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    MainzBrisante Kooperation geht gegen Vorstellungen der DFL weiter

    Im ganzen Trubel um den Bundesliga-Schlager gegen Borussia Dortmund geriet eine interessante Entscheidung des FSV Mainz 05 zur Randerscheinung. Der Bruchwegklub und "Lotto Rheinland-Pfalz" setzen ihre Kooperation bis zum Ende der Saison 2013/14 fort.

    Mainz - Im ganzen Trubel um den Bundesliga-Schlager gegen Borussia Dortmund geriet eine interessante Entscheidung des FSV Mainz 05 zur Randerscheinung. Der Bruchwegklub und "Lotto Rheinland-Pfalz" setzen ihre Kooperation bis zum Ende der Saison 2013/14 fort.

    Was auf den ersten Blick wie die Fortführung einer normalen Kooperation mit einem potenziellen Sponsor aussieht, birgt dennoch eine gewisse Brisanz. Denn Mainz 05 handelt mit dieser Partnerschaft konträr zu den Vorstellungen der DFL, deren Vizepräsident Harald Strutz Vorsitzender des Bundesligisten ist.

    Der Europäische Gerichtshof hat Anfang September Teile der Ausgestaltung des Monopol des Staates auf Glücksspiele wie Lotto und Sportwetten in Frage gestellt. In Deutschland muss das Glücksspiel deshalb neu geregelt werden. Christian Seifert, der DFL-Geschäftsführer, plädiert dafür, das staatliche Lotto-Monopol beizubehalten, aber gleichzeitig eine begrenzte Anzahl von Konzessionen an private Wettanbieter zu vergeben. Weil sich die DFL dadurch und durch eine neue Konkurrenzsituation eine deutliche Steigerung der Werbe-Erlöse verspricht.

    Außerdem möchte der Ligaverband als Organisator des Spielbetriebs an den Wetteinnahmen beteiligt werden. Seifert behauptete kürzlich in einem Interview mit dem "Handelsblatt" zudem, dass seiner Meinung nach der augenblickliche Wett-Monopolist "Oddset" in wenigen Jahren sowieso Geschichte sein werde und keine wirtschaftliche Chance habe.

    Die 05er fahren in ihrer Kooperation mit "Lotto Rheinland-Pfalz", das die DFL-Argumente für absurd hält und fürchtet, dass sich die privaten Anbieter künftig in einem rechts- und steuerfreien Raum tummeln könnten, also die gegenteilige Linie ihres Dachverbandes.

    "Lotto Rheinland-Pfalz" wird als einer der größten Sponsoren des Klubs ab der kommenden Saison in der neuen Coface Arena eine Loge in der Haupttribüne für etwa 85 Gäste mieten. Darüber hinaus haben die Partner Kommunikationsmaßnahmen vereinbart, zu denen die Vergabe des Namensrechts an der neuen,12 000 Fans fassenden Stehtribüne in der Coface Arena gehört. Diese wird, vergleichbar der Stehtribüne am Bruchweg künftig den Namen des Sponsors tragen. "Lotto" bleibt zudem 05-Partner bei dessen sozialen Engagements. Dafür sollen dem Vernehmen nach rund drei Millionen Euro in die Kasse des Bundesligisten fließen.

    "Wir zeigen mit dieser für uns unternehmerisch wichtigen strategischen Partnerschaft, dass es nicht notwendig sein muss, dass sich der Sport und seine Vereine illegalen Wettanbietern anbiedern, sondern dass das traditionell seit über 60 Jahren bewährte Modell des staatlichen Glücksspiels und Wettens eine Zukunft hat, auf die man weiter bauen kann", sagt Herbert Laubach, der Geschäftsführer des Unternehmens. "Die Partnerschaft mit Mainz 05 zeigt, dass es auch seriöse Profiklubs gibt, die an die Zukunft des seriösen und staatlichen Glücksspiels und Wettens glauben und das entsprechend dokumentieren", erklärte Laubach.

    "Wir sind sehr glücklich, dass uns Lotto Rheinland-Pfalz auf dem für die Zukunft von Mainz 05 bedeutenden Schritt in die Coface Arena begleitet", erklärte der 05-Präsident den Vereinsbeschluss. "Unsere enge Partnerschaft ist eine der Langjährigsten, sie hat sich in der Vergangenheit als sehr belastbar und fruchtbar erwiesen. Beide Seiten haben die Kooperation auch inhaltlich immer weiter entwickelt", sagte der Chef des Bundesligisten. Dies gelte insbesondere für die soziale Verantwortung, die Mainz 05 in vielen Projekten mit Unterstützung des Sponsors übernehme.

    Die Ministerpräsidenten der Bundesländer beraten im übrigen derzeit über den weiteren Weg des Glückspiel-Monopols und belichten die verschiedenen Modelle. Eine Entscheidung über die Zukunft des Glückspiel-Monopol wird im Dezember erwartet.

    Jörg Schneider

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