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    Der vierte Spieltag zeigt die Richtung an für die 05er

    Das Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg hat mittelfristige Auswirkungen auf den Verlauf der Vorrunde - Häufig gab es das noch nicht. Und vor geraumer Zeit wäre eine solche Entwicklung sowieso kaum vorstellbar gewesen: Dass eine Mannschaft des FSV Mainz 05 nach nur drei Spieltagen in der Bundesliga derart unter Druck steht und dem Zwang ausgesetzt ist, das bevorstehende Heimspiel unbedingt gewinnen zu müssen.

    In der Münchner Allianz-Arena stand Eric-Maxim Choupo-Moting (rechts, gegen Dante) meist neben sich. Im Heimspiel gegen den FCA wird von dem Stürmer mehr Durchsetzungsvermögen erwartet. 
Foto: Eva Willwacher
    In der Münchner Allianz-Arena stand Eric-Maxim Choupo-Moting (rechts, gegen Dante) meist neben sich. Im Heimspiel gegen den FCA wird von dem Stürmer mehr Durchsetzungsvermögen erwartet.
    Foto: Eva Willwacher

    Damit der Vorrunde nicht schon frühzeitig den Stempel negativer Tendenz und schlechter Stimmung aufgedrückt wird.

    Ein Punkt nach drei Spielen mit einer Heimniederlage gegen einen Aufsteiger hat die Atmosphäre rund um die Coface-Arena, die aufgrund der nicht jedem eingängigen Personalplanung des Klubs in der Sommerpause ohnehin schon recht gespannt war, zusätzlich aufgeladen. Am Samstag (15.30 Uhr) stellt sich der FC Augsburg vor. Ein Team, das ebenfalls nur einen Zähler Guthaben und sogar noch ein Tor weniger erzielt hat als die 05er mit ihren zwei Elfmetern.

    Eine Weg weisende Partie

    Vieles ist diskutiert worden nach dem 1:3 der Mainzer beim FC Bayern München. Hohe Erwartungshaltungen, fehlendes Selbstverständnis im Team und sich ausbreitende Unsicherheit, die keine Entwicklung zulässt. In der gestrigen Pressekonferenz beschrieb der 05-Trainer die Situation seiner Mannschaft sehr sachlich und realistisch. Thomas Tuchel mochte die Lage weder verharmlosen, noch wollte der 38-Jährige vor diesem heißen Duell mit den Augsburgern um den heißen Brei herumreden.

    Tuchel machte deutlich, dass den 05ern die Ernsthaftigkeit der Lage bewusst ist. Dass dieses Heimspiel eines der wichtigsten Auftritte seiner Mannschaft in dieser Vorrunde darstellt. "Das ist ein sehr, sehr wichtiges Spiel für uns. Und es ist Weg weisend", sagte der Trainer. Denn schon am vierten Spieltag dieser Saison werde etwas entschieden für Mainz 05: Die Richtung, die das Team bis zum Winter einschlägt. "Deshalb ist es sowohl kurzfristig als auch mittelfristig für uns so wichtig zu gewinnen", sagte Tuchel, der es als einen gewaltigen Unterschied empfindet für die Stimmung und die eigene Überzeugung, ob die 05er mit einem Punkt oder mit vier Zählern in die sich anschließende Englische Woche gehen. Am Dienstagabend spielen die Mainzer auf Schalke, am Sonntag drauf beim VfL Wolfsburg. "Mittelfristig heißt im Hinblick auf den Winter, wo wir uns einpendeln in der Liga und in welcher Befindlichkeit wir die kommenden Wochen bestreiten", betonte der 05-Trainer.

    Seine Aufgabe sei es in diesen Tagen, seine Profis in die Stimmung und die Mentalität zu bringen, dass sie in der Lage seien, nach der Partie gegen die Augsburger vom Platz zu gehen und stolz auf sich zu sein. "Ich bin überzeugt davon, dass uns dies am Samstag auch gelingt."

    Hilfe, wir sind überlegen!

    Der Optimismus ist unverändert groß beim Coach. Und der gründet sich darin, dass seine Profis, laut Tuchel, relativ konstant beweisen, dass dass sie die Gegner zu Hause dominieren können. Das dürfe man nun nicht ins Negative umkehren, sagte Tuchel. "Es kann jetzt nicht heißen: Hilfe, wir sind überlegen! Wir wollen diese Überlegenheit gegen den FC Augsburg endlich einmal nutzen und umsetzen. Und zwar so, dass man das in der Tabelle auch ablesen kann."

    Tuchel ist davon überzeugt, dass seiner Mannschaft gar nicht viel fehlt, um erfolgreicher zu sein. "Das ist Segen und Fluch zugleich, dass es nicht viel ist. Aus meiner Sicht fehlt uns inhaltlich nur wenig." Aber: Die Passivität, die die 05er in München offenbarten, passe nicht zu 05. In den ersten beiden Spielen habe die Mannschaft ihre Zweikämpfe deutlich gewonnen, aber die Verstärkung für die phasenweise gute spielerische Leistung sei ausgeblieben. Was den Mainzern fehlt, ist Tuchel selbst am klarsten: Das Erfolgserlebnis. Das dringend nötig ist um eine gewisse Entspanntheit im Spiel und das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu stärken. Dazu etwas von dem Klebstoff, der den Unterschied ausmache, wie sich Tuchel ausdrückt. Der Klebstoff sei das Wie. Wie sein Team über 90 Minuten eine Siegermentalität beibehalte. Wie die 05-Profis mit Verbissenheit und einem gemeinschaftlichen Durchsetzungsvermögen sich der Aufgabe stellten. Egal, wie die Tagesform sei oder wie der Gegner heiße.

    Immer wieder neu angerührt

    Dieser Klebstoff, so der 05-Trainer sei noch nie sonderlich fest gewesen. "Auch in der vergangenen Saison mussten wir den immer wieder anrühren. Mit einem Erfolgserlebnis würden wir uns da leichter tun. Wir brauchen dringend einen Klebstoff, der hält."

    Am Samstag gehe es im zweiten Heimspiel in der Coface-Arena darum, alles zu tun. Die Mannschaft sei dazu aufgefordert, auch wenn das alles nicht einfach da sei. "Am Samstag zählt es für uns ganz besonders", sagte der 38-Jährige. Er könne auf keinen Profi Rücksicht nehmen, der Trainingsrückstand oder keine Form habe. "Wir wollen die richtige Mannschaft auf den Platz bringen, die das Wie so umsetzen kann, dass wir unser erklärtes Ziel packen und am Ende als Sieger vom Platz gehen."

    Jörg Schneider

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