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    Frankfurt/MainVeh weiter sauer: In der Winterpause neu aufstellen

    Trainer Armin Veh hat den Ton bei Eintracht Frankfurt in der aktuellen Krise mächtig verschärft und eine personelle Verstärkung für die Rückrunde angekündigt.

    Angefressen
    Die Niederlage gegen Darmstadt nimmt Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh sichtlich mit.
    Foto: Arne Dedert - dpa

    «Ich will keine Erklärungen mehr. Ich habe keine Freude mehr, ich kann auch keine Freude vermitteln. Sollen wir uns in den Abstieg lachen?», sagte der 54-Jährige verschiedenen Frankfurter Medien. Noch immer ist Veh von der peinlichen 0:1-Niederlage im Bundesliga-Derby am Sonntag gegen Aufsteiger SV Darmstadt 98 «richtig angefressen».

    Zu den angestrebten Verstärkungen in der Winterpause sagte der Chefcoach: «Wir werden uns neu aufstellen. Wir brauchen einen neuen Spirit.» Auch Manager Bruno Hübner sagte nach nur einem Sieg in den vergangenen elf Spielen der Fußball-Bundesliga, man werde den Resetknopf drücken - «mit frischem Blut und einer anderen Konkurrenzsituation neu starten». Bis dahin tritt der Tabellen-13. noch bei Borussia Dortmund und gegen Werder Bremen, dem Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, an.

    Veh nimmt vor allem jene Profis in die Pflicht, die er «vermeintliche Führungsspieler» nennt: «Wenn man Führungsspieler ist, muss man jetzt vorangehen», sagte er. «Ich erwarte es aber nicht von einem 19-jährigen, der es aber sogar macht.» Damit meinte der Eintracht-Coach Marc Stendera, der am 10. Dezember seinen 20. Geburtstag feiert. Von den Routiniers dürften sich unter anderem der zuletzt gesperrte Alex Meier, Bastian Oczipka, Stefan Aigner, Stefan Reinartz, Carlos Zambrano und Marco Russ angesprochen fühlen. Die beiden Letztgenannten fehlen in Dortmund wegen ihrer Gelb-Sperre.

    Irgendwann könne man als Trainer nichts mehr erzählen, so Veh, «es gibt Situationen, wo man selbst den Arsch hochkriegen muss.» Er ist immer noch «total enttäuscht» von der Pleite gegen die «Lilien» und führte die Zweikampfwerte aus dem für die Eintracht so wichtigen Spiel an: «59:41 Prozent - für Darmstadt. Bei uns zu Hause. Das kann ich nicht nachvollziehen. Dafür habe ich kein Verständnis.»

    Erneut betonte Veh, dass ein Rücktritt für ihn wie im vergangenen Jahr bei VfB Stuttgart nicht infrage komme: «Ich bin nicht müde, ich höre hier nicht auf.»

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