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    Sao PauloMehrheit tippt auf Alonso: Fifty-fifty bei Vettel

    Sebastian Vettels deutsche Formel-1-Kollegen tippen im Titelrennen mehrheitlich auf Spitzenreiter Fernando Alonso.

    Familienfoto
    Die deutschen Formel-1-Fahrer äußern sich zu den WM-Chancen von Sebastian Vettel (r).

    Nico Rosberg, Adrian Sutil, Timo Glock und Nico Hülkenberg legten sich in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa auf den zweimaligen Weltmeister und Ferrari-Piloten aus Spanien fest. Nick Heidfelds WM- Favorit ist dagegen der Australier Mark Webber im Red Bull. Für Rekord-Champion Michael Schumacher und Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ist noch alles offen. Bei Vettel, der vor dem Großen Preis von Brasilien an diesem Wochenende als Gesamtvierter mit 206 Punkten bereits 25 Zähler hinter Alonso (231) liegt, scheiden sich die Geister. Die Palette der Antworten reicht von Ja über vielleicht bis Nein.

    Wer ist weshalb WM-Favorit?

    Michael Schumacher (Mercedes): «Ich drücke Sebastian alle meine Daumen, das ist ja kein Geheimnis. Nicht nur, weil wir uns gut verstehen, sondern vor allem, weil er das Zeug dazu hat, den Titel zu holen.»

    Nico Rosberg (Mercedes): «Alonso, denn er hat ein solides Auto und hat recht viel Vorsprung.»

    Adrian Sutil (Force India): «Schwer sich festzulegen, aber Alonso ist sicherlich klar im Vorteil. Ich gebe Webber und Hamilton aber auch noch eine Chance.»

    Nick Heidfeld (Sauber): «Webber.»

    Timo Glock (Virgin): «Im Moment sieht alles stark nach Alonso aus. Seine Konstanz hat ihn an Red Bull vorbei ziehen lassen. Seine Erfahrung ist sicher auch kein Nachteil in so einer Situation. Trotzdem drücke ich Sebastian Vettel natürlich weiter die Daumen.»

    Nico Hülkenberg (Williams): «Alonso, weil er der Nervenstärkste ist und bereits die meisten Erfahrung im Titelkampf hat.»

    Norbert Haug (Mercedes-Motorsportchef): «Es gibt noch vier Favoriten - und Jenson Button, der Weltmeister auf Brawn GP-Mercedes vom letzten Jahr, hat zumindest immer noch Außenseiterchancen - und vielleicht sogar mehr.»

    Hat Sebastian Vettel noch realistische Titelchancen?

    Schumacher: «Die WM ist so eng und so ereignisreich, da kann noch ganz viel passieren. Ich habe früher schon immer gesagt: so lange es mathematisch eine Chance gibt, gibt es eine Chance. Man muss sie dann halt nutzen.»

    Rosberg: «Sebastian Vettel hat noch eine Chance.»

    Sutil: «Ich denke nein. Er hat mit Fernando einen Fahrer vor sich, der nicht mehr zwingend gewinnen muss. Ihm reichen Podiumsplätze um den Titel zu holen. Dazu kommt seine Erfahrung als zweimaliger Weltmeister.»

    Heidfeld: «Ja.»

    Glock: «Wie definieren wir realistisch? Ist es realistisch, dass Alonso noch mal ausfällt? Ist es realistisch, dass Red Bull auf eine Teamorder ab Brasilien verzichtet? Wenn beides mit ja beantwortet wird, dann ist es auch realistisch, dass Sebastian die WM noch gewinnt.»

    Hülkenberg: «Kommt darauf an, ob man eine sehr kleine Chance noch als realistisch bezeichnet. Es müsste schon einiges passieren, damit er noch Weltmeister wird.»

    Haug: «Absolut. Sebastians Plus: Er kann im Kampf um den WM-Titel nicht mehr verlieren, sondern nur noch gewinnen. Und Lewis Hamilton - wie Vettel auch nicht der aktuelle Favorit auf den ersten Blick - wird im McLaren Mercedes bei den beiden Finalrennen ganz sicher auch nichts anbrennen lassen. Alles ist also offen, so wie es das ganze Jahr über war.»

    Ist die Red-Bull-Strategie, beide Fahrer gleichwertig zu behandeln, angesichts von Ferraris faktischem Nummer-1-Status für Fernando Alonso falsch?

    Schumacher: «Falsch? Ansichtssache. Es ist eben eine andere Strategie.»

    Rosberg: «Die Red-Bull-Strategie ist in der jetzigen Situation natürlich nicht ideal, aber so ist das halt, wenn man zwei Nummer-1- Fahrer im Team hat. Längerfristig sind, so glaube ich, zwei Nummer-1- Fahrer der bessere Weg, denn die pushen einander durch die Saison...»

    Sutil: «Ich finde es gut, dass Red Bull das so gehandhabt hat. Ob sie es auch in den letzten beiden Rennen durchziehen, werden wir sehen. Sicherlich kann es passieren, dass sie aus diesem Grund den Titel dann nicht holen.»

    Heidfeld: «Aus sportlicher und aus Reglementsicht richtig. Um Alonso zu schlagen? Bald wissen wir mehr.»

    Glock: «Schwierige Frage und danach sind immer alle schlauer. Grundsätzlich ist eine Gleichbehandlung der Fahrer fair. Tatsache ist aber, dass ein Team mit einer klaren Nummer 1 eher um den Titel fährt als eines ohne.»

    Hülkenberg: «Bis zuletzt nicht. Auf wen hätten sie setzen sollen? Mark war zwar in der WM vorne, aber Sebastian war zuletzt der Schnellere. Teamorder finde ich nur dann okay, wenn es zugunsten des Fahrers ist, der über die Saison konstant der schnellere ist. Und bei Red Bull gibt es keine klare Nummer 1 wie bei Ferrari.»

    Haug: «Nein. Ich habe Respekt vor dieser Vorgehensweise, wir haben dies nie anders gehandhabt. Und wenn diese positive Einstellung zum Sport - wie bei uns schon geschehen - mal einen WM-Titel kostet, dann ist dieser Preis niedriger, als jener, den die andere Variante schlechtestenfalls kostet. In diesem Punkt werden die Meinungen verständlicherweise immer auseinandergehen - meine ist exakt die hier geäußerte.»

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