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    GelsenkirchenFarfán erlöst Magath nach Charme-Offensive

    Ausgerechnet Jefferson Farfán, den Felix Magath nach Wolfsburg verkaufen wollte, bescherte Schalke den 1:0-Sieg gegen Freiburg. Auch wenn der Peruaner häufig für Wirbel sorgt, auf dem Platz ist er kaum zu ersetzen. Neuer lobt Magaths Facebook-Auftritt schmunzelnd.

    Glücklich
    Nach seinem Treffer zeigte der Schalker Torschütze Jefferson Farfan einen Geburtstagsgruß für seinen Sohn.

    Abseits des Platzes sorgt Jefferson Farfán mit seinen Eskapaden häufig für Ärger, auf dem Rasen aber meist für Furore. Mit seinem Siegtreffer (49.) zum 1:0 (0:0) gegen den SC Freiburg bewahrte der 26-jährige Peruaner den FC Schalke 04 vor einer weiteren Heimpleite und verschaffte Felix Magath nach den wütenden Fan-Protesten die Aussicht auf ein paar ruhigere Tage. Zwar kam dem Trainer kein Extra-Lob für den exzentrischen Profi über die Lippen, doch er war erleichtert. «Ich bin froh, dass wir endlich wieder zu Hause gewonnen haben. Das gibt uns Auftrieb für die nächsten Aufgaben», sagte Magath nach dem ersten Heimtor und ersten Bundesliga-Erfolg vor eigenem Publikum im neuen Jahr.

    Magath setzte danach seine bei «Facebook» gestartete Charme-Offensive fort. Er lobte nicht nur das Team für den engagierten Auftritt, sondern auch die Anhänger für ihre tolle Unterstützung. «Klasse» sei die Atmosphäre gewesen. «Die Fans hatten Geduld, wie die Mannschaft auch. Und dann sieht man, dass auch ein gutes Spiel herauskommt. Wir brauchen diese Zusammenarbeit.»

    Womöglich hat der oft distanziert und mürrisch wirkende 57-Jährige endlich erkannt, dass er im emotionalen Schalker Umfeld seine undurchsichtige Transferpolitik erklären und die Fans «mitnehmen» muss. So wie es auch der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies deutlich anmahnte. Manuel Neuer kommentierte Magaths virtuellen Dialog mit einer Mischung aus Anerkennung und Augenzwinkern. «Es zeigt, dass er sich mit den Fans austauschen will. Wenn er dadurch etwas bewegen kann, ist es gut. Wir haben ja das Vergnügen, ihn jeden Tag zu sehen. Da brauchen wir nicht das Internet, um mit ihm zu kommunizieren», sagte der Nationaltorhüter.

    Anders als in den zwei Partien in Dortmund - gegen den BVB und im Länderspiel gegen Italien - verlebte Neuer gegen die harmlosen Freiburger einen geruhsamen Nachmittag. Eine einzige gute Torchance erspielte sich die Breisgau-Elf. Und die vertändelte Topstürmer Papiss Cissé schon in der 3. Minute, als ihm Benedikt Höwedes in letzter Sekunde den Ball vom Fuß spitzelte.

    Zurecht war Robin Dutt enttäuscht von seiner Elf. «Den Tag werden wir tunlichst schnell abhaken», bilanzierte der SC-Coach. Abwehrchef Heiko Butscher konnte sich den ängstlichen Auftritt nach sieben Spielen ohne Niederlage ebenfalls nicht erklären. «Uns ist es hinten vorgekommen, als wenn die Schalker drei Mann mehr waren. Wir müssen froh sein, dass wir nur 1:0 verloren haben.»

    67 Prozent Ballbesitz, 38:4 Flanken, 12:0 Ecken, 20:3 Schüsse - trotz der großen Dominanz traf nur der agile Farfán mit einem satten Schuss ins lange Eck und unterstrich seinen sportlichen Wert für das Team. Zwar war es erst sein drittes Bundesliga-Tor in dieser Spielzeit, doch er ist auch bester Vorbereiter und erzielte wichtige Treffer im DFB-Pokal (3) und in der Champions League (2). Dabei wollte Magath ihn noch vor zwei Wochen nach Wolfsburg verkaufen. Der Transfer scheiterte in letzter Minute, angeblich an einer horrenden Abfindungsforderung des unbequemen Peruaners.

    Nun gilt es den Schwung mit in die Champions League zu nehmen. Am Dienstag (20.45 Uhr) steht die Achtelfinal-Aufgabe beim FC Valencia an. Vielleicht schlägt dann die Stunde von Klaas-Jan Huntelaar, der in der Liga seit 821 Minuten auf ein Tor wartet und nach eigenem Bekunden zur Halbzeit ausgewechselt wurde, um ihn für die Königsklasse zu schonen. «Wichtig ist, dort zu Null zu spielen und möglichst ein Tor zu machen», betonte der Niederländer.

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