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  • Hoeneß & Co. stolz auf FC Bayern Campus

    Seit Jahren werden die Nachfolger von Lahm und Schweinsteiger im eigenen Nachwuchs vergeblich gesucht. Im FC Bayern Campus sollen die Talente noch besser gefördert werden. Karl-Heinz Rummenigge ist vom Erfolg überzeugt. Und eine Hoeneß-„Maxime“ gilt weiter.

    Hoeneß und Rummenigge
    Uli Hoeneß: «Seit vielen Jahren unser Traum.» Der FC Bayern eröffnet ein Nachwuchsleistungszentrum.
    Foto: Sven Hoppe - dpa

    München (dpa). Im „FC Bayern Campus“ will der deutsche Fußball-Rekordmeister endlich wieder eigene Weltstars wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger oder Thomas Müller formen.

    FC Bayern Campus
    Die Baustelle des «FC Bayern Campus» im Münchner Norden.
    Foto: Sven Hoppe - dpa

    Die Bauarbeiten im rund 70 Millionen Euro teuren Nachwuchsleistungszentrum im Münchner Norden sollen Ende Juli fertig sein. Vom 1. August an kann dort die vereinseigene Talentförderung vorangetrieben werden. „Wir tun alles dafür, dass wir in Zukunft hier erfolgreicher sind. Es wird immer eine Maxime sein: Wir müssen besser sein als die anderen, und wie wir das schaffen, werden wir sehen“, sagte Präsident Uli Hoeneß.

    „Es war seit vielen Jahren unser Traum, wie viele große Clubs auf der Welt, auch ein Nachwuchsleistungszentrum zu haben, einen Bayern-München-Campus“, sagte Hoeneß stolz wie die anderen Bayern-Bosse bei einer Pressekonferenz.

    Seit David Alaba (24 Jahre) hat es kein Münchner Talent mehr dauerhaft in das Münchner Weltklasse-Ensemble geschafft. Joshua Kimmich (22), Kingsley Coman (20) und der portugiesische Europameister Renato Sanches (19) mussten für Millionenbeträge eingekauft werden. Allerdings haben es die Youngster bei der großen Konkurrenz im Münchner Kader auch ungleich schwerer als in anderen Teams.

    „Wir hatten beim FC Bayern unabhängig vom Trainer immer ein Zwei-Säulen-System und das wird auch in Zukunft Bestand haben. Wir werden immer auch Spieler verpflichten, um das Gerüst des FC Bayern stabil zu halten“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Aber die zweite Säule, die aus dem eigenen Nachwuchs, soll gestärkt werden. „Bei der Qualität werden wir Erfolg haben, da bin ich 100 Prozent überzeugt.“

    Hermann Gerland (62 Jahre) hat als Talentförderer sportlich den Hut auf. Leiter der künftigen Kaderschmiede ist Jochen Sauer (44), der zuletzt viereinhalb Jahre als Geschäftsführer beim österreichischen Serienmeister Red Bull Salzburg tätig war. „Wir sind auf einem guten Weg und diesen guten Weg müssen speziell die beiden Herren ein Stück optimieren“, sagte Rummenigge.

    „Eine imposante Infrastruktur“, sagte Sauer. „Wir müssen versuchen, diese professionell gute Infrastruktur mit Inhalt zu füllen. Unser Minimalziel muss sein, dass wir die Jungs auf ein Bundesliganiveau vorbereiten können.“ Trainerposten im Nachwuchsbereich wurden neu besetzt, von großer Bedeutung wäre ein Aufstieg der Amateurmannschaft. „Für die Ausbildung benötigen wir dringend die 3. Liga. Wer mit 17 Jahren dort gut ist, wird auch eine Chance haben, in der Allianz Arena zu spielen“, betonte Gerland.

    Laut Vizepräsident Walter Mennekes ist das neue Nachwuchsleistungszentrum ein „Baustein für die Nachhaltigkeit des FC Bayern“ und soll drei Dinge beinhalten: Fußballerische Förderung, schulische Begleitung und die Formung von Persönlichkeiten. „Mit diesem Campus sind wir auf der Überholspur. Wir sind da richtig weit vorne, auch dort eigentlich Champions League“, sagte Mennekes. Die Maßgabe „Erfolg um jeden Preis“, das betonte Hoeneß, könne allerdings nicht gelten. „Wir wollen Spieler rekrutieren für die erste Mannschaft, aber die Spieler sollen auch gut aufgehoben sein.“ Die Voraussetzungen sind dafür geschaffen.

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