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    HamburgHolländer erobern die Bundesliga

    Robben-Solo, «Van the Man»-Show oder van Bommel-Sense: Der Einfluss der Fußballer aus dem kleinen Nachbarland Holland in der Bundesliga wird immer größer.

    Große Nummer
    Bayern-Trainer Louis van Gaal beglückwünscht Arjen Robben zu einem Treffer.

    War lange Zeit Willi «Ente» Lippens der bekannteste niederländische Gastkicker im deutschen Oberhaus, tummeln sich dort heute so viele Oranje-Stars wie nie zuvor. Und in Louis van Gaal schickt sich in diesem Jahr auch ein Fußball-Lehrer an, als erster niederländischer Coach den deutschen Meistertitel zu gewinnen - mit dem FC Bayern München. «Es wäre schön, wenn wir mit Louis van Gaal eine erfolgreiche Ära einleiten könnten», sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kürzlich über den nach Startschwierigkeiten zum Erfolgscoach gewordenen 58-Jährigen.

    Dass van Gaal sogar noch das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Triumph anstreben darf, hat er vor allem Arjen Robben zu verdanken. «Der ist ganz einfach Weltklasse. Wir sind froh und glücklich, dass er bei uns ist», schwärmte Rummenigge von dem 26-Jährigen. Zwar hat der erst kurz nach Saisonstart von Real Madrid geholte Mittelfeld- und Stürmerstar 24 Millionen Euro gekostet, doch mit insgesamt 16 Pflichtspieltoren seine Ablöse längst zurückgezahlt.

    Denn meist waren Robbens Treffer nicht nur sehenswert, sondern auch entscheidend - wie nach einem rasanten 60-Meter-Solo der Schuss zum 1:0-Sieg im Cup-Halbfinale bei Schalke 04. Oder die Geniestreiche in der Champions League in Florenz und Manchester (je 2:3), als er mit spektakulären Fernschüssen jeweils das Weiterkommen sicherte.

    «Man kann mit Kraft schießen, aber man kann auch mit Technik schießen. Technik war die bessere Lösung», beschrieb Robben nach seinem Volleyschuss gegen ManU seine Fußballkünste. Die hat er wie viele seiner Landsleute zuvor in England und/oder Spanien gezeigt.

    Gleiches gilt für Ruud van Nistelrooy (einst Manchester United und Real Madrid), den der Hamburger SV wegen akuter Sturmprobleme holte. Und der dreimalige Champions-League-Torschützenkönig hat wohl nichts verlernt. In seinem zweiten Punktspiel in Stuttgart traf er kurz nach seiner Einwechslung zweimal binnen 90 Sekunden. Auch in der Europa League gegen Lüttich (1 Tor) war er am Halbfinal-Einzug des HSV beteiligt, der schon seit Jahren als «Holland Connection» gilt. Die Trainer Huub Stevens und Martin Jol sowie Ex-Kapitän Rafael van der Vaart & Co. haben den Club inzwischen wieder verlassen, in Abwehr-Ass Joris Mathijsen und Stürmer-Jungstar Eljero Elia (derzeit verletzt) ist aber immer noch viel Qualität aus den Niederlanden vorhanden.

    Weniger die Spielkunst als vielmehr der Kampfgeist zeichnet Mark van Bommel aus. Der defensive Mittelfeldmann hat sich beim FC Bayern sogar zum Kapitän hochgearbeitet. Von Ex-Coach Ottmar Hitzfeld war er einst als «Aggressiv-Leader» gelobt worden, ein Typ auf der wichtigen Sechser-Position, ohne den man keine großen Titel gewinnen könne.

    Als Innenverteidiger ist Roel Brouwers in Mönchengladbach zwar für die Defensive zuständig. Doch mit sieben Treffern ist er derzeit der torgefährlichste Liga-Abwehrspieler und in Borussias Torjägerliste gleichauf mit Marco Reus an der Spitze. Kapitän Filip Daems: «Er ist für uns enorm wichtig. Aber nicht nur wegen seiner Tore, sondern auch, weil er einfach alles abräumt. Er spielt eine überragende Saison.» Das weiß auch Bert van Marwijk, der ihn sogar für seinen WM- Kader im Blick hat. «Wir beobachten ihn», betonte der Bondscoach nach dem HSV-Spiel (1:0), in dem er als Augenzeuge einen starken Brouwers als Siegtorschützen erlebte. Weniger gut läuft es dagegen für Khalid Boulahrouz: Er saß beim VfB Stuttgart zuletzt oft nur auf der Bank.

    Übrigens: Dank seiner Erfolge hat der FC Bayern mit dem Holland- Triumvirat van Gaal, van Bommel und Robben in den Niederlanden große Popularität erlangt. Das Spiel in Manchester erreichte mit zwei Millionen TV-Zuschauern eine Rekord-Einschaltquote, die kein anderes Spiel im Nachbarland erreicht hat. Wegen der Holländer wird der FC Bayern dort auch gerne scherzhaft «Batavia München» genannt - Batavia ist der alte lateinische Name für die Niederlande.

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