40.000
  • Startseite
  • » Sport
  • » Fußball
  • » Bundesliga
  • » Hamburger Teams vor Derby: Schluss mit Schmusekurs
  • Aus unserem Archiv

    HamburgHamburger Teams vor Derby: Schluss mit Schmusekurs

    Ein Wettrennen um das Ausrollen des Rasens, Rauchbombenfunde im Stadion und verrückte Wetten - das 16. Bundesliga-Derby des Hamburger SV und des FC St. Pauli sorgt für jede Menge Aufregung.

    Täuschend
    So sittsam wie sich die Petric, Veh, Stanislawski und Boll (v.l.) auf der Presskonferenz ablichten lassen, soll es im Derby zugehen.

    Am Sonntag geht es um die Vormachtstellung in der Hansestadt - wie immer, wenn der große Verein aus dem Volkspark und der kleine Nachbar vom Kiez aufeinandertreffen. Beide Teams freuen sich schon darauf, nach dem 131. Stadt-Derby dem ungeliebten Gegenüber die Schmach unter die Nase reiben zu können. Auf Bundesliga-Niveau gelang das dem HSV bislang achtmal, St. Pauli (2:0) nur einmal, und das ist mehr als 33 Jahre her.

    Für erstaunte Gesichter sorgte HSV-Trainer Armin Veh: «Die Frage stellt sich, ob das Spiel überhaupt stattfindet», sagte er mit einem Schmunzeln. «Wir haben ja gar keinen Rasen.» In der Tat wird gerade das ramponierte Grün in der HSV-Arena gegen ein Neues ausgetauscht. Bis zum Spiel soll der Unterboden fertig sein. Bei herrschendem Dauerregen wird es aber ein Kampf gegen die Uhr.

    Weil zudem drei Rauchbomben im Stadion entdeckt wurden, musste die Polizei Teile der Arena sperren und nach weiteren Gefahrenherden suchen. Auch das ist ein Beleg, warum die Partie als Risikospiel eingestuft wurde. Die Schar der Ordnungskräfte wurde erhöht, rund 500 Polizisten sollen im Umfeld des Stadions auf Wacht sein. Schließlich war es nach dem Hinspiel (1:1) im September zu Ausschreitungen gekommen. «Es sollte diesmal keine dritte Halbzeit geben», lautete der Wunsch von St.-Pauli-Mittelfeldspieler Fabian Boll. Am Freitag durchsuchte ein Polizei-Aufgebot abermals die Arena, am Spieltag wird das Prozedere wiederholt.

    Hielten sich beide Mannschaften vor dem Hinspiel mit Sprüchen zurück (HSV-Torwart Frank Rost sprach von «Ringelpiez mit Anfassen» und «rosa Röckchen»), so gehen sie jetzt forscher zur Sache. Veh gab die Parole aus: «Die Jungs sollen denken: Jetzt wollen wir denen mal zeigen, wer hier in der Stadt die Nummer eins ist.» Für HSV- Mittelfeldspieler David Jarolim steht das aber lange fest: «Es gibt keinen Zweifel, wer die Nummer eins ist. Wir haben die letzten Jahre international gespielt, St. Pauli kennt in Europa keiner.» Veh redete seinen Mannen aber ins Gewissen: «Wir brauchen Männer auf dem Platz.» Statt Schmusekurs sollen Emotionen aufeinanderprallen.

    Großzügig und spitzbübisch zugleich präsentierte sich HSV- Abwehrspieler Guy Demel. Der Ivorer besorgte für seinen Freund und Pauli-Regisseur Charles Takyi zwei Derby-Karten. «Bezahlen muss er sie nicht. Das mache ich von meiner Siegprämie», meinte Demel grinsend. Der HSV erhofft sich auch einen Vorteil, weil St. Pauli vier verletzte Leistungsträger (Morena, Lechner, Oczipka, Ebbers) ersetzen muss, darunter die halbe Abwehr. «Wir werden auf jeden Fall mit elf Spielern starten können», meinte Trainer Holger Stanislawski.

    Nicht ganz so keck wie der HSV ist der kleine Nachbar. «Es ist Derby-Time. Selbst das Wetter spielt mit. Ich bin sicher: Wir können bestehen», sagte Boll. Sein Kollege Gerald Asamoah geriet schon ins Schwärmen: «Es wäre das geilste, den großen HSV zu ärgern. Wir können Helden werden.» Asamoah ist überzeugt, dass er die verrückte Nacktputz-Wette gegen HSV-Kapitän Heiko Westermann gewinnt. Beide hatten vereinbart, der Verlierer wäscht dem jeweils anderen Teamführer das Auto - und das mit freiem Oberkörper.

    Fußball - Bundesliga News
    Meistgelesene Artikel
    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Fußball Männer
    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Regionalsport Mix
    Anzeige