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    BerlinEinleben bei Hertha: Stars sind «keine Maschinen»

    Acht Neue bei Hertha BSC - die Integration braucht Zeit und Geduld. Nur - gibt es die? Damit es auf dem Rasen richtig krachen kann, muss auch das Umfeld stimmen bei den Stars der Unterhaltungsbranche Fußball-Bundesliga.

    Hertha-Neuzugang
    Salomon Kalou muss sich in Berlin noch einleben.
    Foto: Maja Hitij - DPA

    Das ist auch in Berlin so, wo in dieser Saison gleich acht neue Profis mit dem ehemaligen Champions-League-Sieger Salomon Kalou an der Spitze für die besonderen Momente sorgen sollen. «Aus Hertha-Sicht wollen wir alle Rahmenbedingungen schaffen für Salomon und die anderen Neuzugänge. Wir sind täglich für sie da», sagte Jos Luhukay. Doch jeder Spieler sei auch anders, ergänzte der Hertha-Chefcoach. Einige Spieler würden Dinge wie Wohnung, Auto oder Behördengänge mehr in Eigeninitiative organisieren, andere weniger.

    Hertha-Mitarbeiter aus mehreren Abteilungen sind eingebunden in die Integration der Neuen - von der Sekretärin über die Medien-Leute bis hin zum Trainerstab. «Ich habe viele coole Leute getroffen, die mir geholfen haben, mich hier zurechtzufinden. Der Verein hat mich aufgenommen wie ein Familienmitglied», sagte der 29 Jahre alte Kalou selbst zur bisherigen Blitzeingewöhnung. Der Stürmer war überraschend erst Ende August kurz vor Ende der Wechselperiode für knapp zwei Millionen Euro vom OSC Lille nach Berlin gekommen.

    Kalous Wohnungsberater heißt Johnny Heitinga, auch einer der Neuen. Mit dem Niederländer spricht der Ivorer Holländisch. Denn Kalou kickte auf seiner ersten Auslandsstation von 2003 bis 2006 für Feyenoord Rotterdam. Und auch Trainer Luhukay ist ja Niederländer. Englisch beherrscht Kalou aus seiner Zeit beim FC Chelsea. Dennoch will er schnell Deutsch lernen, bei Hertha gibt es eine spezielle Lerngruppe. Für's erste sieht Kalou fleißig deutsche TV-Programme. Von seiner großen Familie mit acht Schwestern und zwei Brüdern ist niemand mit nach Berlin gekommen.

    Das Wichtigste ist natürlich die schnelle sportliche Integration - und da holperte es bei den Berlinern zunächst. «Wir haben eine gute Qualität. Aber alle brauchen Zeit. Es sind keine Maschinen, sondern Menschen, die sich in kürzester Zeit einleben müssen und Leistungen abrufen», mahnte Luhukay: «Bei dem einen geht es schneller, bei dem anderen dauert es länger.» Der Schweizer WM-Spieler Valentin Stocker, mit knapp über drei Millionen Euro Ablöse Herthas teuerster Transfer des Sommers, hatte lange mit den WM-Strapazen zu kämpfen und kam erst am vierten Spieltag zu seinem Bundesliga-Debüt.

    Im Training versucht Luhukay, die Neuen «von Tag zu Tag mehr» an seine Philosophie und Anforderungen heranzuführen. Vor der Partie gegen den VfL Wolfsburg richtete er eine Übungseinheit ganz speziell auf Angreifer Kalou aus. «Aber er hat erst fünf-, sechsmal mit dem Team trainiert. Wir brauchen noch ein bisschen Geduld, bis Salomon das umsetzt, was wir von ihm sehen möchten», sagte Luhukay. In «unserer erfolgsorientierten Gesellschaft» sei dies aber schwierig.

    «Wir haben die Spieler nicht für ein Spiel oder zwei Wochen verpflichtet. Wir haben mit den Jungs Ziele, die wir in den nächsten Jahren erreichen wollen», unterstrich Manager Preetz, der in diesem Sommer rund 14 Millionen Euro für neues Personal ausgeben durfte. «Wir wissen, dass es in Berlin bei prominenten Zugängen größere Erwartungen gibt. Wir können nur um diese Geduld werben», erklärte der einstige Stürmer. Der neue Hertha-Angreifer Kalou hat dennoch klar Vorstellungen: «Hertha versucht, eines der besten Teams in der Bundesliga zu werden. Ich will mit dem Team wachsen.»

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