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    BochumAustralien siegt 3:2 - Diskussion um Unparteiische

    Die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen, die Leidtragenden reagierten zunächst mit stürmischen Protesten und der Weltverband sah sich nach dem 3:2 (1:1) von Australien über Äquatorialguinea zu einer schnellen Stellungnahme veranlasst.

    Im Mittelpunkt
    Torschützin Lisa de Vanna (2vl) lässt sich nach Australiens 3:1 feiern.
    Foto: DPA

    Kopfball
    Leena Khamis (l) köpft zum 1:0 für die Soccerroos ein.
    Foto: DPA

    Nach dem Spiel wurde weniger über die sportlichen Leistungen der Spielerinnen, als vielmehr über die unfassbare Fehlentscheidung der Schiedsrichterin diskutiert. Zur Verwunderung aller Fußball-Fans im Stadion übersah die Ungarin Gyoengyi Gaal in der 16. Minute ein klares Handspiel von Bruna im Strafraum. Die Norwegerin Karen Espelund, FIFA-Beauftragte des Spiels, warb um Verständnis für den Lapsus: «Es gab da eine Episode. Wir haben mit der Schiedsrichterin gesprochen. Es tut ihr sehr leid, dass sie das Handspiel übersehen hat.»

    Gratulanten
    Kaum vollstreckt, wird Khamis (2vr) von ihren Teamkolleginnen umarmt.
    Foto: DPA

    Abwehrspielerin Bruno hatte den Ball im Strafraum gefangen und mehrere Sekunden in den Händen gehalten - auf den fälligen Elfmeterpfiff warteten alle Beteiligten jedoch vergeblich. Angesichts des verdienten Erfolgs seiner Mannschaft fiel es Tom Sermanni leichter, Verständnis für die Unparteiische aufzubringen. «So etwas passiert schon mal im Fußball.» Dennoch konnte sich der australische Coach eine kritische Bemerkung zum insgesamt schwachen Referee-Niveau bei der WM nicht verkneifen: «Es gab viele Spiele, in denen solche Dinge nicht gesehen wurden. Die Schiedsrichterinnen sind nicht 100 Prozent perfekt.»

    Premiere
    Chinasa (l-r), Vania, Anonman und Dorine feiern Äquatorialguineas erstes Tor bei dieser WM.
    Foto: DPA

    Trotz des Patzers der Ungarin wahrten Australiens Fußball-Frauen die Chance auf den Einzug in das WM-Viertelfinale. Vier Tage nach der Auftaktniederlage gegen Brasilien wurde der Weltranglisten-11. seiner Favoritenrolle allerdings nur mit Mühe gerecht. Vor 15 640 Zuschauern in Bochum sorgten Leena Khamis (8.), Emily Van Egmond (48.) und Lisa de Vanna (51.) am Sonntag für den verdienten Sieg über das Team aus Westafrika. «Unser Schicksal liegt nun in unseren Händen, das ist das Positive», sagte Trainer Sermanni mit Blick auf das letzte Gruppenspiel am Mittwoch gegen Norwegen.

    Problem?
    Äquatorialguineas Torfrau Miriam (l) gestikuliert in Richtung Mannschaftsbank.
    Foto: DPA

    Zwar bot der Außenseiter um die Torschützin und künftige Potsdamerin Genoveva Anonma (21./83.) wie schon beim 0:1 gegen Norwegen eine ordentliche Vorstellung, hat aber nur noch minimale Chancen auf das Viertelfinale. «Das Wichtigste war, dass wir versucht haben, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Es ist schließlich unsere erste WM-Teilnahme», kommentierte Trainer Marcello Frigerio.

    Betrieb
    Australiens Torfrau Lydia Williams (M) behält die Übersicht im Gedränge und faustet den Ball weg.
    Foto: DPA

    Die in der Weltrangliste 50 Plätze besser platzierten Australierinnen erwischten einen Start nach Maß. Gleich die erste Chance führte zum 1:0: Khamis sorgte aus kurzer Distanz für den ersten WM-Treffer ihrer Mannschaft. Nur elf Minuten später traf die Torschützin den Pfosten. Das anschließende und nicht geahndete Missgeschick von Bruna sorgte für einen Bruch im Spiel Australiens.

    Zweikampft
    Australiens Heather Garriock (l) und Ana Cristina kämpfen um den Ball.
    Foto: DPA

    Einen groben Fehler in der Hintermannschaft des Gegners nutzte Anonma. Die erneut starke Bundesliga-Legionärin umkurvte Australiens Torfrau Lydia Williams, traf ins leere Tor und brachte ihr Team damit zurück ins Spiel. Zwar drängten die «Matildas» danach mit Macht auf den zweiten Treffer, konnten aber bis zur Pause keine der vielen Möglichkeiten nutzen.

    Entschieden
    Schiedsrichterin Gyoengyi Gaal aus Ungarn verhängt einen Freistoß.
    Foto: DPA

    Erst nach Wiederanpfiff schlug Sermannis Team aus seiner Überlegenheit Kapital. Ein Doppelschlag binnen drei Minuten sorgte für die Vorentscheidung. Das Zuspiel von Khamis nutzte Van Egmond mit einem Schuss aus zwölf Metern zur erneuten Führung Australiens. Kurze Zeit später war die zur Pause eingewechselte De Vanna zur Stelle. Der Vorsprung verleitete jedoch zu Leichtsinn. Mit ihrem zweiten Treffer sorgte Anonma nochmals für Spannung. Doch Australien brachte den Sieg ins Ziel.

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