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    Schalke-Coach Keller gelassen: Gestärkte Position

    Mönchengladbach (dpa) - Je wilder die Trainergerüchte beim FC Schalke, desto größer die Gelassenheit bei Chefcoach Jens Keller. Auch vor dem 80. Westschlager bei Borussia Mönchengladbach lässt sich Keller von Schlagzeilen über mögliche Nachfolger wie etwa Stefan Effenberg nicht aus der Ruhe bringen.

    Ruhig
    Jens Keller setzt auf seine Erfolge.
    Foto: Frank Rumpenhorst - DPA

    Keller weiß, mit jedem weiteren Sieg wächst seine Chance auf Weiterbeschäftigung. Darum gilt es für ihn, die restlichen Aufgaben möglichst erfolgreich zu bestreiten. «Ich konzentriere mich auf die Aufgaben mit der Mannschaft. Damit beschäftige ich mich, alles andere lässt mich kalt», meinte der Coach.

    Sportvorstand Horst Heldt betonte nochmals in aller Deutlichkeit, dass Keller der erste Ansprechpartner für die Cheftrainerposition in der kommenden Saison sei. «Jens Keller macht einen hervorragenden Job und genießt hohe Anerkennung im Verein», sagte Heldt. Dennoch sei es sein Job, auch mit anderen Kandidaten zu sprechen und Eventualitäten durchzuspielen.

    Mit einem Erfolg im Borussia-Park hätten die Schalker einen großen Schritt Richtung Champions-League-Qualifikation gemacht und zudem noch einen Konkurrenten weiter hinter sich gelassen. Mit mindestens drei Punkten Vorsprung auf Rang fünf würden die «Königsblauen» dann in die beiden letzten Spiele gegen Stuttgart und in Freiburg gehen.

    Der Ex-Gladbacher Roman Neustädter, der erstmals mit seinem neuen Club nach Mönchengladbach zurückkehrt, warnt vor seinem ehemaligen Team. «Wir dürfen den Gladbachern nicht ins offene Messer laufen», sagte der Mittelfeldspieler. Mit dem 4:1-Sieg gegen den Hamburger SV habe man eine Menge Selbstvertrauen getankt. «Wir haben es selbst in der Hand, am Ende den vierten Platz zu erreichen.»

    Verzichten müssen die Schalker neben fünf Ausfällen wohl auch weiterhin auf Jefferson Farfan, der nach seinem Muskelfaserriss am Donnerstag erstmals mit der Mannschaft trainieren sollte. Marco Höger kehrt nach Gelbsperre in den Kader zurück.

    Für die Gladbacher, die sich in der vergangenen Saison Platz vier sichern konnten, geht es im seit Wochen ausverkauften West-Derby wohl schon um die letzte Chance auf einen internationalen Startplatz. «Am Freitag schaut die ganze Liga nach Gladbach. Wir werden alles daransetzen, ein gutes Spiel zu zeigen und versuchen Schalke zu bezwingen», meinte Borussias Sportdirektor Max Eberl. Dabei muss Trainer Lucien Favre Mittelfeldspieler Havard Nordtveit (Grippe) ersetzen.

    Bei fünf Punkten Rückstand auf Schalke ist der vierte Platz für die Gastgeber wohl nicht mehr zu erreichen, auf Platz sechs ist es allerdings nur ein Punkt. Für die Borussen spricht die Heimstärke. Seit neun Heimspielen sind die Gladbacher unbesiegt. Doch zuletzt gab es eine abenteuerliche Achterbahnfahrt. In den letzten sechs Partien folgte jedem Heimsieg direkt eine Auswärtsniederlage.

    «Schlagen wir die Schalker, wäre das ein großer Schritt Richtung Europapokal», meinte Flügelflitzer Patrick Herrmann. Im Gespräch mit dem Fachmagazin «kicker» stellte der Borussen-Profi seine Vertragsverlängerung über 2015 hinaus in Aussicht. «Es sieht gut aus. So viel kann ich sagen. Fix ist die Sache allerdings noch nicht», sagte Herrmann.

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