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    ZuzenhausenNeuer Hoffenheimer Manager Müller: «Ehrgeizige Ziele»

    Andreas Müller hat als neuer Manager der TSG 1899 Hoffenheim die vom Club angestrebte Europa-League-Teilnahme noch nicht abgeschrieben.

    Zielsetzung
    Der neue Manager von 1899 Hoffenheim, Andreas Müller, kommt in Zuzenhausen zu einer Pressekonferenz.
    Foto: Uwe Anspach - DPA

    «Ich denke schon, dass wir ehrgeizige Ziele haben. Lassen Sie uns mal in Ruhe arbeiten, dann kommen wir schon da hin, wo wir hinwollen», sagte der 49-Jährige bei seiner Vorstellung am Donnerstag im Trainingszentrum in Zuzenhausen. Der Ex-Manager von Schalke 04 erhält beim Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014. Den Vorwurf der Vetternwirtschaft beim einstigen Dorfclub konnten die Verantwortlichen nicht entkräften.

    Geschäftsführer Alexander Waldi bestätigte einen Bericht der «Bild»-Zeitung, wonach der Heidelberger Geschäftsmann Jürgen Harder, Freund von 1899-Mäzen Dietmar Hopp und Lebensgefährte von Ex-Schwimm-Star Franziska van Almsick, den Kontakt zu Müller hergestellt habe. «Das ist einfach ein privates Netzwerk. Er ist bekannt mit Herrn Hopp», erklärte Waldi.

    Er bestritt aber, dass Spielerberater Roger Wittmann von der Agentur Rogon, dem Kritiker eine zu große Machtfülle in Hoffenheim und Nähe zu Hopp vorwerfen, an der Verpflichtung des neuen Managers beteiligt war: «Roger Wittmann war nicht eingebunden in dieser Geschichte. Er hat keine Rolle gespielt bei der Verpflichtung von Andreas Müller.»

    Der neue Manager selbst erklärte, er habe zuletzt zu seiner Schalker Zeit, wo er im März 2009 entlassen wurde, Kontakt zu Wittmann gehabt. Gleichzeitig sagte der gebürtige Stuttgarter, dass ihm Wittmann dieser Tage zu seinem neuen Job gratuliert habe.

    In Fanforen beklagten sich 1899-Anhänger vehement über den Einfluss Wittmanns, der unter anderem die Profis Sejad Salihovic, Tobias Weis und Tim Wiese betreut. Hoffenheims Ex-Manager Ernst Tanner hatte in einem Interview kritisiert: «Ich glaube, dass es in dieser Konstellation auf Sicht nicht gut gehen kann, weil der Verein letztlich autonom bleiben muss. Er muss selber entscheiden können und darf sich nicht in die Abhängigkeit irgendwelcher Berater geben.»

    Der 45-Jährige kritisierte auch den Schlingerkurs Hopps und seines Clubs. «Wir hatten zuletzt einen ganz anderen Auftrag. Nämlich die Financial-Fairplay-Richtlinien zu erfüllen und nach und nach die Jugend einzubauen... Das wurde in dieser Saison aber nun völlig über den Haufen geworfen». Müller räumte ein: «Durch die vielen Wechsel ist vielleicht ein bisschen der rote Faden verloren gegangen. Ich glaube, dass wir Kontinuität, Vertrauen und eine einheitliche Denkweise brauchen.»

    Markus Babbel hatte seine Doppelfunktion als Trainer und Manager aufgegeben, muss aber vor der Partie am Sonntag (17.30 Uhr) gegen den Tabellendritten Hannover 96 auch um seinen Hauptjob fürchten. «Ich bin sehr, sehr froh, dass der Andy jetzt schon da ist, um das sportlich wieder in die richtige Richtung zu lenken», sagte der 40-Jährige.

    Mit vier Niederlagen in vier Pflichtspielen haben die Kraichgauer einen Fehlstart hingelegt. «Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft sehr viel Qualität hat», sagte Müller. Und: «Hier ist ein Trainerstab, der wunderbare Arbeit leistet.»

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