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    LilleItalien mit Kater vor Spanien-Duell - Motta: «keine Angst»

    Der Dämpfer kommt für Gianluigi Buffon und Co. zur Unzeit. Ausgerechnet vor dem schweren Achtelfinal-Klassiker gegen Spanien ist Italiens EM-Höhenflug jäh gestoppt worden.

    Kämpferisch
    Thiago Motta glaubt an die Chance seines Teams gegen Spanien.
    Foto: Andy Rain - dpa

    Beim 0:1 im letzten Gruppenspiel gegen Irland zeigte die Fußball-Nationalelf eine schwache Leistung, die Euphorie nach dem Traumstart in das Turnier ist verflogen. «Fahles Azurblau. Im Achtelfinale brauchen wir eine andere Einstellung», meinte die «Gazzetta dello Sport» mit Blick auf die K.o.-Partie gegen den Titelverteidiger am Montag in Saint-Denis.

    Die erste Pflichtspiel-Niederlage unter Antonio Conte und die erste Pleite in einer EM-Vorrunde seit 2008 vermieste den Azzurri erst einmal ihre euphorische EM-Stimmung. Mit dem Selbstbewusstsein aus drei Siegen in der Vorrunde wäre das Team deutlich entspannter in die Revanche für das EM-Finale 2012 gegen Spanien gegangen. «Es reicht nicht, ein oder zwei gute Partien abzuliefern. Um zu gewinnen, muss man immer 100 Prozent geben», schimpfte Abwehrchef Leonardo Bonucci.

    Zwar änderte die Niederlage nichts mehr am Gruppensieg der Squadra Azzurra, doch vor allem in der Heimat gab es Kritik. «Erster offizieller K.o. für Conte, zehn vorbelastete Spieler. Und jetzt Spanien», schrieb der «Corriere dello Sport» mit Blick auf die Hypothek von zehn Profis, die schon eine Gelbe Karte kassiert haben und bei einer weiteren Verwarnung für ein Spiel gesperrt wären.

    Conte hatte gegen die noch ums Achtelfinale kämpfenden Iren eine B-Elf aufs Feld geschickt, sein Team auf acht Positionen verändert. Doch trotz der schwachen Leistung wollte er die Partie nicht als Negativ-Erlebnis werten. «Ich habe gute Antworten bekommen. Die, die gespielt haben, haben alles gegeben», urteilte er. «Ich denke, wir haben keine Niederlage verdient, ein Remis wäre gerechter gewesen.»

    Mit der Analyse der Fehler gegen Irland hielt sich bei den Azzurri niemand lange auf. Schon am Donnerstag begann die Vorbereitung auf die Partie gegen Spanien. «Es ist eine Niederlage, die uns auf die Nerven geht, die aber nützlich für die kommende Partie sein kann», urteilte Mattia De Sciglio. Der eingewechselte Lorenzo Insigne, der nur den Pfosten traf, versprach: «Für Spanien sind wir optimistisch.»

    Die Hoffnung der Azzurri liegt nun darin, dass das Team eine ähnliche Leistung wie beim 2:0-Sieg gegen Belgien zeigen kann, als es auch nicht Favorit war und sich auf seine Stärken Verteidigen und Kontern konzentrieren konnte. «Jetzt haben wir ein Spiel gegen einen der Favoriten. Wir sollten uns daran erinnern, von wo wir kommen. Ein Achtelfinale gegen Spanien muss uns Begeisterung geben», sagte Conte.

    Trotz ihrer Außenseiterrolle glauben die Italiener fast schon trotzig an ihre Chance gegen Spanien. «Warum sollten wir Angst haben? Die Jungs geben alles, arbeiten gut», sagte Conte. Mittelfeldspieler Thiago Motta versprach: «Wir werden versuchen, alles was wir haben, in dieses Spiel zu legen. Wir haben keine Angst vor ihnen.»

    Der Frust darüber, trotz Gruppensieges mit den Partien gegen Spanien und danach möglicherweise Weltmeister Deutschland und Frankreich oder England einen extrem schweren Weg bis ins Finale vor sich zu haben, sitzt bei den Italienern immer noch tief. «Es ist merkwürdig, Gruppenerster zu werden, dann gegen Spanien, Deutschland, Frankreich zu spielen», gab Conte verbittert zu. «Aber das sind die Regeln.»

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