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    Belek/TürkeiBelgier-Boom: Auch Werders de Bruyne heiß begehrt

    Kevin de Bruyne spielt erst seit fünf Monaten für Werder Bremen, hat sich in dieser Zeit aber schon zu einem der begehrtesten Spieler der Bundesliga entwickelt. Der Edeltechniker steht für eine neue Generation hoch talentierter und sehr teurer belgischer Fußballer.

    Talentschmiede
    Kevin De Bruyne hat in Belgien von der guten Jugendarbeit der Vereine profitiert.
    Foto: Carmen Jaspersen - DPA

    Als Kevin de Bruyne vor der Saison zu Werder Bremen kam, stellte ein Fan als Willkommensgruß ein Video mit den schönsten Szenen seiner noch jungen Karriere ins Internet. Darin sind einige spektakuläre Dribblings und Tore zu sehen. Sie lassen erahnen, warum im vergangenen Jahr auf einmal deutlich mehr Geld für belgische Fußballer ausgegeben wurde als für spanische oder deutsche.

    Eden Hazard ging für 40 Millionen Euro zum FC Chelsea, Axel Witsel für die gleiche Summe nach St. Petersburg - auch der erst 21 Jahre alte de Bruyne wurde erst für neun Millionen von Chelsea verpflichtet und dann nach Bremen ausgeliehen. Dort hat er sich in nur fünf Monaten zu einem der begehrtesten Spieler der Bundesliga entwickelt: Werder würde ihn gerne behalten, aber auch Schalke 04 und der VfL Wolfsburg sind dem Vernehmen nach ganz heiß auf ihn.

    «Ich habe mich sehr dafür eingesetzt, dass Kevin im letzten Jahr zu Werder gekommen ist, und ich halte ihn nach wie vor für einen sehr guten Spieler», sagte Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs. «Sein Leihvertrag mit Werder endet im Sommer, dann geht er normalerweise zu Chelsea zurück. Sollte es dann aber noch andere Möglichkeiten geben, dann werde ich mich darum bemühen, das ist klar.»

    De Bruyne ist ein schmächtiger offensiver Mittelfeldspieler. Er sieht auf den ersten Blick noch jünger aus als jemand mit 21 Jahren, wirkt aber im Gespräch in Werders Trainingslager in der Türkei schon deutlich abgeklärter. «Es ist immer gut, wenn Vereine dich haben wollen», meint er cool. «Es ist schön zu wissen, dass man über mich spricht. Das bedeutet, dass man gut gearbeitet hat.»

    Wo genau seine Zukunft liegt, wird er «erst im Sommer» entscheiden. Dann weiß er, wie Chelsea mit ihm plant. In Belek hat de Bruyne zum ersten Mal erklärt, sich auch ein weiteres Jahr in Bremen vorstellen zu können («Es ist möglich, dass ich bleibe»). Doch bei Lichte besehen, sind Werders Chancen darauf eher gering.

    Der Verein hat nicht die finanziellen Möglichkeiten eines VfL Wolfsburg, dazu sind die Aussichten auf eine Teilnahme am internationalen Wettbewerb nicht gerade groß. «Ich möchte in meiner Karriere auf dem höchsten Level spielen», betont de Bruyne. «Wenn du in Europa spielst, dann sieht dich jeder.» Es ist ihm wichtig, nächste Saison in der Champions League oder zumindest in der Europa League dabei zu sein. Das kann ihm Werder nicht garantieren.

    So gut es dort mit vier Toren und fünf Torvorlagen in der Vorrunde für ihn auch lief: In der Nationalelf muss de Bruyne ernsthaft um einen Stammplatz kämpfen. Die neue Generation belgischer Hochbegabter um Hazard, Witsel, Vincent Kompany (Manchester City) oder Thomas Vermaelen (FC Arsenal) steht kurz davor, zum ersten Mal seit 2002 wieder eine Weltmeisterschaft zu erreichen. «Es wäre in Belgien etwas ganz Besonderes, wenn wir uns nach so langer Zeit für die WM qualifizieren», sagt der Bremer.

    Wo kommen diese vielen Talente nach Jahren der Krise im belgischen Fußball auf einmal her? «Es gibt in Belgien viele gute Teams, die auf die Jugend setzen», erklärt de Bruyne. Auch er selbst debütierte schon mit 18 Jahren in der ersten Liga. Das Problem sei nur: «In Belgien spielst du als junger Spieler für 750 Euro im Monat, in England oder Deutschland für 10 000. Deshalb gehen Talente teilweise schon mit 15, 16 ins Ausland.» Und machen dort Karriere.

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