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    Das Bayern-Spiel war nicht notwendig, um 96 einzuschätzen

    Jan Kirchhoff im DFB-Pokal gesetzt - Natürlich hatte Mainz 05 einen Beobachter auf der Tribüne beim viel beachteten 2:1-Sieg von Hannover 96 gegen den FC Bayern München.

    Der überragende Torhüter Ron-Robert Zieler brachte die Bayern-Stürmer in der AWD-Arena zur Verzweiflung und sicherte den 96ern in der Bundesliga den viel beachteten Überraschungssieg. 
Foto: dpa
    Der überragende Torhüter Ron-Robert Zieler brachte die Bayern-Stürmer in der AWD-Arena zur Verzweiflung und sicherte den 96ern in der Bundesliga den viel beachteten Überraschungssieg.
    Foto: dpa

    Jan Kirchhoff im DFB-Pokal gesetzt - Natürlich hatte Mainz 05 einen Beobachter auf der Tribüne beim viel beachteten 2:1-Sieg von Hannover 96 gegen den FC Bayern München.

    "Wir haben aber dieses Spiel nicht gebraucht, um zu wissen, was die gut können und wie sie spielen. Das ist inzwischen bundesweit bekannt", sagt Thomas Tuchel.

    Der 05-Trainer selbst hat die Mannschaft von Mirko Slomka in deren Heimspiel gegen den SV Werder Bremen (3.2) gesehen und war auch bei einem Europapokalspiel vor Ort. "Das Bayern-Spiel war nicht notwendig, um den Eindruck zu bestätigen." Tuchel weiß, was ihn erwartet. Nicht zuletzt aus der Erinnerung vom 1:1 in Hannover am vierten Spieltag. "Das ist eine Mannschaft, die keine Leistungsträger verloren und eine ausgeprägte Gewinnermentalität entwickelt hat. Sie haben so viel Qualität, dass sie in der Lage sind, in Serie zu gewinnen."

    Beim 1:1 Ende August hatte Sami Allagui die Mainzer früh in Führung gebracht, die Mohamed Abdellaoue nach einer halben Stunde ausglich. Vor allen Dingen nach der Halbzeit waren die 05er stark unter Druck geraten, ohne allerdings, dass der Gegner die wirklich großen Chancen zustande gebracht hatte. Die lagen auf Seiten der 05er.

    Kein Stilwechsel

    Die Spielweise von Slomkas Team hat sich seitdem nicht geändert. Hannover 96, das ist hohe Laufbereitschaft, taktische Disziplin, den Gegner jagen und stellen. Und dann aus dem Umschaltspiel heraus blitzschnell kontern mit einer bemerkenswerten Abschlussquote. Dank Spielern wie Abdellaoue und Torjäger Didier Ya Konan. Das Spiel der Münchner, so Tuchel, spielte den 96ern in die Karten. "Weil man gegen die Bayern gezwungenermaßen versuchen muss, aus wenig Ballbesitz das Beste zu machen." Die große Stärke des Gegners sei dessen schnelles Konterspiel über die Flügel, mit dem die 96er binnen weniger Sekunden viel Raum gewinnen. "Und mit ihren extrem gefährlichen Stürmern zu Torchancen kommen. Ich gehe mal davon aus, dass ein Stilwechsel gegen uns nicht stattfindet."

    In der Bundesliga hielten die Mainzer den Gegner mit einem flachen 4-4-2-System in Schach. "In welchem System wir auflaufen, weiß ich noch nicht", sagt Tuchel. Er wisse nur, so der 05-Trainer, dass Jan Kirchhoff erneut gesetzt sei. Wahrscheinlich als zentraler Sechser. "Vielleicht aber auch als Innenverteidiger. Dann könnten wir wieder im 4-4-2 spielen." In einer flachen Mittelfeldviererkette sieht der Coach den 19-Jährigen nicht so gerne. Als alleiniger Sechser in der Raute beeindruckte Kirchhoff zuletzt in Berlin. "Mit der Raute können wir gegen jeden Gegner gut aussehen", glaubt der 38-Jährige, "sie bietet uns die Gelegenheit torgefährlich zu sein." Die Frage sei jedoch, ob die Raute gerade in Hannover das beste Mittel sei, weil die 96er besonders über Außen viel Druck entwickelten.

    "Wir wissen, welche Spieler wir auf dem Platz haben wollen und werden Positionen finden, in denen sie sich stark fühlen." Das taktische Grundkonzept soll im Prinzip lediglich ein Korsett sein. "In dem jedem klar ist, welche Aufgaben zu erfüllen sind und das den Spielern entgegenkommt." In einer Partie gebe es jedoch unzählige Situationen, in den sich das System verändere. "Da kommt es darauf an, was die Spieler daraus machen", erklärt der Trainer. "Wir müssen den absoluten Willen zeigen", sagt der 96-Coach, "um uns den Sieg zu holen." Er wisse, wie schwierig die Aufgabe sei. "Denn die Mainzer haben Qualität", so Slomka.

    Jörg Schneider

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