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    GelsenkirchenStevens-Zwischenbilanz: Wenig Glanz, viel Erfolg

    Huub Stevens gehört zum FC Schalke 04 wie die Emscher zu Gelsenkirchen. Der knorrige und zuweilen unbequeme Niederländer hat den Königsblauen 1997 mit dem UEFA-Cup-Triumph den größten Erfolg der Clubgeschichte beschert.

    «Knurrer»
    Trainer Huub Stevens ist in Gelsenkirchen sehr beliebt.
    Foto: Friso Gentsch - DPA

    Die eingefleischten Fans haben ihrem «Jahrhundert-Trainer» diesen Höhenflug nicht vergessen. Darüber hinaus schweißten die legendäre Vier-Minuten-Meisterschaft (2001) und die DFB-Pokalsiege (2001/2002) Stevens und die Anhänger des Fußball-Bundesligisten noch weiter zusammen.

    Als der in Sittard geborene Stevens den Arbeiterverein nach knapp sechs überwiegend erfolgreichen Jahren auf Schalke Richtung Hertha BSC verließ, konnten viele den Wechsel in die Hauptstadt nicht nachvollziehen. Rückblickend räumt auch Stevens ein, dass er die unterschiedlichen Mentalitäten der Menschen in Gelsenkirchen und Berlin unterschätzt habe. «Einige haben mich damals als Schalker gesehen und nicht als Trainer. Und wenn du dann auch noch keinen Erfolg hast, wird es schwer.»

    Viel mehr mochte Stevens, der nach Platz fünf in der Saison 2002/2003 im Dezember 2003 wegen Erfolglosigkeit in Berlin entlassen wurde, über seinen ehemaligen Arbeitgeber nicht sagen. Eine besondere Bindung zur Hertha habe er nicht, meinte der 58-Jährige vor seiner ersten Rückkehr mit Schalke nach Berlin am Freitagabend. Zwar war die Liaison zwischen Hertha und ihm keine große Liebe, die Stadt selbst hat für den Niederländer aber eine besondere Bedeutung, zumal sein Sohn Maikel und seine Enkelkinder dort leben.

    Nach dem krankheitsbedingten Rückzug von Ralf Rangnick übernahm Stevens Schalke am 27. September 2011 in einer schwierigen Situation. Gleichwohl begann seine zweite Amtszeit dort so vielversprechend wie seine erste endete. In 13 Pflichtspielen (bis zum Auftritt in Berlin) fuhr Stevens neun Siege ein. Von acht Bundesligapartien verlor seine Elf nur daheim gegen Kaiserslautern (1:2) und in Dortmund (0:2).

    Dass der Disziplinfanatiker und Erfinder der «Die-Null-muss- stehen»-Taktik sein Hauptaugenmerk zunächst der labilen Defensive widmete, überraschte nicht. Nur elf Gegentore in 13 Partien zeugen von einer besseren Balance und Organisation im Team um Raúl. Besonders der Einbau des unter Rangnick kaum berücksichtigten Kämpfers und überragenden Zweikämpfers Jermaine Jones auf der Sechser-Position erwies sich als kluger Schachzug.

    Auch das junge Innenverteidiger-Duo Kyriakos Papadopoulos/Joel Matip erledigt zuverlässig seinen Job. Benedikt Höwedes wurde von Stevens auf die rechte Abwehrseite beordert, wo der Schalker Kapitän zuletzt auch in der Nationalelf von Joachim Löw eingesetzt wurde.

    Dass Schalke unter Stevens, dem das Kollektiv über alles geht und der bei den Spielern stets den richtigen Ton zu treffen scheint, selten spektakulär und meist recht glanzlos agiert, stört weder Trainer, Vorstand noch Fans. Solange Stürmerstar Klaas-Jan Huntelaar trifft und Schalke gewinnt, ist alles okay.

    Und auch den Journalisten bietet sich wenig Angriffsfläche, auch wenn sie vom «Knurrer aus Kerkrade» nach unangenehmen Fragen schon mal mit bissigen Kommentaren und knappen Antworten abgekanzelt werden. Ein etwas rauer Umgangston ist im Ruhrpott aber nicht unüblich. Daran würde sich auch der von Schalke umworbene Lukas Podolski schnell gewöhnen.

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