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    BerlinFunkels Rückkehr: Zwischen Freude und Trotz

    Friedhelm Funkel freut sich auf die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, doch seine Stimmung könnte nur ein Sieg in Frankfurt verbessern. Der Hertha-Coach, gestählt durch über 500 Spiele als Profi und nochmals so viele als Trainer, erlebt derzeit die bittersten Tage seiner Karriere.

    Schwere Zeit
    Hertha-Coach Friedhelm Funkel bei einer Pressekonferenz.

    Hertha BSC hatte ihn im Oktober vergangenen Jahres als Retter auserkoren, die Mission in der Hauptstadt erwies und erweist sich aber weiter als Höllenritt. «In der Vorrunde waren wir nicht konkurrenzfähig, das habe ich nicht erwartet», sagte Funkel.

    Im Winter zog der einstige Stürmer die Handbremse, baute das Team um, holte neue Spieler, brachte neues Selbstbewusstsein. «Aber die Hypothek wiegt schwer», erklärte Funkel in der «Frankfurter Neuen Presse». Das nächste Spiel am Sonntag an seinem alten Arbeitsplatz, wo Funkel vor seinem Berlin-Engagement fünf Jahre gewirkt hatte, ist nun für den 56-Jährigen und sein Team der letzte Strohhalm, an dem man sich noch aus dem Abstiegssumpf ziehen will. Fünf Punkte Rückstand zu einem Relegationsplatz, doch Funkel gibt nicht auf. «Wir sind wieder stark in fremden Stadien», bemerkte der Trainer, den die harte Aufgabe und vor allem die vielen Rückschläge in Berlin verändert haben.

    Als eloquenter, offener und stets freundlicher Chef kam er mit Stolz zu Hertha; ein halbes Jahr später wirkt Funkel zumindest nach außen vor allem kämpferisch und trotzig. In der Öffentlichkeit gibt es nur noch die Pflichtauftritte, Geheimtraining gehört zu seinem beliebten Repertoire. Vor allem die harten Schlagzeilen in der Medienstadt Berlin haben ihn getroffen. Seit dem letzten Spiel der Hinrunde, als Hertha nach einem 2:5 beim FC Bayern mit nur sechs Pünktchen in die Winterpause ging, ist von seiner Offenheit nur wenig geblieben. Er flüchtete in Durchhalteparolen, was blieb Funkel angesichts immer neuer Rückschläge auch anderes übrig.

    Allerdings hat es der Trainer hinbekommen, dass die Mannschaft in der Rückrunde ein anderes Gesicht zeigt - und nach vielen geplatzten Hoffnungen immer wieder aufgestanden ist. Dabei hatte er nach dem 1:2 im März gegen den 1. FC Nürnberg, als danach auch noch 150 Hertha- Chaoten den Platz gestürmt hatten, «den einen oder anderen Tag länger gebraucht, um alles zu verarbeiten». Viele Kritiker sahen da schon das Trainer-Ende in Berlin. Doch Aufgeben ist für Funkel beim Bundesliga-Schlusslicht kein Thema. Jetzt sagt er selbst: «In der ersten Liga bleibe ich, in der zweiten eher nicht.»

    Funkel, der Berufsoptimist, versuchte auf seine Art, sein positives Denken auf das Team zu übertragen. Er nimmt sich die Spieler immer wieder kurz zur Seite, ein Mann der langen Rede ist er nicht. Seine Ansagen sind klar. Mit seinem Assistenten Christoph John und Manager Michael Preetz tauscht er sich täglich darüber aus, wie das unmöglich Scheinende doch noch möglich werden könnte.

    Die Eintracht hat es in der Saison 1998/99 vorgemacht. Damals waren die Frankfurter vier Tage vor Saisonende auch sechs Punkte von einem rettenden Tabellenplatz entfernt - wie Hertha heute. Mit vier Siegen in Bremen, gegen Dortmund, auf Schalke und gegen Kaiserslautern gelang unter Jörg Berger die Rettung. Funkel wird seinen Spielern vor dem Frankfurt-Gastspiel vielleicht davon erzählen.

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