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    Tolle Spanier, großartige Gastgeber und Hoffnung für die WM 2014

    Experte Jürgen Kohler zieht EM-Bilanz: So muss ein Turnier laufen, wenn du am Ende den gewünschten Erfolg haben willst. Just zum Finale haben die Spanier ihre beste Turnierleistung abgerufen. Der erneute Titelgewinn ist hochverdient.

    RZ-Experte Jürgen Kohler
    RZ-Experte Jürgen Kohler

    So muss ein Turnier laufen, wenn du am Ende den gewünschten Erfolg haben willst: Just zum Finale haben die Spanier ihre beste Turnierleistung abgerufen. Der erneute Titelgewinn ist hochverdient. Bei 100 Prozent an spanischer Leistungsstärke im Endspiel waren die Italiener chancenlos.

    Den Tifosi ist schlichtweg der Saft ausgegangen. Denn gerade in der Partie gegen Deutschland war der Laufaufwand für die „Squadra Azzurra“ groß. Und wenn du dann im Finale auf eine so ballsichere Mannschaft wie Spanien triffst, immer hinterherhecheln musst, dann macht das die Aufgabe natürlich nicht leichter.

    Ein wenig schade finde ich es schon, dass mit dem EM-Titel der Iberer ein System belohnt wurde, dass im Grunde genommen ohne richtigen Angreifer auskommt. Aber irgendwie steckt darin zweifellos auch das Erfolgsgeheimnis der Mannschaft von Trainer Vicente del Bosque. Gerade die Tatsache, dass nahezu alle Spieler torgefährlich sind – im Finale sogar der linke Verteidiger –, macht dieses Team so unberechenbar, so gefährlich. Insofern gibt der Erfolg dem gesamten Trainerstab natürlich recht.

    Ein Wort noch zur deutschen Mannschaft: Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, dass es eine Diskussion über Joachim Löw gibt. Seine Verdienste um diese Mannschaft, die sich spielerisch unheimlich gemacht hat, sind unbestritten. Auf der anderen Seite sage ich gern noch einmal: Womöglich haben es der Bundestrainer und sein Team versäumt, Reizpunkte zu setzen. Denn gerade ein solches Reizklima macht außergewöhnliche Leistungen erst möglich. Zu viel Harmonie schadet nur. Dazu bedarf es einiger Spieler, die auch mal aufbegehren, die Ärmel hochkrempeln und wachrütteln. Bei der WM 2014 gilt es, den großen Wurf zu landen. Da gibt es keine Ausreden mehr. Das Argument, es habe sich bei dem aktuellen Kader um eine junge, noch unerfahrene Mannschaft gehandelt, stimmt ja so auch nicht. Das Gros, die Leistungsträger in der DFB-Auswahl, hat bei dieser EM bereits sein viertes Turnier gespielt.

    Neben einigen Enttäuschungen in der DFB-Elf gab es aber auch Lichtblicke. Mats Hummels hat in der Defensive gute Ansätze gezeigt, hat bewiesen, dass er sehr lernfähig ist. Und ein Sami Khedira hat es in jedem Spiel geschafft, an nahezu 100 Prozent seines Leistungsvermögens zu gelangen. Das hat mir imponiert und gibt mir die Zuversicht, dass es 2014 besser läuft für die deutsche Mannschaft.

    EM-Kolumne
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