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    WolfsburgFrings glänzt und schimpft auf Löw

    Torsten Frings präsentiert Bundestrainer Löw beim 4:2 (1:2) in Wolfsburg die perfekte WM-Bewerbung. Sein Trainer verrät, dass Frings die Hoffnung auf eine Nationalelf-Rückkehr noch nicht aufgegeben hat. Der Routinier bestreitet dies offiziell und schimpft lieber auf Löw.

    Werder-Kapitän
    Der Bremer Torsten Frings jubelt nach seinem verwandelten Elfmeter.

    Der Gala-Vorstellung auf dem Rasen folgten verbale Giftpfeile in Richtung DFB-Coach. «Dass es nicht nur nach Leistung geht in der Nationalmannschaft, das ist doch mittlerweile jedem klar», wütete Torsten Frings, angesprochen auf Joachim Löw, der auf der Tribüne Werder Bremens furioses 4:2 beim noch amtierenden deutschen Fußball-Meister VfL Wolfsburg und einen überragenden Werder-Kapitän in der VW-Arena gesehen hatte.

    «Ob er jetzt da ist oder nicht, ist mir egal. Die Hoffnung auf die WM ist mir ja genommen worden», giftete der Doppeltorschütze weiter. Ob seine mit Verve vorgetragene Initiativbewerbung Löw wie auch im Fall des Schalkers Kevin Kuranyi noch einmal zum Nachdenken bewegt, kümmert Frings offiziell nicht. «Wir sind nicht im Träumeland, sondern im Hier und Jetzt. Fakt ist, dass ich nicht mehr spielen darf und das muss ich akzeptieren», sagte Frings auch der ARD.

    Doch Werder-Coach Thomas Schaaf offenbarte, dass der Routinier nach seiner Verbannung aus dem DFB-Team im Januar wie auch Kuranyi sehr wohl noch auf eine Begnadigung hofft. «Wenn sich die Situation noch einmal ändern sollte, würde er sich sehr freuen», sagte Schaaf. «Man hat gesehen, wie hervorragend er in der Rückrunde für uns gespielt hat. Mehr kann er nicht machen.»

    In der Tat war es in einem packenden Nord-Derby die perfekte Demonstration eigener Stärke, die Löw angesichts der Personalprobleme in der Nationalelf ins Grübeln gebracht haben könnte. Als Krönung gelangen dem 33-Jährigen zwei Tore. Zunächst verwandelte Frings einen Foulelfmeter (36.) souverän und egalisierte damit die bis dahin verdiente VfL-Führung durch Edin Dzekos 20. Saisontor (18.). Danach lieferte er Löw und den übrigen 29 999 Zuschauern in der ausverkauften VW-Arena das Highlight schlechthin.

    In der 62. Minute - Grafite für Wolfsburg (40.) und Claudio Pizarro für Werder (49.) hatten inzwischen zum 2:2 getroffen - nahm Frings den Ball in vollem Lauf auf. Er tanzte die halbe VfL-Abwehr aus, lupfte das Spielgerät über Andrea Barzagli hinweg, als sei der Weltmeister nur Staffage, und verlud schließlich VfL-Keeper Diego Benaglio zur Vorentscheidung, die Hugo Almeida (75.) noch ausbaute.

    «Das hat er sensationell gemacht», lobte Werders Clubchef Klaus Allofs und setzte Löw angesichts der Verletzungen von Sami Kedira (VfB Stuttgart) und Simon Rolfes (Bayer Leverkusen) indirekt unter Druck: «Nur Jogi Löw hat den Schlüssel, um diese Situation zu lösen.»

    Dass Werder dank Frings und der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte drei Spieltage vor Saisonende besser denn je im Rennen um die Champions-League-Ränge ist, geriet fast zur Nebensache und ist laut Allofs eh nur «eine Momentaufnahme. Wir müssen gegen Köln nachlegen.»

    Endgültig zum Siegen verdammt sind auch die «Wölfe», wenn sie doch noch in die Europa League einziehen wollen. Der Rückstand zu Stuttgart auf Platz sechs, der in dieser Saison wohl zur Europacup- Qualifikation reicht, ist auf vier Punkte angewachsen. «Es wird nun schwierig. Wir müssen dreimal gewinnen und auf andere hoffen», sagte Manager Dieter Hoeneß. Deutlicher wurde Grafite: «Die Niederlage gegen Bremen war demoralisierend für uns und wenn wir nächste Saison nicht international spielen, wäre das auch frustrierend.»

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