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    IngelheimBärbel Wohlleben: Erste Torschützin des Monats

    Der 8. September 1974 machte Bärbel Wohlleben zum ersten Promi des deutschen Frauenfußballs: Da haute sie im ersten offiziellen Endspiel um die deutsche Meisterschaft einen 20-Meter-Schuss direkt unter die Latte.

    Premiere
    Bärbel Wohlleben schrieb mit ihrem ersten «Tor des Monats» Geschichte.
    Foto: DPA

    Und das war nicht nur das 3:0 beim 4:0-Sieg ihrer TuS Wörrstadt gegen Eintracht Gelsenkirchen-Erle - sondern auch das erste «Tor des Monats» einer Frau in der ARD-«Sportschau». Die 67-Jährige erinnert stets daran, dass doch ihre Mitspielerin Regine Israel drei Treffer erzielte - aber ihrer war nun mal der Schönste. «Erst viel, viel später habe ich gemerkt, dass das eine Art Initialzündung für den Frauenfußball war», erzählt sie.

    Die kleine, toughe Frau aus Ingelheim in Rheinhessen ist wandelnde Frauenfußballzeitgeschichte. Zu Zeiten des Verbots kickte sie per Sondergenehmigung, die der weltoffene Vater besorgte, bei den Jungs der Spielvereinigung Ingelheim. Als 1970 der Frauenfußball erlaubt wurde, gab es dann kleinere Bälle, Partien von zweimal 30 Minuten und ein Stollenschuh-Verbot, wie sie sich heute erinnert. «Auch über einen Brustschutz machte man sich Gedanken.» Bei der TuS Wörrstadt bekam sie damals sieben Pfennig Kilometergeld für die Anfahrt zu Training und Spiel.

    Im Frankfurter Ikonenmuseum liegt derzeit in einer Ausstellung über Frauenfußball Wohllebens «Tor des Monats»-Medaille. Unweit des Blümchen-Kaffeeservices, der DFB-Prämie für die Europameisterinnen 1989. «In 1-B-Qualität», merkt sie in ihrer schlagfertig-ironischen Art an. Sie sieht aber, dass der DFB seine Frauen heute schätzt: «Präsident Zwanziger überschlägt sich ja fast für den Frauenfußball.»

    Beim WM-Eröffnungsspiel fieberte sie im Stadion mit. Sie trainiert noch drei Mädchen-Altersklassen in Ingelheim, ist jeden Tag auf dem Platz. «Draußen sein ist für mich wie mein täglich Brot.» Wenn Wohlleben mal nicht unterwegs ist, spielt sie gern Klavier in ihrer kleinen Wohnung mit Gärtchen. Trainerin will sie noch ein paar Jahre bleiben: «Ich bin noch fit.» Und Frauenfußball findet sie schöner als Männerfußball. «Die Männer spielen schneller; sie spielen aber auch viel fauler und spucken viel mehr.» Und: «Die geben oft den sterbenden Schwan.»

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