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    ClujTranssilvanische Formel: Siege bringen Bayern Ruhe

    Beim festlichen Bankett des FC Bayern stießen Uli Hoeneß und Louis van Gaal mit einem feinen Rotwein an. Im Rauch der Siegeszigarren wurde nach dem 4:0 in Transsilvanien locker miteinander geplaudert, teilweise gar gelacht.

    Versöhnung?
    Beim Bankett trinken Louis van Gaal (l) und Uli Hoeneß auf den Bayern-Sieg.

    Der Präsident und der Trainer wirkten zumindest äußerlich gelöst. Was aber letztlich beim FC Bayern München für ein friedliches Miteinander sorgt, brachte Karl-Heinz Rummenigge im letzten Satz seiner Bankettansprache auf den Punkt.

    «Bei Bayern München ist es immer einfach. Man muss nur gewinnen, dann ist alles in Ordnung», sagte der Vorstandschef vor dem Mahl mit gefülltem Lachs, Roastbeef mit Remouladensauce und Pilzen mit Gorgonzola. Am Tag danach durfte er auch noch die vorzeitige Vertragsverlängerung von Philipp Lahm bis 2016 verkünden.

    Nach dem Streit der vergangenen Tage war die Aufmerksamkeit so sehr auf Trainer van Gaal und Präsident Hoeneß gerichtet, dass Dreifachtorschütze Mario Gomez fast unbemerkt den Saal «Crystal Room» des Opera-Plaza-Hotels von Cluj verlassen konnte. «Super-Mario» & Co., die durch den vierten Sieg im vierten Vorrundenspiel der Champions League mit deutschem Startrekord vorzeitig ins Achtelfinale einzogen, hielten sich nicht lange mit der nächtlichen Feierrunde im Rumänien auf. Sie hatten schon die nächste Aufgabe im Blick: Mit einem Sieg am 6. November in Mönchengladbach soll in der Bundesliga weiter Boden gutgemacht werden.

    Gleich nachdem der Sonderflieger mit Hoeneß, van Gaal und der Mannschaft in Düsseldorf gelandet war, musste der Sieg in Cluj abgehakt sein. Nach dem überzeugenden 4:0 (2:0) durch den dreifachen Gomez (12./24./71.) und Thomas Müller (90.) sehen sich die Münchner «glücklicherweise» in der Lage, «den Fokus ein bisschen mehr auf die Bundesliga legen können», meinte Rummenigge.

    «Ich glaube, es ist jetzt ein guter Moment, um auch dort der Konkurrenz oben zu zeigen: Der FC Bayern ist nicht nur in der Champions League und im Pokal stark. Ab sofort beginnt die Klettertour auch in der Bundesliga», sagte der Vorstandschef und bestätigte nur Stunden später die Personalie Lahm. Nach Franck Ribéry und Thomas Müller bleibt auch der Defensiv-Allrounder langfristig beim deutschen Rekordmeister, «weil ich sehe, dass hier etwas ganz Großes entsteht», so Lahm.

    In drei Wochen in Rom soll der Gruppensieg in der Königsklasse perfekt gemacht werden, aber das Hauptaugenmerk liegt erst einmal auf der Liga-Aufgabe. Anders als in Europa, wo die Bayern ihre Einnahmen durch das Erreichen der K.o.-Runde schon jetzt auf 13,4 Millionen Euro hochschraubten, fehlen zu Hause zehn Punkte zur Spitze. «Aber ich glaube, wir sind auf einem sehr guten Weg und wir können es uns nicht leisten im Verein Nebenkriegsschauplätze zu haben», betonte Sportdirektor Christian Nerlinger.

    Wer van Gaal, eingereiht vom Präsidenten zu seiner Linken und dem Vorstandschef zu seiner Rechten, so an der Banketttafel sah, konnte zumindest aus der Ferne ein nettes Miteinander zwischen Trainer und Präsident vernehmen. Rummenigge wollte beim Schlichtungsgespräch unter seiner Führung zudem einen «ehrlichen» Handschlag der beiden meinungsstarken Kontrahenten ausgemacht haben.

    «Es liegt nicht am Schlichter, sondern an den Personen gemeinsam eine vernünftige Basis des Miteinanders zu finden. Ich denke, das ist den beiden gut gelungen», sagte er. Zumindest eine praktikable Lösung gibt es. «Was er gesagt hat, ist für mich nicht so schön gewesen. Aber okay, wir haben uns ausgesprochen und wir gehen wieder weiter», sagte van Gaal und befürchtet keinen Autoriätsverlust.

    Auf die Leistung des Teams hatte die Auseinandersetzung der Alphatiere jedenfalls keinen negativen Einfluss. «Unsere Aufgabe ist es, sportlich Ergebnisse einzufahren, das hat die Mannschaft gemacht. Wenn das so weiter geht, wird insgesamt auch wieder Ruhe einkehren», sagte Keeper Jörg Butt.

    Vielleicht brachte ja auch der zu späterer Stunde aufgekreuzte Ehrenpräsident Franz Beckenbauer noch eine heitere Note in die Tisch- Atmosphäre, denn über die Debatte musste der «Kaiser» zuvor schon herzhaft lachen. Beckenbauer hatte in seiner Vergangenheit als Präsident selbst so manches vereinsinterne Feuer entzündet und empfahl jetzt, etwas mehr Gelassenheit an den Tag zu legen: van Gaal habe «vielleicht zu empfindlich und zu mimosenhaft» reagiert.

    Ein Diskussionspunkt im Zwist war auch der Umgang mit Spielern wie Gomez, der mit den Treffern sechs bis acht in den letzten sechs Bayern-Spielen seine Klasse unterstrich. «Das gibt natürlich Selbstvertrauen, aber wir haben noch nichts erreicht», sagte der 25- Jährige nach seinem Schützenfest an Gerd Müllers 65. Geburtstag.

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