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    Coface Arena: Überwältigende Resonanz

    Mainz- Auch am Tag Eins nach der Einweihung der Coface Arena ist die Stimmung bei Mainz 05 richtig gut. Das rauschende Stadionfest hatte allen Beteiligten und den Besuchern prima gefallen.

    Foto: Bernd Eßling

    Mainz - Harald Strutz war selig. Auch am Montag noch hallte die Eröffnungsveranstaltung in der Coface Arena vom Sonntagabend beim Präsidenten des FSV Mainz 05 emotional nach. Bis 2.30 Uhr in der Nacht dauerte die Abschlussparty nach dem rauschenden Stadionfest.

    Die Musiker Rolf Stahlhofen von den "Söhnen Mannheims" und Max Mutzke sorgten für große Stimmung bei der Einweihung des VIP-Raums. Und der 05-Boss kam aus dem Händeschütteln gar nicht mehr raus. "Wir sind mit Lob überschüttet worden", so Strutz glücklich.

    "Eine wunderschöne Feier"

    "Wir hatten eine wunderschöne, eine perfekte Eröffnungsfeier", erzählte der 60-Jährige einen Tag nach dem Festakt vor 30 000 begeisterten Menschen. "Und wenn ich das gelungene Abschiedsspiel für Dimo Wache am Nachmittag dazu nehme, als ich mal wieder die Tränen nicht zurückhalten konnte, dann darf ich sagen: Das war genau der Tag, wie wir ihn uns gewünscht hatten." Und Strutz, der dem Klub seit 23 Jahren vorsteht, bekannte: "Ich habe mich schon in das neue Stadion verliebt." Die Resonanz auf die neue Arena sei insgesamt überwältigend gewesen. Wolfgang Niersbach - der DFB-Sportdirektor dürfte nahezu alle Stadien auf diesem Erdball schon gesehen haben - sei begeistert gewesen. "Eines der schönsten Stadien in Deutschland", lautete die Einschätzung von Niersbach. Er habe sich auf Anhieb wohlgefühlt in dem roten Rund, bekundete er Strutz. Peter Peters, Geschäftsführer des FC Schalke 04 und einst Bauherr der modernen "Veltins Arena", habe geschwärmt: "Tolle Atmosphäre, englisch, genau das, was den Fußball zu einem besonderen Erlebnis werden lässt." Und auch Kardinal Karl Lehmann habe persönlich gratuliert zum neuen Wohnzimmer des aufstrebenden Fußball-Bundesligisten.

    Lässt man die sportliche Seite mal noch außen vor, dann hat dieser Sonntagabend einen neuen Höhepunkt gesetzt in der 106-jährigen Geschichte des Klubs. Diese Eröffnungsfeier genügte internationalen Maßstäben. Die Coface Arena verströmte auf Anhieb ein besonderes Flair. Eng, steil, wohnlich. Und die 500 000 Euro teure Eckenverglasung, die Blicke gestattet auf die Bretzenheimer Felder und die Lichter der Stadt, kam bei vielen Gästen besonders gut an, so Strutz.

    Auch die Details hatten es den Ehrengästen angetan. Wie etwa das vom einstigen USC-Zehnkämpfer Eberhard Stroot, heute ein renommierter Künstler, entworfene riesige Perpetuum Mobile (zwei Gruppen mit je sechs Spielern, die fußballerische Szenen nachstellen) im Eingangsbereich des großen VIP-Raums. "Alle haben sich wohl gefühlt", erzählte Strutz. "Da war Stimmung in der Bude, es ging bei toller Live-Musik richtig ab. Das war eine unglaubliche Party. Mainz 05 hat sich gefeiert. Das Feedback war überwältigend."

    Möglich gemacht hätten das alle Mitarbeiter des Vereins. Was die Geschäftsführer Michael Kammerer und Dag Heydecker in den Tagen zuvor geleistet hätten gemeinsam mit ihren Mitarbeitern, "das", so der 05-Chef, "war fast schon unmenschlich, dafür können wir uns als Vorstand nur bedanken". Die Choreografie, der perfekte Ablauf, "alles hat meine Erwartungen weit übertroffen". Strutz hat die Arena tief in der Nacht mit dem Gefühl verlassen, "dass wir das Herz unserer Fans voll getroffen haben".

    Mainz 05: Nie ein Retortenklub

    Mainz 05 wolle und dürfe niemals ein Retortenverein werden, resümierte Strutz, "und ich glaube, dass wir das mit dieser nicht zu feierlichen und nie langweiligen Eröffnungsshow, in die auch viele Kinder eingebunden waren, nachhaltig unterstrichen haben". Aber der Klub sei sich auch im Klaren darüber, "dass wir das jetzt auch mit sportlichen Ergebnissen unterlegen müssen, und da habe ich das volle Vertrauen in unseren Trainer Thomas Tuchel und die Spieler".

    Begeisterung bei den Profis

    Auch die 05-Profis hatten mit großer Spanung dem ersten Auftritt in ihrer neuen Heimstätte entgegengefiebert. Die Spieler waren schon früh gekommen, um sich nichts vom Spektakel entgehen zu lassen und um ihr künftiges Wohnzimmer, den Kabinentrakt, zu inspizieren. Die Begeisterung war groß. Gestern kehrte dann am Bruchweg, dem Trainingsdomizil, wieder Ruhe und Alltäglichkeit ein.

    Nachdem nun auch der letzte Mainzer Profi seine obligatorische Eingangsuntersuchung für den Spielbetrieb abgeschlossen hat, beginnt nun die intensive Phase des Vorbereitungsprogramm. Thomas Tuchel leitete am Montag wieder beide Trainingseinheiten. Der 05-Trainer hat offenbar seine schwere Grippe überwunden. Eric-Maxim Choupo-Moting musste aussetzen. Der Neuzugang vom HSV hatte sich gleich bei seinem ersten Einsatz dem 8:0-Testspielsieg vor über 31.000 Zuschauern gegen die Mainzer Stadtauswahl, eine Kapselprellung zugezogen, musste nach kurzer Zeit schon das Spielfeld wieder verlassen und sich gestern mit ein wenig Fahrradfahren begnügen. Eugen Polanski, der wegen einer Blockade im Testspiel gefehlt hatte, kehrte in den Trainingsbetrieb zurück. Alle übrigen 05er sind fit.

    Am Donnerstag nach Flachau

    Heute steht eine Vormittagseinheit auf dem Programm. Am Nachmittag ist Fototermin für das offizielle Mannschaftsbild. Am Mittwoch trainieren nur die Spieler, die erst an diesem Wochenende eingestiegen sind. Am Donnerstag schließlich geht's zum acht-tägigen Trainingslager, das der Bundesligist auch in diesem Jahr wieder in Flachau im Salzburger Land absolvieren wird, wo bereits am Freitag der nächste Test ansteht: Ein Freundschaftsspiel beim österreichischen Zweitligisten in Grödig.

    Reinhard Reberg/ Jörg Schneider

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