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    IstanbulFenerbahce-Präsident schuldig gesprochen

    Im türkischen Manipulationsskandal hat ein Gericht in Istanbul den Präsidenten des Topvereins Fenerbahce, Aziz Yildirim, und weitere Angeklagte wegen Betrugs und Bildung einer kriminellen Vereinigung zu Haftstrafen verurteilt.

    Urteil
    Aziz Yildirim (l) wurde zu einer Haftstrafe verurteilt.
    Foto: Aziz Uzun - DPA

    Yildirim, der eine Strafe von sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis erhielt, kam aber bis zu einer Entscheidung des Obersten Gerichts auf freien Fuß, berichteten türkische Medien. Yildirim muss für die Manipulation von Spielen zudem eine Geldstrafe von umgerechnet etwa 570 000 Euro zahlen. Auch drei weitere Verurteilte wurden freigelassen.

    Mehrere der insgesamt 93 Angeklagten in dem Prozess wurden zu Haft und Geldstrafen verurteilt. Sie mussten sich seit Mitte Februar wegen Spielmanipulation verantworten. Die Angeklagten waren vor etwa einem Jahr festgenommen worden. Ihnen wurde unter anderem die Gründung einer «bewaffneten Bande» vorgeworfen, die das Ziel hatte, Fußballspiele zu verschieben.

    Das Verfahren bezog sich auf bis zu 19 angeblich verschobene Spiele in der türkischen Süper Lig, und weitere Manipulationen in der zweiten Liga in der Spielsaison 2010-11. Fenerbahce Istanbul hatte sich damals erst am letzten Spieltag gegen Sivasspor den Titel gesichert. Auch diese Partie soll den Ermittlungen zufolge verschoben worden sein.

    Im Mai hatte der türkische Fußballverband (TFF) erste Strafen im Manipulationsskandal der Süper Lig verhängt, 16 Vereine aber freigesprochen. Mittelfeldspieler Ibrahim Akin von Istanbul BB sei für drei, Torwart Serdar Kulbilge von Ankaragücü für zwei Jahre gesperrt, teilte der TFF mit. Zudem bestrafte der Verband acht Funktionäre. Vom TFF von den Vorwürfen freigesprochen wurde allerdings der nun vor einem ordentlichen Gericht verurteilte Fenerbahce-Chef Yildirim.

    Der TFF hatte die Strafe für Fußballbetrug in den vergangenen Monaten deutlich aufgeweicht. So wurde eine Regeländerung beschlossen, die den Versuch von Spielmanipulationen zukünftig weniger hart bestraft. Statt einem Zwangsabstieg sieht das Reglement nun nur noch einen Punktabzug vor.

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