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    KiewUkraine mit positivem Fazit - Spanier feiern in Kiew

    In einer ersten EM-Bilanz haben ukrainische Behörden ein positives Fazit gezogen. Rund zwei Millionen Fußballfans hätten die Grenze der Ex-Sowjetrepublik überquert und damit fast doppelt soviel als erwartet, teilten die Zollbehörden in Kiew mit.

    Zufrieden
    Viele fans fanden den Weg in die Stadien.
    Foto: Andrew Kravchenko - DPA

    In den vier EM-Wochen sei landesweit kein einziger ausländischer Fan festgenommen worden, sagte Viktor Ratuschnjak vom Innenministerium. «Wir stellen mit Freude fest, dass alles bei dieser EM gut lief.»

    Die Präsidenten der EM-Gastgeberländer Ukraine und Polen, Viktor Janukowitsch und Bronislaw Komorowski, sprachen bei einem Treffen am Rande des Endspiels ebenfalls von einem positiven Turnier. «Unsere Länder standen zwar nicht im Finale, gehören aber trotzdem zu den Siegern der EM», sagte Komorowski in Kiew. Obwohl aber die Ukraine im kommenden Jahr den prestigeträchtigen OSZE-Vorsitz übernehme, sei die weitere Westintegration des Nachbarlands gefährdet, warnte er mit Verweis auf den Fall der inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko. Vor dem Treffen mit Janukowitsch hatte Komorowski mit der Opposition um Boxweltmeister Vitali Klitschko gesprochen.

    «Noch nie seit der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 standen die Tore des Landes für ausländische Touristen so weit offen», sagte der Politologe Wladimir Fessenko der Deutschen Presse-Agentur in Kiew. Die EM sei «ein wirkliches Fest» gewesen. «Für unser Land, das nicht gerade seine besten Zeiten durchlebt, war das sehr wichtig.» Die Ukrainer hätten den Ausländern ihre Gastfreundlichkeit, Offenheit und Freundlichkeit gezeigt, betonte der 53-Jährige. «Und trotz aller organisatorischen Fehler wurde das Turnier am Ende würdig vorbereitet und durchgeführt. Das zeigt das riesige Potenzial unseres großen europäischen Landes, das bei weitem nicht vollständig genutzt wird.»

    In Polen wurden während der Fußball-EM rund 600 Randalierer oder Störenfriede festgenommen. Das sei eine deutlich geringere Zahl als ursprünglich angenommen, sagte der polnische Innenminister Jacek Cichocki am Montag im polnischen Fernsehsender TVP info. «Von diesen 600 Festgenommenen müssen sich rund 200 vor Gericht verantworten - nicht jede Festnahme führte zu Anklagen», sagte er weiter.

    Allein in Polen wurden mehr als drei Millionen Menschen in den Fanmeilen gezählt. In Warschau besuchten in den gut drei Wochen des Turniers knapp 1,3 Millionen Menschen die größte Fanzone Polens - so viele wie in ganz Österreich während der EM 2008.

    Tausende spanische Fußball-Fans feierten in Kiew bis in die Morgenstunden ausgelassen und friedlich den 4:0-Sieg ihrer Nationalmannschaft im EM-Finale gegen Italien. Nach dem Schlusspfiff im Olympiastadion der ukrainischen Metropole brach im Stadtzentrum unbändige Freude aus. Allein in der Fanzone hatten in der Nacht zu Montag rund 120 000 Menschen das Endspiel verfolgt - Rekord für den EM-Co-Gastgeber. Auch Hunderte Anhänger mit italienischen sowie deutschen oder ukrainischen Trikots feierten mit.

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