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    GelsenkirchenDebatte um Raúl - Neuer: «Abstiegskampf annehmen»

    Dem FC Schalke 04 helfen nur noch Siege, aber Felix Magath hält mit seinem Stürmerstar Raúl weiter am Kuschelkurs fest. Vor dem ersten kleinen «Endspiel» im Abstiegskampf gegen den FC St. Pauli kündigte der Trainer lediglich ein Gespräch mit Raúl an.

    Umstritten
    Stürmerstar Raúl steht bei Schalke gerade in der Diskussion.

    Vorschriften über Raúls Rolle und Aufgabengebiet auf dem Platz will der Coach ihm aber nicht machen. «Ich wollte ihn nicht kritisieren. Aber für mein Empfinden wäre er momentan für uns in der Spitze wichtiger», sagte Magath. «Es wird von mir aber keine Anweisung geben.»

    Nach der blamablen Nullnummer in der Champions League bei Hapoel Tel Aviv hatte Magath den Stürmerstar erstmals leicht angezählt. «Ich würde mir von ihm mehr Aktionen im Strafraum wünschen», so der Schalke-Coach, bei dem Spaniens Fußball-Ikone alle Freiheiten genießt und selbst entscheiden kann, «wo er auf dem Platz auftaucht».

    Magath vertraut auch künftig auf den Instinkt des einstigen Weltklasse-Stürmers von Real Madrid. «Raúl hat genügend Erfahrung, dass er weiß, wo seine Stärken sind. Aber ich werde ihm einen Hinweis geben», sagte Magath nur. In Tel Aviv spielte Raúl eine Art «Rumtreiber». Er zog sich weit in das Mittelfeld zurück, schleppte die Bälle, blieb aber mit seinen Passversuchen in die Spitze wirkungslos und fehlte damit auch als möglicher Vollstrecker neben dem einsamen Stoßstürmer Klaas-Jan Huntelaar.

    Auch der niederländische Torjäger, der seit fünf Pflichtspielen auf einen Treffer wartet, würde sich Raúl mehr in vorderster Front wünschen. «Ich habe ihm auf dem Feld gesagt, bleib' in meiner Nähe, dann wird es einfacher», sagte Huntelaar, der sich trotz seiner Klasse als «Einzelkämpfer» gegen eine Abwehr-Übermacht schwertut.

    Dass Schalke zuletzt in vier Partien nur Tor (im DFB-Pokal beim FSV Frankfurt) gelang, macht die Probleme der lahmenden Offensive deutlich. «Jeder steht in der Kritik und muss sich ihr auch stellen», sagte Torhüter Manuel Neuer der «Bild». «Egal, welchen Namen oder welche Rückennummer er hat. Einen einzelnen Spieler zum alleinigen Sündenbock zu machen, wäre aber der falsche Weg.»

    Ohne Tor kann dem Tabellen-17. auch gegen St. Pauli der dringend benötigte erste Bundesliga-Heimsieg der Saison nicht gelingen. «Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren. Bis zur Winterpause müssen wir jeden Punkt mitnehmen. Jeder Sieg ist wichtig, jede Niederlage gefährlich», mahnte Christoph Metzelder vor dem Duell mit dem Aufsteiger, der mit dem Selbstbewusstsein von drei Saison- Auswärtssiegen anreist. «Wir werden ganz konzentriert sein und wissen, dass wir auf einen angeschlagenen Gegner treffen», sagte Hamburgs Trainer Holger Stanislawski.

    Dass ausgerechnet Schalkes langjähriger Publikumsliebling Gerald Asamoah (Gelb-Rot-Sperre) nur als «Tourist» zurückkehrt, ist für ihn bitter. «Ich bin natürlich super traurig darüber», dass ich nicht spielen kann», sagte Asamoah, der vor seinem Wechsel im Sommer elf Jahre lang «Königsblau» trug und noch intensive Kontakte zu seinen ehemaligen Mitspielern pflegt.

    Sergio Escudero, der in Israel sein zweiten Pflichtspiel für Schalke machte, ist seinen Platz schon wieder los. Am Freitag wird Lukas Schmitz nach seiner Muskelverletzung im Hüftbeuger wieder Linksverteidiger spielen, kündigte Magath an. Zudem rückt Jermaine Jones (Bänderriss) wohl wieder in die Elf. «Er will es probieren», sagte Magath.

    So oder so: Ein Sieg muss her, sonst wird es eng. Zwar spreche die «hohe Qualität» im Kader gegen einen Abstieg. «Aber wir müssen aufpassen und den Abstiegskampf sofort annehmen. Nicht erst dann, wenn es vielleicht schon zu spät ist», warnte Neuer. Magath glaubt unverdrossen, dass der Knoten noch platzt: «Es ist so wie beim FC Bayern. Ein Sieg, und das Ganze kommt ins Rollen.»

    Die voraussichtlichen Aufstellungen:

    FC Schalke 04: Neuer - Uchida, Höwedes, Metzelder, Schmitz - Jones (Kluge) - Farfán, Rakitic (Kluge) - Jurado - Raúl, Huntelaar    

    FC St. Pauli: Kessler - Lechner, Zambrano, Thorandt, Oczipka - Boll, Lehmann - Hennings, Kruse, Bartels - Ebbers    

    Schiedsrichter: Drees (Münster-Sarmsheim)

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