um Werders Potenzial nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.

    Denn eines ist den Mainzern in der Analyse des Spieltaggegners nicht verborgen geblieben: Schaafs Mannschaft lässt sich zu stark beeindrucken von Gegentoren und zwingenden Torchancen. Rappelte es im Bremer Kasten, ging zuletzt deren vorher mühsam aufgebautes Spielkonstrukt in die Brüche. Tuchels Wunschvorstellung ist ein Heimsieg als Produkt einer guten 05-Leistung. Am Personal dürfte das Vorhaben nicht scheitern, auch wenn Tuchel natürlich auf Adam Szalai verzichten muss, und Elkin Soto mit grippalem Infekt ausfällt. Doch der 05-Trainer besitzt genügend Möglichkeiten, eine veritable Startaufstellung anzubieten für den nächsten Versuch, das Dilemma am Bruchweg zu beenden. Jörg Schneider

    Die Geschichte von viel zu vielen GegentorenGanz simpler Lösungsansatz: Tore schießen
    Mainz 05
    Meistgelesene Artikel
    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Fußball Männer
    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Regionalsport Mix
    Anzeige